Waren aus Osteuropa
Warnung vor radioaktiven Pilzen
Die Gebiete um Tschernobyl leiden immer noch unter der radioaktiven Verseuchung durch den Reaktorunfall vor 24 Jahren. Anscheinend gelangen immer wieder Pilze aus diesen Regionen in den Handel.
Die Katastrophe von Tschernobyl hinterlässt auch 24 Jahre nach dem Atomunglück ihre Spuren. Das Umweltinstitut München hat bei einer Stichprobe im Münchner Handel erneut radioaktiv belastete Pilze entdeckt. Diese stammen laut dem Institut aus den verseuchten Gebieten.
Wie das Institut am Donnerstag mitteilte, konnte es bei Pfifferlingen 1.000 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm nachweisen. Der EU-Grenzwert liegt bei 600 Becquerel. "Der Anstieg der Cäsium-Belastung bei osteuropäischen Pfifferlingen in den letzten Jahren ist auffallend", sagte Karin Wurzbacher, Physikerin am Umweltinstitut München. Vorstand Christina Hacker befürchtet, dass verseuchte Pilze europaweit im Umlauf sind.
Laut dem Institut werden Pilze aus den seit Tschernobyl verseuchten Regionen in Weißrussland, Russland oder der Ukraine in unverdächtige osteuropäische Länder wie Litauen transportiert. Mit der neuen Herkunftsbezeichnung gelangen sie in den Handel. Zudem sollen Pilze aus kontaminierten sowie aus geringer belasteten Gebieten gemischt worden sein. Das Umweltinstitut München fordert deshalb regelmäßige Kontrollen statt Stichproben.
(DPA, N24)
03.09.2010 12:26 Uhr






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