Konsum zieht an
Deutsche vor Weihnachten in Kauflaune
Dank guter Wirtschaftslage sind die Deutschen kurz vor Weihnachten noch kauffreudiger geworden. Dadurch entwickelt sich der Handel immer mehr zu einer wichtigen Konjunkturstütze.
Deutschlands Verbraucher sind pünktlich zur Hochphase des Weihnachtsgeschäfts in Kauflaune: Der monatlich von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK/Nürnberg) ermittelte Konsumklimaindex befindet sich weiter im Aufwind. Der Wert für November wurde von 4,9 auf 5,1 Punkte nach oben revidiert, für Dezember sagten die Marktforscher mit 5,5 Punkten den höchsten Wert seit Oktober 2007 (6,4 Punkte) voraus.
Es deute sich an, "dass die Binnennachfrage mehr und mehr zu einer verlässlichen Stütze der Konjunktur wird", erklärte die GfK in Frankfurt. "Die Stimmung hat sich auf breiter Front verbessert - und zwar deutlich", sagte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl. "Die Angst, arbeitslos zu werden, ist deutlich zurückgegangen. Das spricht auch dafür, dass die gute Konsumstimmung von Dauer sein wird und nicht nur ein Strohfeuer ist."
Positiver Ausblick
Die GfK sieht insgesamt eine "hervorragende Ausgangsposition für ein noch besseres Konsumjahr 2011": Die Verbraucher sehen demnach die deutsche Wirtschaft auch in den kommenden Monaten klar im Aufschwung, die Konjunkturerwartung stieg zum sechsten Mal in Folge. Rückläufige Arbeitslosenzahlen sowie die Sorge vieler Unternehmen vor einem Engpass bei Fachkräften, mehrt unter Arbeitnehmern die Hoffnung, bald mehr in der Lohntüte zu haben. Und weil Arbeitsplätze wieder sicherer scheinen, geben Verbraucher ihr Geld auch eher aus als in der Krise.
In Zahlen der GfK, für die die Konsumforscher monatlich etwa 2000 Interviews mit Verbrauchern führen, liest sich das wie folgt: Die Konjunkturerwartung sprang im November auf 65,8 (Oktober: 56) Punkte, die Einkommenserwartungen liegen nun bei 44,9 (36) Punkten und die Anschaffungsneigung kletterte auf 39,3 (22,5) Punkte. "Momentan haben wir keine Anzeichen dafür, dass die Angst vor einem möglichen Terroranschlag auf die Konsumstimmung drücken wird", sagte Bürkl. "Es kann aber natürlich sein, dass das hier und da für Verunsicherung sorgt."
(dpa, N24)
23.11.2010 14:17 Uhr





