Nokia geht mit neuem Chef in Wettbewerb um Multimedia-Handys

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Elop

Nokia rüstet sich mit einem neuen Chef für den immer schärferen Wettbewerb auf dem Markt für Multimedia-Handys. Nachfolger des bisherigen Vorstandschefs beim finnischen Handy-Weltmarktführer, Olli-Pekka Kallasvuo, werde Microsoft-Manager Stephen Elop, teilte Nokia mit. Die Zeit sei reif, die Erneuerung des Konzerns "zu beschleunigen".

Nokia kämpft seit längerem um seine Stellung auf dem weltweiten Handy-Markt. In den vergangenen Jahren hat der Weltmarktführer große Marktanteile verloren, weil das Unternehmen den Trend zu Multimedia-Telefonen wie dem iPhone von Apple verschlafen hat. Im Frühjahr hatte Nokia eine große Umstrukturierung angekündigt und eine eigene Abteilung für die sogenannten Smartphones gegründet. Damals musste bereits der bisherige Leiter der Handy-Sparte gehen.

Nokia bekomme mit Elop eine neue Führung mit neuen "Fähigkeiten und Stärken, um den Erfolg des Unternehmens voranzubringen", teilte der Handy-Hersteller mit. Elop selbst erklärte, es sei sein Ziel, Nokias Stellung als "unbestrittener Branchenführer" auf dem Markt für mobile Kommunikation zu stärken. Der bisherige Microsoft-Manager soll seinen Job am 21. September antreten. Bei Microsoft leitete Elop die Geschäftskunden-Sparte.

Der bisherige Nokia-Chef Kallasvuo werde in Zukunft für den Netzwerk-Ausrüster Nokia Siemens Networks zuständig sein - ein Gemeinschaftsunternehmen von Nokia und Siemens, teilte Nokia mit. Kallasvuo arbeitet seit über 30 Jahren im Konzern.

Nokia hat sich nach Einschätzung von Experten in den vergangenen Jahren nicht schnell genug auf die Veränderungen auf dem weltweiten Handy-Markt eingestellt. Dieser Markt habe sich "dramatisch verändert", sagte Analyst Hannu Rauhala von der finnischen Pohjola Bank. Von Bedeutung seien nicht mehr alleine die Geräte an sich, sondern vor allem auch die Software. Die Ernennung Elops, der vom Software-Konzern Microsoft kommt, sei deswegen auch ein Eingeständnis Nokias, dass eine Veränderung in diese Richtung nötig sei, sagte Rauhala.

(AFP)

10.09.2010 14:20 Uhr

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