Aus einem langen Umfragetief starten die Sozialdemokraten mit neuem Programm und Profil in das Wahljahr 2008. Als «linke Volkspartei» haben sie die «solidarische Mehrheit» der Bevölkerung im Visier. Dort konkurriert die SPD mit der Linken (Ex- PDS) und auch mit der CDU um soziale Themen.
In Hessen und Niedersachsen hofft die SPD auf eine Rückkehr an die Macht, obwohl sie in Umfragen dort wie bundesweit klar hinter der CDU liegt. Auch die Popularität von Parteichef Kurt Beck ist deutlich geringer als die der CDU-Vorsitzenden und Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Nach der Bundestagswahl 2005 wurde aus der Kanzlerpartei SPD der Juniorpartner einer großen Koalition. Bei drei der sechs nachfolgenden Landtagswahlen hatte sie zwar Stimmenverluste, musste aber nirgendwo Ministerämter abgeben. Zuletzt behauptete sie sich 2007 in Bremen als stärkste Partei und entschied sich für die Grünen und gegen den alten Partner CDU. Das beste Ergebnis waren 45,6 Prozent in Rheinland-Pfalz, wo Beck und seine Partei seit 2006 allein regieren.
Kampf gegen Mitgliederschwund
Die SPD stellt in vier weiteren Ländern den Ministerpräsidenten: In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg (große Koalitionen), in Bremen (Koalition mit den Grünen) sowie in Berlin (mit der Linken). In Sachsen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt stellt sie Minister in CDU-geführten Regierungen.
Der im Mai 2006 zum Vorsitzenden gewählte Kurt Beck konnte weder die Talfahrt in Umfragen noch den Mitgliederschwund stoppen. Als er antrat, hatte die Partei 578 000 Anhänger. Jetzt sind es 541 000.
(dpa)
14.01.2008 10:40 Uhr








