Nach schweren Überschwemmungen hat Nordkorea den südlichen Nachbarn um die Lieferung von Reis, Zement und Baumaschinen gebeten. Seoul zögert noch mit einer Reaktion.
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Nach Überschwemmungen im vergangenen Monat hat Nordkorea von Südkorea die Lieferung von Reis, Zement und Baumaschinen erbeten. Eine entsprechende Anfrage habe Südkorea vom nordkoreanischen Rot-Kreuzverband erhalten, teilte das Vereinigungsministerium in Seoul mit. Die Anfrage hatte Südkorea damit zwei Tage vor der Ankündigung des kommunistischen Nachbarlandes erhalten, die sieben Besatzungsmitglieder eines vor einem Monat vor seiner Küste aufgebrachten südkoreanischen Fischerbootes freizulassen.
Seoul werde die Bitte Nordkoreas überdenken, hieß es. Nordkorea antwortete auf ein Angebot des südkoreanischen Rot-Kreuzverbands, Nahrungsmittel, Medikamente und andere Hilfsgüter im Wert von zehn Milliarden Won (etwa 6,6 Millionen Euro) für die Opfer der Überschwemmungen zu liefern. Reis, Zement und Maschinen waren jedoch nicht Teil des Hilfsangebots. Nordkoreas Staatsmedien hatten Ende August berichtet, wegen Überflutungen im Grenzgebiet zu China hätten Tausende von Menschen in Sicherheit gebracht werden müssen.
Fischer sollen illegales Fischen zugegeben haben
Die Spannungen zwischen beiden koreanischen Staaten haben sich seit der Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffes wieder deutlich verschärft. Südkorea macht das Nachbarland für den Untergang verantwortlich, bei dem im März 46 Seeleute getötet wurden. Nordkorea bestreitet eine Verwicklung in den Zwischenfall.
Am Montag hatte Nordkorea angekündigt, das Fischerboot "55 Daesung" samt Crew über die Seegrenze im Japanischen Meer (Ostmeer) "aus humanitären Gründen" in den Süden zurückzuschicken. Die Fischer hätten zugegeben, in der exklusiven Wirtschaftszone Nordkoreas illegal gefischt zu haben.