Schüsse, Tote, Verletzte
Blutbad auf Fußballplatz in Honduras
Unbekannte schießen bei einem Fußballspiel in Honduras mit Sturmgewehren auf Spieler, Schiedsrichter und Zuschauer. Mehrere Menschen sterben bei dem Massaker.
Massaker bei einem Fußballspiel: In Honduras haben Unbekannte auf einem Fußballplatz ein Blutbad angerichtet und 14 Menschen erschossen. Die maskierten Täter seien mit zwei Autos zu dem Spielfeld in San Pedro Sula gefahren und hätten mit Kalaschnikows das Feuer auf Spieler, Schiedsrichter und Zuschauer eröffnet, berichteten örtliche Medien.
Zehn Menschen waren auf der Stelle tot, vier weitere starben nach Polizeiangaben im Krankenhaus an ihren Verletzungen. Die Stadt war erst vor knapp zwei Monaten Schauplatz eines ähnlichen Massakers.
Die Behörden nannten Streitigkeiten unter rivalisierenden Banden als mögliches Motiv. Nach einem Medienbericht kamen drei Schiedsrichter und zwei Fußballspieler ums Leben, die restlichen Opfer waren Fans. Nachbarn flüchteten bei der Schießerei in ihre Häuser. In Honduras gibt es am Wochenende stets zahlreiche Fußballspiele.
Erst im September hatten Bewaffnete in San Pedro Sula, der zweitgrößten Stadt des Landes, eine Schuhmacherwerkstatt überfallen und 17 Menschen erschossen. Honduras gehört mit durchschnittlich 16 Getöteten pro Tag und einer Rate von knapp 70 Morden auf 100 000 Einwohner zu den gefährlichsten Ländern Amerikas.
(dpa, N24)
31.10.2010 12:08 Uhr








