Hurrikan nähert sich

Obama ruft Katastrophenalarm aus

Wirbelsturm "Earl" bedroht die amerikanische Ost-Küste. US-Präsident Barack Obama rief in North Carolina Katastrophenalarm aus, die Evakurierungen haben begonnen.

US-Präsident Barack Obama hat wegen Hurrikan "Earl" Katastrophenalarm für den Bundesstaat North Carolina ausgerufen. "Earl" wurde am Mittwoch wieder auf die Kategorie Vier hochgestuft - das ist die zweithöchste Stufe auf der Hurrikanskala. In der Nacht zu Donnerstag wirbelte "Earl" rund 840 Kilometer südöstlich von Cape Hatteras, das auf der Inselkette Outer Banks vor der Küste North Carolinas liegt. Dort hatten auch schon Evakuierungen begonnen.

Der Katastrophenalarm erlaubt der nationalen Krisenbehörde FEMA die Sicherheitsmaßnahmen zu koordinieren und den lokalen Behörden Hilfe anzubieten. Neben North Carolina ist ein großer Teil der US-Ostküste von dem Hurrikan bedroht. Die Warnungen erstrecken sich zurzeit von North Carolina bis nach Delaware. New York und die Neuenglandstaaten könnten mit schweren Regenfällen und heftigem Wind davonkommen. Ungewiss ist bisher noch, ob das Auge des Hurrikans das Festland treffen wird. Das wäre laut Read "das schlimmstmögliche Szenario".

Kanada ebenfalls bedroht

Der Wirbelsturm war über den 30 Grad warmen Gewässern zunächst zu einem Hurrikan der zweithöchsten Stufe vier herangewachsen. Er wurde mittlerweile aber von den NHC-Experten auf Stufe drei herabgestuft. Am Mittwochnachmittag (MESZ) wirbelte "Earl" etwa 1200 Kilometer südöstlich der Outer Banks.

"Earl" war in den vergangenen Tagen über die Inseln der nordöstlichen Karibik hinweggezogen. Er bewegt sich nach Angaben des Hurrikanzentrums zurzeit mit rund 25 Kilometern pro Stunde auf den US-Bundesstaat North Carolina zu. Von dort dürfte er seinen Weg die US-Ostküste entlang bis hoch nach Kanada fortsetzen. In seinem Zentrum entwickelt der Wirbelsturm Windgeschwindigkeiten von bis zu 220 Stundenkilometern.

"Earl" kommt zur Ferienzeit

"Earl" fällt ausgerechnet an einem verlängerten Wochenende über den US-Osten her. Der nationale Feiertag "Labor Day" am Montag beendet offiziell die Sommersaison. Er wird von amerikanischen Familien traditionell zu einem Kurzurlaub am Meer genutzt. Nach dem "Labor Day"-Wochenende beginnt das neue Schuljahr, dann werden auch die Schwimmbäder geschlossen und Lebensretter von den Stränden abgezogen.

Betroffen von "Earl" waren bislang die nördlichen Inseln der Kleinen Antillen, die das karibische Meer vom offenen Atlantik trennen. Im Laufe des Dienstags schob sich "Earl" östlich an den Turks-und-Caicos-Inseln vorbei. Unterdessen entstand östlich der Karibik über dem Atlantik ein weiterer Wirbelsturm. Tropensturm "Fiona" wird nach Angaben des US-Hurrikanzentrums in Miami in etwa auf der Route "Earls" nördlich an der Inselkette vorüberziehen und dann ebenfalls nach Norden drehen. "Earl" folgte dem Hurrikan "Danielle", der in New York und New Jersey für heftige Brandung gesorgt hatte.

(dpa, N24)

02.09.2010 11:12 Uhr

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