Bentley Continental GT

Der neue Bentley Continental GT

Bentley stellt auf dem Pariser Autosalon (2. bis 17. Oktober 2010) den neuen Continental GT vor. Das viersitzige Coupé wurde nicht nur optisch dezent aufgefrischt - im Innenraum und beim Antrieb ist richtig viel passiert.

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Noch dynamischer: Der neue Bentley Continental GT
An der klassisch schönen Seitenlinie des Continental GT ändert sich nichts
Die Rückleuchten wirken wegen ihrer Einfarbigkeit besonders großflächig
An der Heckpartie des neuen Continental GT erkennen die Designer ein doppeltes Hufeisen-Profil
Die Endrohre des Continental GT sind jetzt noch breiter als bisher
Steiler im Wind: Der Matrix-Grill
LED-Lichter glühen im Gesicht des Continental GT
Außerdem werden die Frontscheinwerfer jetzt von Chromringen eingefasst
Flügelförmig geschwungen: Das Armaturenbrett des sportlichen Briten
Klar und elegant: Die Instrumente des Continental GT
Der neue Touchscreen in der Mittelkonsole misst in der Diagonalen acht Zoll
Weiches Leder und Echtholz-Furniere sorgen für die luxuriöse Anmutung
Die Sitze sollen jetzt mehr Seitenhalt bieten
Die Schachtel mit dem Bentley-Logo (oben im Bild) kostet Aufpreis
Für die Passagiere im Fond gibt es jetzt 4,6 Zentimeter mehr Beinfreiheit
Der Zwölfzylinder-Biturbo-Motor leistet jetzt 575 PS
Die Spurweite wurde vorne um 4,1 und hinten um 4,8 Zentimeter verbreitert
Optional stehen für den Continental GT erstmals 21-Zoll-Räder zur Verfügung
Der Allradantrieb verschiebt jetzt 60 Prozent der Kraft nach hinten
Die Lichtelemente der Heckleuchten greifen die Form der Endrohre auf
Das Heck des Continental GT wirkt breit und stämmig
Die großen LEDs in den Frontscheinwerfern fallen auf
Aus der Zeichnung ist nun ein echtes Fahrzeug geworden
In 4,6 Sekunden ist der Continental GT mit W12-Triebwerk auf 100 km/h
Insgesamt konnte der neue Bentley Continental GT um 65 Kilogramm abspecken
Noch dynamischer: Der neue Bentley Continental GT

Bentley stellt auf dem Pariser Autosalon (2. bis 17. Oktober 2010) den neuen Continental GT vor. Das viersitzige Coupé wurde nicht nur optisch dezent aufgefrischt - im Innenraum und beim Antrieb ist richtig viel passiert. Zum Zwölfzylinder-Triebwerk gesellt sich ein Achtzylinder-Aggregat. Außerdem wird die Kraft vom Allradantrieb etwas in Richtung Heck verschoben.

Wenn Hufeisen, dann zwei

Das Exterieur des Continental GT hat Bentley Chefdesigner Dirk van Braeckel nur ganz vorsichtig angefasst. Der typische Matrix-Grill steht ein wenig steiler und das Heck fällt mit seinem Doppel-Hufeisenprofil auf. Die Frontscheinwerfer schmücken sich mit einer Chromeinfassung und kreisförmig angeordnetem LED-Tagfahrlicht. Zudem werden die vorderen Kotflügel und die Motorhaube mit dem so genannten Superform-Verfahren in Form gebracht. Hierbei wird Aluminiumblech auf 500 Grad erhitzt und dann durch Druckluft umgeformt. Mit dieser Technik lassen sich laut Bentley ganz besonders markante Konturen herstellen.

Innen mehr Platz

Die Kabine des Continental GT empfängt die Insassen mit neuen Sitzen, die mehr Seitenhalt als bisher bieten. Außerdem sind die Rücklehnen der Vordersitze so geformt, dass die Passagiere im Fond nun 4,6 Zentimeter mehr Beinfreiheit genießen. Der Raumgewinn soll auch das Einsteigen zur zweiten Sitzreihe erleichtern. Das geschwungene Armaturenbrett und die Türinnenverkleidungen sind mit weichem Leder bezogen, die handgefertigten Holzfurniere bekommen eine UV-Schutzschicht, damit sie über die Jahre nicht ausbleichen. Neu ist ein automatischer Gurtbringer für die Vordersitze. Die Ablagefächer in den Türen wurden neu gestaltet und sind jetzt mit einem Flaschenhalter versehen. Gegen Aufpreis sitzt oberhalb des Getränkehalters in der Mittelkonsole ein herausnehmbares Kästchen. Dieses besteht außen aus einem auf die Wagenkabine abgestimmten Furnier und ist innen mit Leder ausgekleidet. Die mit einem matt verchromten Bentley-Logo verzierte Schachtel ist für Kleinkram wie Schlüssel oder Schreibgeräte gedacht.

