Deutschland auf Platz 5
Schweiz bleibt attraktivste Wirtschaftsnation
Die Schweiz bleibt die wettbewerbsfähigste Volkswirtschaft der Welt. Auch Deutschland kommt gestärkt aus der Krise: Die Bundesrepublik rückt um zwei Plätze nach vorn auf Rang fünf.
Die Schweiz bleibt nach einer Studie des Weltwirtschaftsforums die wettbewerbsfähigste Volkswirtschaft der Welt. Sie belegte in der jüngsten Umfrage des Genfer Instituts wie schon im vergangenen Jahr den ersten Platz. Deutschland ist in der Rangfolge um zwei Plätze auf Platz fünf hinter Schweden (Rang 2), Singapur und den USA (bisher 2. Platz) vorgerückt. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Weltwettbewerbsbericht hervor, den das Forum, das alljährlich in Davos ein Treffen von Spitzenvertretern aus Politik und Wirtschaft veranstaltet, regelmäßig unter fast 140 Volkswirtschaften erstellt.
Die Schweiz zeichnet sich nach diesen Erhebungen erneut durch Innovation und eine hoch entwickelte Geschäftskultur aus. So gehörten die Forschungsinstitute zu den besten der Welt. Hinzu komme ein enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, die wiederum in Forschung und Entwicklung kräftig investiere. Auch der Arbeitsmarkt gehöre zu den leistungsfähigsten der Welt, schreiben die Autoren.
Deutschlands Arbeitsmarkt zu unbeweglich
Für Deutschland sieht das Forum, das Daten aus rund 110 Indikatoren in allen Ländern zugrundelegt, eine Verbesserung des gesamtwirtschaftlichen, also des makroökonomischen Umfeldes im Vergleich zu vielen anderen Industriestaaten. So liege Deutschland ganz vorne bei der Infrastruktur, besonders dem Ausbau der Verkehrswege, der Telefonnetze und der Stromversorgung. Es gebe einen gesunden Wettbewerb und eine funktionierende Wettbewerbspolitik. Allerdings bleibe der Arbeitsmarkt wegen fehlender Beweglichkeit bei der Lohnfindung und des starken Kündigungsschutzes zu starr.
Die USA bewegen sich dagegen nach Ansicht des Forums weiter im Rückwärtsgang. Es gebe zahlreiche zunehmende Schwachpunkte in der amerikanischen Volkswirtschaft. Vor allem traue die Bevölkerung den Politikern nicht. Dennoch gehörten die US-Unternehmen und Forschungsinstitute weiterhin zu den besten der Welt. Für die hohe öffentliche Verschuldung müsse es unbedingt eine "Exit-Strategie" geben, was zu einer Verbesserung der künftigen Wettbewerbsfähigkeit der USA führen werde, schreibt das Forum.
(dpa, N24)
09.09.2010 09:08 Uhr





