Für 4 Milliarden Dollar

Finanzinvestor schnappt sich Burger King

Die Fast-Food-Kette Burger King geht für vier Milliarden Dollar an den Finanzinvestor 3G Capital. Am Steuer des Burger-Konzerns sitzen damit künftig schwerreiche Südamerikaner.

Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.

Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

12.000 Schnellrestaurants in 75 Ländern gehören zur "Burger King"-Kette und jetzt südamerikanischen Investoren.
Video: Bei McDonalds - "Fritten-Abitur" für Mitarbeiter

Die weltweit zweitgrößte Fast-Food-Kette Burger King wechselt den Besitzer. Für 4,0 Milliarden Dollar inklusive Schulden schluckt der Finanzinvestor 3G Capital das börsennotierte Unternehmen. Der Verwaltungsrat von Burger King habe dem Geschäft zugestimmt, teilte der Schnellrestaurant-Betreiber mit. Die Großaktionäre TPG, Bain und Goldman Sachs stünden ebenfalls hinter dem Verkauf. Damit wechselt ein Unternehmen den Besitzer, das wie nur wenige für den "American way of life" steht.

Vielleicht wird das Lebensgefühl jetzt etwas südamerikanischer. Die Hauptgeldgeber von 3G Capital sind nämlich wohlhabende Brasilianer. Unter ihnen ist Milliardär Jorge Paulo Lemann, Nummer 48 auf der Forbes-Liste der Superreichen mit einem geschätzten Vermögen von 11,5 Milliarden US-Dollar. Bei 3G Capital arbeitet auch der frisch gebackene Ehemann der Ex-Präsidenten-Tochter Chelsea Clinton, der Investmentbanker Marc Mezvinsky. Dabei sei Bill Clinton der größte Fan des "Big Mac" von McDonald's, merkte ein Autor des "Wall Street Journal" augenzwinkernd in seinem Blog an.

Burger King verpasste Wandel

Das Geschäft lief für Burger King zuletzt deutlich schlechter als für den größeren Erzrivalen McDonald's. Der weltweiten Nummer eins der Burger-Branche gelang unter anderem ein Erfolg mit seinen Kaffee- und Kuchen-Angeboten, mit denen das Unternehmen aus der Fast-Food-Nische ausbrach.

Burger King war bereits zu Anfang des Jahrzehnts für mehrere Jahre komplett in der Hand von Finanzinvestoren. Sie brachten die Firma schließlich 2006 an die Börse, halten jedoch immer noch rund ein Drittel der Anteile. Burger King hat 12.000 Schnellrestaurants in 75 Ländern. Das Unternehmen ist aktuell knapp 2,6 Milliarden Dollar wert. Der weithin unbekannte Finanzinvestor 3G hatte sich schon einmal in der Burger-Branche engagiert - bei der Nummer drei, Wendy's.

(dpa, N24)

02.09.2010 16:01 Uhr

Indizes

Aktiensuche

Tops & Flops im DAX

SchließenSchließen Artikel versenden

Name des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*:


Ihre Mitteilung an den Empfänger:

Es gelten unsere Allgemeinen Nutzungsbedingungen

Sie befinden sich in: Nachrichten » Wirtschaft & Börse