Pauken nach dem Training

Khedira besorgt sich Spanisch-Lehrer

Real-Kicker Sami Khedira nimmt den Rüffel von Jose Mourinho wegen seiner mangelnden Spanischkenntnisse locker. Bald wird eh alles besser: Der Nationalspieler hat bereits einen Sprachlehrer engagiert.

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Sami Khedira versucht, die Kritik von Real-Trainer Jose Mourinho herunterzuspielen. Auch den Konkurrenzkampf mit Michael Ballack in der Nationalelf hängt der Deutsch-Tunesier nicht allzu hoch.
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Die Bundesligisten kassierten durch Spielertransfers diesen Sommer über 100 Millionen Euro. Am meisten Geld spülten diese beiden Spieler in die Kassen ihrer jeweiligen Ex-Klubs. Hier ein Überblick über die wichtigsten Zu- und Abgänge:
Er ist zurück in der Bundesliga! Für 15 Millionen Euro wechselt Diego von Juve nach Wolfsburg.
Jerome Boateng verlässt die Bundesliga. Der Hamburger SV kassierte bei dem Verkauf 12,5 Millionen von Manchester City, die der Verein sofort wieder ...
... in Heiko Westermann (7,5 Millionen Euro) vom Schalke 04 reinverstierte.
Michael Ballack wechselt ablösefrei von Chelsea zu Bayer Leverkusen.
Statt große Summen für einen neuen Linksverteidiger zu investieren, setzt Branchenkrösus Bayern auf den eigenen Nachwuchs. Der 20 Jahre alte Diego Contento rückt aus der Jugend in den Bundesliga-Kader.
Keinen Transfer sondern eine vorzeitige Vertragsverlängerung gibt es beim 20-Jährigen Thomas Müller. Der WM-Torschützenkönig von 2010 bleibt den Bayern bis 2015 erhalten.
Für Ernesto Sousa ist seine Zeit beim FC Bayern beendet. Er wechselt nach Italien zum SSC Neapel.
Der VfB Stuttgart hat es noch nicht mit dem Verein geklärt, aber sich bereits mit dem Spieler verständigt. Wunschkanditat: Der ghanaische WM-Teilnehmer Andre Ayew .
Der Schweizer Abwehrspieler Philipp Degen kommt ablösefrei von Liverpool nach Stuttgart.
Dabei hätte der VfB Stuttgart sogar das nötige Kleingeld für Ablösesummen. Für Sami Khedira kassierten die Schwaben geschätzte 14 Millionen Euro Ablöse vom spanischen Rekordmeister Real Madrid.
Mesut Özil folgt seinem Nationalmannschaftskollegen Khedira nach Madrid. Dafür kassiert Werder Bremen von Real 15 Millionen Euro Ablöse.
8 Millionen davon investierte Werder in den Brasilianischen Mittelfeld-Allrounder Wesley. Er kommt für 4 Jahre vom FC Santos.
Wolfsburg investierte zwölf Millionen Euro in den dänischen WM-Verteidiger Simon Kjaer. Der wechselte vom US Palermo zum VFL-Wolfsburg - der bislang teuerste Transfer in der Bundesliga in dieser Saison.
Rafinha wechselt für 9.000.000 Euro von Schalke zum italienischen Erstligisten FC Genua 93.
Aber Schalkes Coach Felix Magath ging auch auf Shoppingtour. Aktuellster Erwerb ist der spanische Linksverteidiger Sergio Escudero von Real Murcia für geschätzte 2,5 Millionen Euro.
Auch neu auf Schalke, gekommen vom Spitzenclub Real Madrid: Christoph Metzelder und Fußball-Legende ...
... Raúl. Beide kamen ablösefrei.
Mit Atsuto Uchida kommt der erste Japaner zu den Schalkern. Der 22-Jährige von den Kashima Antlers aus der japanischen J.League spielte während der WM im Nationalteam.
Die deutsche Bundesliga ist um einen österreichischen Legionär reicher: Abwehrspieler Emanuel Pogatetz kommt vom FC Middlesbrough zu Hannover 96.
Maximilian Nicu wechselt ablösefrei aus Berlin in den Breisgau zum SC Freiburg.
Ein altes Gesicht ist zurück in der Bundesliga. Torhüter Martin Pieckenhagen wechselt ablösefrei aus Holland nach Mainz.
Mlapa kommt für 1,3 Millionen Euro von 1860 München nach Hoffenheim.
Dafür wechselt Carlos Eduardo für 20 Millionen Euro zu Rubin Kazan. Trotz Özil und Khedira - Eduardo ist der Top-Transfer in dieser Saison!
Gerald Asamoah soll mit seiner Erfahrung dem Pauli-Sturm helfen. Er kommt ablösefrei von Schalke.
Toni Kroos kehrt aus Leverkusen zurück nach München. Er kostet keine Ablöse, da er nur ausgeliehen war.
Kevin Kuranyi ist ablösefrei zu Dynamo Moskau gewechselt und hat dort sogar schon sein erstes Tor erzielt.
Skandalnudel Maniche verlässt Köln und geht ablösefrei zu Sporting Lissabon.
Diese Geste kennen wir von Obafemi Martins aus der Bundesliga. Er konnte sich gegen die starke Konkurrenz im Wölfe-Sturm nicht durchsetzen und wechselt für 9 Millionen Euro zum russischen Meister Kazan.
Der Eintracht-Sturm wird diese Saison von Theofanis Gekas unterstützt. Er kommt für 1 Million Euro aus Leverkusen.
Christian Gentner zieht es zurück nach Stuttgart. Der Nationalspieler kommt ablösefrei aus Wolfsburg.
Mo Idrissou kehrt Freiburg den Rücken und versucht sein Glück in Mönchengladbach. Er kommt ablösefrei zur Borussia.
Letztes Jahr noch zweite Liga mit Kaiserslautern, darf Erik Jendrisek diese Saison neben Raul in der Champions League stürmen. Er war für Schalke ablösefrei zu haben.
Der serbische WM-Teilnehmer Kacar wechselt von Hertha BSC an die Elbe zum HSV. Ablöse 5,5 Millionen Euro.
Marko Arnautovic - so heißt Werders neues Sturmjuwel. Er kam für 6,2 Millionen vom FC Twente, fiel bisher allerdings eher durch Undizipliniertheiten auf.
Bei der WM eine Bank. Das wünscht sich auch Dieter Hoeneß von Arne Friedrich beim VfL Wolfsburg. Kostenpunkt: 2 Millionen Euro.
Video: Von Werder zu Real - Mesut Özil ist jetzt ein "Galaktischer"
Video: Einigung perfekt - Schalke verpflichtet Real-Legende Raúl

