Chaos im Schanzenviertel

47 Festnahmen nach Krawallen in Hamburg

Das Hamburger Schanzenviertel ist mittlerweile berüchtigt für Auseinandersetzungen mit der Polizei. Auch nach dem diesjährigen friedlichen Schanzenfest ist die Situation außer Kontrolle geraten.

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Video: Festnahmen in Hamburg - Schwere Randale im Schanzenviertel
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Es ist ein regelmäßiges Ritual: Im Hamburger Schanzenviertel gab es ...
... nach einem friedlichen Straßenfest erneut schwere Krawalle.
Die Ausschreitungen begannen am Samstag gegen 23.00 Uhr. Randalierer warfen Böller auf die Straßen ...
... und beschädigten Gebäude. Auf den Straßen wurden Hindernisse aufgetürmt ...
... und teilweise in Brand gesteckt. Auch mehrere Autos wurden angezündet ...
... und brannten aus. Einige der Randalierer warfen mit Steinen und Flaschen ...
... Richtung Polizei. Diese war mit einem Großaufgebot vor Ort und ging ...
... mit Schlagstöcken und ...
... Wasserwerfern gegen die Randalierer vor. Mehrere Personen ...
... sind zeitweise festgenommen worden. Andere erhielten Platzverweise.
Zwölf Polizeibeamte sind von Flaschen und anderen Wurfgeschossen verletzt worden.
Drei weitere Beamte erlitten Verletzungen durch Rauchgas und mussten ärztlich behandelt werden.
Hunderte Randalierer waren im Schanzenviertel unterwegs und hatten es auf Schaufensterscheiben abgesehen.
Mehrere Tausend Polizisten aus Deutschland waren in Hamburg im Einsatz - nach dem Schanzenfest kommt es immer wieder zu Ausschreitungen.
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Das Hamburger Schanzenfest wurde am Samstagabend von schweren Krawallen überschattet.
Hunderte Autonome lieferten sich im Schanzenviertel Straßenschlachten mit der Polizei.
Die teils vermummten Jugendlichen warfen Steine, Glasflaschen und mindestens einen Molotowcocktail.
27 Polizeibeamte wurden bei den Auseinandersetzungen verletzt. Mindestens zwei von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden.
Die Polizei ging mit Wasserwerfern und Schlagstöcken gegen die Randalierer vor. 67 Jugendliche wurden festgenommen.
Weitere 18 Personen wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen. Auf den Straßen des Schanzenviertels ...
... errichteten die Autonomen Straßenblockaden aus Bauzäunen und Müllcontainern und zündeten diese teilweise an.
Auch einen vor einer Polizeiwache geparkten Streifenwagen schossen die Randalierer mit Leuchtkugeln in Brand.
Mit einem Wasserwerfer der Polizei wurde das Feuer anschließend gelöscht. Das Großaufgebot der Polizei ...
... konnte die Auseinandersetzungen erst gegen 3.00 Uhr am Sonntagmorgen beenden.
Mit schwerem Gerät wurden dann die Straßensperren beseitigt. Jetzt beginnt wohl auch die politische Aufarbeitung dieser weiteren Krawallnacht in Hamburg.
Video: Hamburger Schanzenviertel - Gewalttäter greifen Hamburger Polizeiwache an
Video: Brandserie in Hamburg - Erneut Luxuslimousinen in Flammen

Erneut haben sich Randalierer im Hamburger Schanzenviertel Krawalle mit der Polizei geliefert. Bei den Ausschreitungen nach dem Schanzenfest in dem Szenebezirk wurden in der Nacht zu Sonntag 14 Menschen leicht verletzt, darunter elf Polizisten.

47 Randalierer nahmen die Beamten vorläufig fest, drei weitere wurden in Gewahrsam genommen. In dem Viertel kommt es seit Jahren immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Linksradikalen und Polizei. Zuletzt waren im Juli und vor einem Jahr zahlreiche Menschen verletzt worden.

Tausende Polizisten im Einsatz

Die Polizei zog dennoch eine positive Bilanz: Im Vergleich zum Vorjahr hätten sich die nächtlichen Krawalle dank schnellen Eingreifens der Polizei in Grenzen gehalten, wie ein Sprecher am Sonntag betonte. Hamburgs Innensenator Heino Vahldieck (CDU) verurteilte die Ausschreitungen: "Jeder Steinwurf auf einen Polizisten ist einer zu viel, jede eingeschlagene Schaufensterscheibe ist ein Akt sinnloser Zerstörungswut." Mehrere Tausend Polizisten aus verschiedenen Bundesländern waren in der Nacht im Einsatz.

Rund 9000 Menschen hatten am Samstag friedlich das Schanzenfest gefeiert. Gegen 22.00 Uhr eskalierte dann die Lage. Mehrere Hundert Krawallmacher bewarfen Polizisten mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörper. Zudem wurden mehrere Mülltonnen und ein Auto angezündet, sowie die Scheiben von zwei Polizeiwagen, einem Supermarkt und einem Modegeschäft eingeschlagen. Die Einsatzkräfte gingen mit Wasserwerfern und Straßensperren gegen die Unruhestifter vor. Zeitweise wurde der S-Bahn-Verkehr im Viertel gesperrt, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

(dpa, N24)

05.09.2010 14:22 Uhr

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