Klein, robust, billig

HP bringt Schüler-Laptop

Nach Intel und Asus steigt jetzt auch Hewlett-Packard in den Markt für Bilig-Laptops ein. Der "HP Mini" soll besonders gut zum Surfen im Internet taugen.

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Archivbild: Der EeePC von Asus ist im Segment der Billig-Notebooks momentan besonders erfolgreich.

Der weltgrößte PC-Hersteller Hewlett-Packard (HP) steigt ins wachsende Geschäft mit günstigen Schüler-Laptops ein. Das Mini-Notebook soll Vorreitern wie dem "Classmate"-Laptop des Chipkonzerns Intel Konkurrenz machen. Die abgespeckten tragbaren Rechner sind einer der neuesten Trends der Computerindustrie.

Der "HP Mini" soll in den USA im Laufe dieses Monats auf den Markt kommen und ab rund 500 Dollar zu haben sein, kündigte der Hersteller an. Der Rechner wird in verschiedenen Ausstattungen angeboten: zum Beispiel wahlweise mit Linux-Betriebssystem oder Windows sowie mit leichteren oder auch länger laufenden Akkus. Das Gerät ist multimediafähig und hat einen drahtlosen Internetzugang.

Intel stellte erste kürzlich eine komplett überarbeitete Version seines Schüler-Laptops "Classmate" mit schnellerem Chip und größerem Bildschirm vor. Im Marktsegment für einfache tragbare Rechner sind auch Wettbewerber wie der taiwanesische Hersteller Asus mit seinem 300-Dollar-Notebook "Eee PC" aktiv. Auch vom zweitgrößten PC-Bauer Dell erwarten viele Branchenbeobachter noch in diesem Jahr den Einstieg in das neue Segment.

Vorreiter "One Laptop Per Child"

Die günstigen und sehr stabilen Geräte sollen nicht nur in Schulen und Entwicklungsländern zum Einsatz kommen, sondern auch als einfaches Zweitgerät sowie günstige und leichte Alternative zum hochleistungsfähigen Notebook. Intel nennt die Rechner inzwischen auch "Netbooks". Sehr früh startete in dem Markt die Initiative "One Laptop Per Child" (OLPC) mit dem Intel-Wettbewerber Advanced Micro Devices (AMD) an Bord. Das von OLPC zunächst angestrebte Preislimit von 100 Dollar pro Stück musste jedoch auf knapp 200 Dollar angehoben werden.

Der XO-Laptop von OLPC wurde bislang insbesondere an Schulen in Mittel- und Südamerika geliefert. Intel und OLPC hatten eine Zusammenarbeit versucht, sind vor einigen Monaten aber im Streit getrennte Wege gegangen. Dabei soll der "Classmate" ein zentraler Konfliktpunkt gewesen sein. Die erste Generation des "Classmate"-PC hatte Intel seit vergangenem Jahr in Ländern wie Vietnam, Brasilien, Argentinien, Indonesien und Libyen für schätzungsweise 250 Dollar pro Stück vermarktet. Intel lässt den Rechner von Partnern bauen.

(dpa, N24)

08.04.2008 18:09 Uhr

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