Schatten nicht gesehen

Murmeltier "Phil" macht Hoffnung auf Frühling

Bald kommt der Frühling: Verkündet jedenfalls das Murmeltier "Phil", denn es hat beim "Groundhog Day" im US-Staat Pennsylvania seinen eigenen Schatten nicht gesehen.

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"Phil" musste zum 125. Mal antreten. Bis dahin hatte er 98 Mal seinen Schatten gesehen und 15 Mal nicht.

Murmeltier "Phil" hat den wintermüden Amerikanern Hoffnung auf einen baldigen Frühling gemacht: Das Nagetier wurde am traditionellen "Groundhog Day" in der Ortschaft Punxsutawney im Staat Pennsylvania aus seinem Bau gezogen. Seine menschlichen Betreuer verkündeten vor tausenden Schaulustigen, "Phil" habe seinen Schatten nicht gesehen, das bedeutet, dass der Winter bald zu Ende geht.

Brauch seit 1886

Das Fest geht auf einen seit 1886 bestehenden Brauch zurück, der mit dem Film "Und täglich grüßt das Murmeltier" von 1993 neuen Auftrieb erhielt. Die eigentliche Wurzel des Mythos liegt bei deutschen Siedlern in den USA: Erwacht am katholischen Feiertag Mariä Lichtmess (2. Februar) ein Tier aus seinem Winterschlaf und wirft einen Schatten, bleibt es winterlich. Ist kein Schatten sichtbar, kommt der Frühling.

Zum 125. Mal musste "Phil" antreten

"Phil" zum 125. Mal antreten. Bis dahin hatte er 98 Mal seinen Schatten gesehen und 15 Mal nicht. Für die restlichen Jahre liegen keine Aufzeichnungen mehr vor. Dass er so häufig seinen Schatten sah, ist nicht verwunderlich angesichts des alljährlichen Rummels: Tausende Einwohner von Punxsutawney und Besucher aus dem Umkreis finden sich stets vor dem Murmeltierbau ein und feiern die ganze Nacht. Steckt "Phil" am Morgen dann tatsächlich die Nase raus, schalten Dutzende Kamerateams die Scheinwerfer ein. Notgedrungen wirft das Pelztier also einen Schatten.

(dapd, N24)

02.02.2011 14:37 Uhr

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