Fußball-Nationalspieler Sami Khedira will in Abwesenheit von DFB-Kapitän Michael Ballack seinen Stammplatz im defensiven Mittelfeld verteidigen und nach dem Auftakt der EM-Qualifikation vor allem seine Spanisch-Kenntnisse verbessern. Der neue Mittelfeldstar von Real Madrid wird sich einen Spanisch-Lehrer zulegen. Dies war bereits geplant bevor Trainer Jose Mourinho Kritik geübt hatte.

"Ich werde mir einen privaten Spanisch-Lehrer nehmen und sicher dreimal in der Woche Unterricht nehmen. Ich habe in den ersten vier Wochen aber schon viele fußballspezifische Wörter aufgeschnappt und kann mich schon einigermaßen gut verständigen", sagte der 23-Jährige vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Belgien in Brüssel am Freitag (20.45 Uhr/live im N24.de-Ticker).

Real-Coach Mourinho hatte am Mittwoch kritisiert, dass weder Khedira noch der ebenfalls nach Madrid gewechselte Mesut Özil ausreichend Englisch- oder Spanisch-Kenntnisse besitzen. "Die beiden Deutschen haben kein leichtes Leben. Ihre Teilhabe am sozialen Leben des Kaders ist gleich null. Özil lebt mit Khedira und Khedira mit Özil. Sie sprechen kein Wort Spanisch", sagte Mourinho.

Khedira nimmt Wettstreit mit Ballack gelassen

Khedira reagierte entspannt auf die Mourinho-Polemik. Ebenso locker zeigte sich der Deutsch-Tunesier, als er auf den Zweikampf auf der Sechser-Position in der Nationalmannschaft mit Michael Ballack angesprochen wurde. Offenbar sieht Khedira den 98-maligen Nationalspieler Ballack auch nicht als Hauptkonkurrenten im Kampf um einen Stammplatz in der DFB-Auswahl. "Es gibt auch noch andere hervorragende Mittelfeldspieler in Deutschland, nicht nur Michael Ballack. Aber ich schaue nur auf mich. Ich bin als Herausforderer in die WM gegangen und als Nationalspieler zurückgekehrt. Und zwar nicht aus Glück, sondern weil ich in Südafrika Leistung gezeigt habe", sagte Khedira.

Rückendeckung im Zweikampf mit Ballack erhielt Khedira von Bundestrainer Joachim Löw. "Im Moment sind im defensiven Mittelfeld Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira gesetzt. Ich sehe Michael Ballack derzeit nicht in der Verfassung, dass er uns wirklich weiterhelfen kann", sagte Löw, der große Stücke auf das taktische Verständnis von Khedira hält.

(sid, N24)

02.09.2010 16:17 Uhr

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