"Bundesländerranking"
Osten holt bei Wirtschaftsentwicklung auf
Zwanzig Jahre nach der Unterzeichnung des Einheitsvertrags holen die ostdeutschen Länder wirtschaftlich immer weiter auf. Noch ist einiges zu tun, doch der Osten kommt mit ganz großen Schritten.
Die ostdeutschen Bundesländer holen bei der wirtschaftlichen Entwicklung immer mehr auf. Im von der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" (INSM) und der "Wirtschaftswoche" vorgestellten "Bundesländerranking" rangieren sie hisichtlich ihrer wirtschaftlichen Dynamik auf den fünf vorderen Plätzen. Im Bestandsvergleich liegen die östlichen Länder dagegen immer noch hinten.
Beim errechneten Bestands-Index, in dem die Wissenschaftler des Kölner Instituts "IW Consult" unter anderem die Höhe des Bruttoinlandsproduktes, die Arbeitslosenquote und soziale Indikatoren wie den Anteil von Transferleistungsempfängern berücksichtigten, konnte Bayern den ersten Platz verteidigen. Es folgen Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Ganz hinten rangieren trotz ihrer in der Studie festgestellten Aufholjagd Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und als Schlusslicht Berlin.
Im Dynamikvergleich, bei dem die Autoren der Studie wirtschaftliche Kenndaten des vergangenen Jahres mit denen aus 2006 verglichen, führt Brandenburg vor Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Thüringen. Die in ihren wirtschaftlichen Bestandswerten vergleichsweise starken Westländer Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und das Saarland liegen hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Entwicklung auf den hinteren Plätzen. Schlusslicht im Dynamikvergleich ist der Sieger im Bestandsranking: Baden-Württemberg.
Ostdeutschland bewältigte Krise relativ gut
"Insgesamt zeigt das Bundesländerranking auch, dass Ostdeutschland vergleichsweise besser durch die Turbulenzen der Wirtschaftskrise gekommen ist als vor allem die stark industrialisierten Länder des Westens", sagte der stellvertretende Chefredakteur der "Wirtschaftswoche", Henning Krumrey.
Gute Noten erhielten die ostdeutschen Länder auch hinsichtlich ihrer Haushaltspolitik. In der Rangfolge, bei der die Forscher von "IW Consult" den Schuldenstand pro Einwohner, seine Änderung von 2006 auf 2009 sowie die Personalausgaben der Länder berücksichtigten, führt Mecklenburg-Vorpommern vor Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. Die rote Laterne hat Bayern vor dem Saarland, Bremen und Hessen.
(apn, N24)
03.09.2010 16:36 Uhr





