Schweriner Umweltminister stoppt Nutzung von Genkartoffel

Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.

Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

Kartoffel der Sorte Amflora

Die BASF-Tochter Plant Science darf vorerst ihre in Mecklenburg-Vorpommern geernteten Gen-Kartoffeln der Marke Amflora nicht weiterverwenden. Das ordnete der Schweriner Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) an. Backhaus begründete dies mit der Vermischung von zwei genveränderten Kartoffelsorten auf einem BASF-Feld in Schweden, von denen nur eine Sorte bislang von der EU zugelassen ist.

Solange BASF nicht "zweifelsfrei wiederlege", dass es nicht auch auf dem Feld im mecklenburgischen Zepkow zu einer Vermischung des Saatguts gekommen ist, dürften die Kartoffeln nicht in den Verkehr gebracht werden, hieß es in einer Pressemitteilung des Ministeriums.

Backhaus forderte erneut von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) ein Anbauverbot für Gen-Kartoffeln. Anders seien konventionelle Bauern vor einer Verunreinigung ihrer Ernten nicht zu schützen. Die verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Elvira Drobinski-Weiß, verlangte einen Anbaustopp für alle gentechnisch veränderten Pflanzen, weil die so genannte Grüne Gentechnik nicht kontrollierbar sei.

BASF hatte in Deutschland erst in der vergangenen Woche damit begonnen, die Amflora-Kartoffeln auf dem rund 15 Hektar großen Feld in Zepkow zu ernten. Dazu war auch Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) angereist, der den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft befürwortet. Die BASF hatte die "falschen" Kartoffeln auf dem Feld in Schweden bei eigenen Kontrollen entdeckt und war von der EU-Kommission deswegen gerügt worden. Die Amflora-Kartoffeln produzieren besonders viel Stärke und sollen vor allem in der Papier-, Klebstoff- und der Bauindustrie verwendet werden.

(AFP)

07.09.2010 17:26 Uhr

Indizes

Aktiensuche

Tops & Flops im DAX

SchließenSchließen Artikel versenden

Name des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*:


Ihre Mitteilung an den Empfänger:

Es gelten unsere Allgemeinen Nutzungsbedingungen

Sie befinden sich in: Nachrichten » Wirtschaft & Börse