Navi mit Google Maps

Ein neues Touchscreen-Infotainmentsystem soll den Continental GT noch komfortabler machen. Von den 30 Gigabyte Festplattenspeicher lassen sich 15 Gigabyte mit Musik füllen. Der Acht-Zoll-Bildschirm lässt sich sowohl als Touchscreen als auch über Drehregler bedienen. Die auf dem Bildschirm dargestellten virtuellen Knöpfe ähneln den echten Knöpfen im Wageninnenraum. Das neue Navigationssystem ist je nach Markt mit Google Maps kompatibel.

Kraftverteilung: 40 zu 60

Eine kontinuierliche Dämpferverstellung, die mehrere hundert Mal pro Sekunde die Federungseinstellungen überwacht, kümmert sich um das Fahrverhalten des neuen Continental GT. Bei hohen Geschwindigkeiten wird das Fahrzeug automatisch abgesenkt. Und nicht nur das verbessert die Stabilität: Vorne wurde die Spur um 4,1 Zentimeter, hinten um 4,8 Zentimeter verbreitert. Serienmäßig stellen 20-Zoll-Räder den Kontakt zum Asphalt her, optional sind erstmals 21-Zöller erhältlich. Und der sportliche Brite bekommt einen Heck-Kick: Der serienmäßige Allradantrieb wurde bisher mit einer Momentenverteilung von 50:50 zwischen vorne und hinten versorgt. Für eine dynamischere Gangart wandern jetzt zehn Prozent mehr Kraft nach hinten, die aber je nach Fahrsituation voll variabel verschoben wird. Ein neu abgestimmtes ESP soll für mehr Sicherheit und Fahrbahnhaftung sorgen.

Mehr Leistung vom Zwölfzylinder

Das W12-Aggregat mit 6,0 Liter Hubraum leistet jetzt 575 statt 560 PS, das Drehmoment steigt von 650 auf 700 Newtonmeter. Der Motor verträgt nun auch Bio-Ethanol, welches in beliebigen Verhältnissen mit Benzin gemischt werden kann. Innermotorisch tragen leichtere Komponenten und reibungsärmere Oberflächen zur Drehfreude des Triebwerks bei. Zwei trägheitsärmere Turbolader minimieren die Turboverzögerung. Der leichtere Motor sorgt übrigens im Zusammenhang mit leichteren Sitzen und weiteren Gewichtsreduktionen dafür, dass der neue Continental GT um 65 Kilogramm abspecken konnte. Der Beschleunigung von null auf 100 km/h kommt dies zugute: In 4,6 Sekunden ist der Spurt erledigt. Der Vorgänger brauchte noch 4,8 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit bleibt mit 318 km/h unverändert. Und trotz 15 PS mehr Leistung sinkt der Verbrauch von durchschnittlich 17,2 auf 16,5 Liter pro 100 Kilometer. Die CO2-Emissionen gehen somit von 410 auf 384 Gramm pro Kilometer zurück.

Ganz neu: Mit V8

Ab Ende 2011 wird es den Continental GT auch mit einem V8-Triebwerk geben. Das neue 4,0-Liter-Aggregat soll im Vergleich zum Zwölfzylinder mit einem um 40 Prozent gesenkten Kohlendioxid-Ausstoß glänzen. Der am englischen Bentley-Sitz in Crewe gebaute Motor wird zudem einen gesenkten Einstiegspreis in die Continental-GT-Welt ermöglichen. Genaue Leistungs-, Verbrauchs- und Fahrdaten hinsichtlich des V8 hat Bentley noch nicht bekannt gegeben.

Schaltet in 200 Millisekunden

Um die höhere Leistung und das gestiegene Drehmoment des W12 zu verarbeiten, wurde auch die ZF-Sechsstufen-Automatik verstärkt. Zudem konnten die Schaltzeiten des so genannten Quickshift-Getriebes um knapp die Hälfte auf 200 Millisekunden reduziert werden. Außerdem ist jetzt beim Herunterschalten der Sprung über zwei Gänge möglich. So schaltet die Automatik beispielsweise bei Bedarf vom sechsten direkt in den vierten Gang.

(Autonews)

07.09.2010 16:59 Uhr

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