"Kunde kann entscheiden"

Pocketbook lässt E-Book-Käufern mehr Freiheit

Der E-Reader-Hersteller Pocketbook zeigt auf der IFA Geräte, die dem Nutzer ungewöhnlich viele Freiheiten lassen. Dank Linux-Betriebssystem sind auch Änderungen an der Software problemlos möglich.

Fünf neue E-Reader zeigt Pocketbook auf der Elektronikmesse IFA (noch bis 8. September) in Berlin. Der Hersteller setzt dabei im Gegensatz zu einigen anderen auf ein offenes System. Kunden können nicht nur E-Books aus dem firmeneigenen Online-Shop "Bookland.net" lesen, sondern auch von weiteren Anbietern. "Der Kunde kann entscheiden, wo er kaufen will", erklärte Deutschland-Chef Anatoli Loucher. Da die Software auf dem Open-Source-Betriebssystem Linux beruht, könnten Nutzer mit Programmierkenntnissen auch die Funktionen verändern und ihren Bedürfnissen anpassen.

Die Modelle unterstützen 16 Textformate, darunter ePub und PDF sowie Bücher, die über ein digitales Rechtemanagement (DRM) kopiergeschützt sind. Durch die "Text-to-Speech-Funktion" kann sich der Käufer den Text vorlesen lassen. Integriert sind Wörterbücher in 20 Sprachen, um zum Beispiel Fremdwörter nachzuschlagen. Und es besteht die Möglichkeit, Notizen in den Text einzubinden.

Premium-Modell mit Android

Die Produktreihe beginnt mit zwei Einsteigermodellen, die einen sechs beziehungsweise zehn Zoll großen e-Ink-Bildschirm sowie Kopfhöreranschluss haben. Sie sind mit den Schnittstellen Wifi und Bluetooth und einem internen 2-Gigabyte-Speicher ausgestattet. Die beiden Premium-Modelle haben zusätzlich einen Touchscreen und unterstützen den Übertragungsstandard 3G für schnellere Downloads. Außerdem bietet Pocketbook ein Entertainment-Modell mit farbigem 7-Zoll-TFT-Touchscreen und dem Betriebssystem Android 2.0 an. Im November sollen die Geräte auf den Markt kommen. Preise will der Hersteller zur Frankfurter Buchmesse im Oktober bekanntgeben.

(DPA, N24)

05.09.2010 10:43 Uhr

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