Deutsch-syrischer Menschenrechtler in Syrien verschwunden

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Syrische Flagge

Ein deutsch-syrischer Menschenrechtler ist nach Angaben seiner Familie seit seiner Festnahme vor mehr als zwei Wochen in Syrien verschwunden. Der 50-jährige Ismail Abdi aus Kiel sei am 23. August bei der Ausreise am Flughafen Aleppo vor den Augen seiner Frau und drei seiner Kinder festgenommen worden, sagte seine älteste Tochter Farah in Kiel der Nachrichtenagentur AFP. "Seitdem haben wir kein Lebenszeichen mehr von ihm."

Ismail Abdi leidet ihren Angaben zufolge an Asthma und hat seine Medikamente nicht bei sich. "Wir machen uns große Sorgen", sagte die Tochter. Das Auswärtige Amt teilte mit, mit den syrischen Behörden Kontakt aufgenommen zu haben, um den Verbleib Abdis aufzuklären.

Abdi lebt nach Angaben seiner Familie seit 1997 mit Ehefrau und vier Kindern in Deutschland, seit 2006 hat er die deutsche Staatsbürgerschaft. Als Vorsitzender des Komitees zur Verteidigung der demokratischen Freiheiten und der Menschenrechte in Syrien (CDF) habe sich Abdi in letzter Zeit stark engagiert, sagte seine Tochter. So habe er eine Namensliste von 600 Menschen veröffentlicht, die in Syrien festgenommen oder gefoltert worden seien.

(AFP)

10.09.2010 21:48 Uhr

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