Stuttgart 21-Streit
Termin für Runden Tisch steht
Das Treffen zwischen den Demonstranten gegen Stuttgart 21, Politik und der Bahn ist für den 10. September angesetzt. Die Rufe nach einem Baustopp werden auch in Befürworter-Kreisen immer lauter.
Das Spitzengespräch von Befürwortern und Gegnern des Bahnprojekts Stuttgart ist für Freitag, 10. September, angesetzt. "Wir fassen diesen Termin ins Auge", sagte ein Sprecher der Grünen-Fraktion. Allerdings stehe das Treffen noch immer auf der Kippe, weil es die Bahn bisher ablehne, die Forderung der Projektgegner nach einem vorrübergehenden Stopp der Abrissarbeiten am Hauptbahnhof zu erfüllen: "Wir erwarten ein Zeichen von der Bahn." Grünen-Fraktionschef Winfried Kretschmann hatte gemeinsam mit Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) zu dem Treffen eingeladen.
Der Ruf nach einem vorübergehenden Stopp der Abbrucharbeiten für das Milliarden-Bahnprojekt Stuttgart 21 wird auch im Lager der Befürworter des Bauvorhabens lauter. Baden- Württembergs SPD-Chef Nils Schmid hat sich dafür ausgesprochen, den Abriss des Stuttgarter Hauptbahnhofs für ein Spitzentreffen von Bahn, Landesregierung und Projektgegnern auszusetzen. "Diese Geste ist naheliegend und durchaus angebracht, um den ernsthaften Willen zu einer möglichen Verständigung deutlich zu machen", sagte Schmid am Freitag. "Wenn dies die Bereitschaft zum Dialog tatsächlich erhöht, spricht viel dafür und wenig dagegen."
Derweil haben am Freitagmorgen mehr als 50 Demonstranten die Zufahrt zur Baustelle am Nordflügel des Hauptbahnhofs blockiert. Die Polizei trug sie weg und räumte die Zufahrt, sagte ein Polizeisprecher. Bei dem 4,1 Milliarden Euro teuren Projekt soll der Kopfbahnhof in eine unterirdische Durchgangsstation umgewandelt und an die künftige Schnellbahntrasse nach Ulm angeschlossen werden.
(dpa, N24)
03.09.2010 13:58 Uhr









