"Wen würden Sie wählen"

Merkel steigt in Beliebtheit

Angela Merkel scheint die Diskussion um die AKW-Verlängerung nicht zu schaden: Ihre Beliebtheit ist im August erheblich gestiegen. Der Koalition stellen die Wähler aber ein schlechtes Zeugnis aus.

Angela Merkel (CDU) kann nach neusten Umfragewerten in ihrer Beliebtheit Boden gutmachen. 48 Prozent und damit sieben Prozent mehr als im Vormonat schätzen die Arbeit der Bundeskanzlerin, so die Ergebnisse des ARD-DeutschlandTrend. Die Unzufriedenheit mit der schwarz-gelben Bundesregierung ist jedoch unverändert hoch. Besonders Guido Westerwelles Ansehen fällt und fällt. Mit 19 Prozent ist der der unbeliebteste unter den abgefragten Politikern, das sind drei Punkte weniger als im letzten Monat und der schlechteste Wert, der je für ihn im gemessen wurde.

18 Prozent der Deutschen sind mit der Arbeit ihrer Bundesregierung zufrieden, das sind zwei Prozentpunkte mehr als im August. Dem stehen 81 Prozent gegenüber, die unzufrieden sind. Die meisten begründen ihre Kritik damit, dass "nicht erkennbar ist, was diese Regierung eigentlich will", dass "die Bundesregierung sich nicht um die Interessen der kleinen Leute kümmert" und dass die Koalition schlichtweg überfordert ist.

Als weitere Gründe des Missmuts nennen 77 Prozent, dass "es zu viel Streit in der Bundesregierung gibt", und 68 Prozent, dass "in der Regierung überzeugende Persönlichkeiten fehlen". Mehr als jeder zweite Befragte (55 Prozent) glaubt, dass "sich die Regierung zu sehr um die Interessen der Wirtschaft kümmert". Und 50 Prozent der Unzufriedenen sind "von der Bundeskanzlerin enttäuscht".

Grüne unverändert stark

Bei der Sonntagsfrage - Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre? - gibt es nur leichte Änderungen des Wählerverhaltens: Die Union gewinnt im Vergleich mit August einen Punkt hinzu und erreicht 32 Prozent. Die SPD verliert einen Punkt und erreicht 30 Prozent. Die FDP kommt unverändert auf fünf Prozent. Die Grünen liegen weiter bei 17 Prozent. Die Linke erreicht wie im August zehn Prozent. An der Spitze der Beliebtheitsliste liegt weiterhin Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), auch wenn die Zustimmung mit der Diskussion über die Wehrreform schwindet: Mit 65 Prozent der Deutschen sind 6 Punkte weniger mit ihm zufrieden als im Vormonat.

Auf Platz 2 folgt mit einer Zustimmung von 55 Prozent (plus 2) SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, der sich Ende August wegen einer Nierentransplantation für seine Frau vorübergehen aus der Politik zurückzog. Steinmeier löst damit Arbeitsministerin Ursula von der Leyen ab, die mit einer Zustimmung von 53 Prozent auf Platz 3 liegt (minus 3). An vierter Stelle kommt Finanzminister Wolfgang Schäuble (49 Prozent Zustimmung, minus 4 Punkte gegenüber dem Vormonat).

Gabriel kein beliebter Kanzler-Kandidat

Trotz der Beliebtheit des SPD-Politikers Steinmeier würde er in einer Direktwahl für das Bundeskanzleramt gegen Angela Merkel verlieren - 41 Prozent geben an, sie würden die Amtsinhaberin wählen, 38 Prozent stimmten für Steinmeier. SPD-Chef Sigmar Gabriel erginge es noch schlechter: Träte er gegen Angela Merkel an, würden sich 45 Prozent für die Kanzlerin und nur 33 Prozent für Gabriel entscheiden.

Für die Sonntagsfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Mittwoch dieser Woche 2.006 Wahlberechtigte bundesweit telefonisch befragt.

(N24, apn)

03.09.2010 09:07 Uhr

N24 in den Sozialen Netzwerken:

N24 auf Facebook N24 auf Twitter N24 auf Google+
SchließenSchließen Artikel versenden

Name des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*:


Ihre Mitteilung an den Empfänger:

Es gelten unsere Allgemeinen Nutzungsbedingungen

Sie befinden sich in: Nachrichten » Politik