Schielendes Orakel

Oscar-Engagement für Opossum Heidi

Ein schielendes Opossum macht international Karriere. US-Fernsehsender ABC engagierte Medienstar Heidi aus dem Leipziger Zoo nun sogar als Orakel für die Oscar-Verleihung.

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Sieht Opossum Heidi etwa in die Zukunft? Der amerikanische Fernsehsender ABC hat Heidi zum Oscar-Orakel erkoren.
Video: "And the Oscar goes to …" - Opossum Heidi in neuer Rolle
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Der Leipziger Zoo jubiliert: Mit dem schielenden Oppossum Heidi hat der Tierpark eine echte Attraktion. So knuddelig wie Knut ist Heidi zwar nicht, doch auch Schauriges kann faszinieren. Wie einst ...
... der chinesische Schopfhund Sam, der seinen Titel als "hässlichster Hund der Welt" über Jahre verteidigte. Nachdem der Superstar unter den merkwürdigen Launen der Natur einem Herzleiden erlegen ist, wird verzweifelt nach einem Nachfolger gesucht.
Heißer Anwärter: Der Sternmull. Statt einer Nase trägt das Maulwurf-ähnliche Tier Tentakeln. Diese sind bei der Jagd ständig in Bewegung und ermöglichen ihm, Beute unter Wasser zu riechen und zu ertasten.
Die Attraktivität liegt offenbar in der Familie: Der ...
... Nacktmull pfeift auf Verhüllung seiner grotesken Erscheinung. Seine Kumpel scheint es ...
... nicht zu stören: Etwa zwei Meter unter der Erde lebt er in Gemeinschaft mit seinen Artgenossen, so ähnlich organisiert wie Bienen.
Von wegen "das wächst sich schon aus": Das gerade 26 Tage altes Erdferkel "Irma" wird auch ...
... als Große keinen Schönheitswettbewerb gewinnen.
Apropos Ferkel: Was passiert, wenn das gemeine Hausschwein auf ...
... ein zartes Bambi trifft? Das Ergebnis kann sich nur bedingt ...
... sehen lassen: Der vom Aussterben bedrohte Hirscheber, der im asiatischen Regenwald beheimatet ist, ernährt sich von Früchten, Pilzen, Blättern und Insektenlarven.
Und was, wenn der Gorilla im Nebel die Gattin mit einem ...
... Zebra verwechselt?
Zumindest optisch deutet beim Katta alles auf eine verhängnisvolle Affäre hin.
Der Katta ist eine Primatenart aus der Gruppe der Lemuren, die ...
... so manches possierliche Tierchen unter ihrem Familiennamen beherbergt. Zum Beispiel den Plumplori. Kein Wunder, dass der Kleine ...
... so traurig schaut: Die Tiere werden häufig gefangen, um ihr Fleisch zu verzehren. Alle Körperteile werden für die Herstellung traditioneller asiatischer Arzneien verwendet.
Ob der gute alte Storch einmal einen Abstecher ins Wasser gemacht hat? Zumindest sieht ...
... der chinesische Flussdelfin doch ...
... ein wenig anders aus, als seine Flipper-Kollegen.
Auch nicht gerade eine Schönheit ist das Fingertier: Besonders der Mittelfinger ist knochig, dünn und sehr lang. Doch sein Aussehen schert ...
... das nachtaktive Tier wenig. Schließlich lassen sich mit langen Gliedern wunderbar Baumrinden durchlöchern und Käferlarven jagen.
Der Nasenbär setzt seinen optischen Nachteil zur Futterjagd ein. Nur an manchen Tagen hat der ...
... Fleischfresser Zweifel an seinem Erscheinungsbild.
Ein Fall für Trennkost: Der Seeelefant kann bis zu 6,5 Meter lang und 3.600 Kilogramm schwer werden. Auch wenn die größte Robbe der Welt unter Wasser flink und wendig ist, an Land macht sie eine eher schwerfällige Figur.
Manche Tiere sehen zwar harmlos aus, haben aber sonst eine ganz schöne Macke: Der Koala-Bär ist eigentlich ein Faultier - und schläft mindestens 20 Stunden am Tag.
Im Stehen pinkeln? Für viele nicht ungewöhnlich - würde der Panda dabei nicht bevorzugt auf den Händen stehen.
Manchmal sind aber auch nur die Namensgeber einer Tierart besonders kreativ: Proceratium google zum Beispiel ist eine Ameisenart aus Madagaskar -benannt nach der Suchmaschine von Google Inc.
"Eroticoscincus" ist die Gattungsbezeichnung einer australischen Echsenart, dem Skink - übersetzt heißt das Tier „sexy Skink“.
Video: Heidi bei Oscars? - Große Bühne für schielendes Opossum

Heidi goes Hollywood: Das schielende Opossum aus dem Leipziger Zoo bekommt einen Auftritt in der Oscar-Nacht. Der US-Fernsehsender ABC will die mittlerweile international bekannte Beutelratte in die Berichterstattung der "Jimmy Kimmel Live!"-Show über die Oscar-Verleihung einbinden, wie der Zoo mitteilte. Heidi soll dabei ähnlich dem berühmten Tintenfisch-Orakel Paul, das bei der Fußball-WM 2010 alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft richtig vorhergesagt hatte, ihren Favoriten aus den jeweiligen Kategorien wählen.

Die Strapazen eines Übersee-Trips bleiben Heidi aber erspart. Die Dreharbeiten mit dem Opossum finden im Leipziger Zoo statt. Über Einzelheiten wurde Stillschweigen vereinbart. "Wir haben unsere Entscheidung lange abgewogen. Uns war von Anfang an wichtig, das Wohl des Tieres sicherzustellen", erklärte Zoodirektor Jörg Junhold. Die Oscars werden am 27. Februar in Los Angeles verliehen.

Berühmt wurde Heidi durch ihren markanten Silberblick, der wahrscheinlich durch ihr Übergewicht verursacht wurde. Offenbar haben Fetteinlagerungen hinter den Augen die Augäpfel etwas aus den Höhlen gedrückt und das Schielen verursacht. Nach ihrer Ankunft im Leipziger Zoo im vergangenen Mai wurde Heide auf Diät gesetzt, damit sie insgesamt fitter wird.

Opossum hat Spendierhosen an

Für Zoobesucher ist Heidi noch gar nicht zu sehen. Gemeinsam mit zwei anderen Opossums soll sie in die neue Tropenhalle Gondwanaland einziehen, die am 1. Juli eröffnet wird. Die nachtaktiven Tiere, die vier bis fünf Jahre alt werden, sind bislang im rückwärtigen Bereich des Zoos untergebracht.

Fotos der schielenden Beutelratte hatten dafür gesorgt, dass Heidi im vergangenen Jahr international zu einer gewissen Berühmtheit gelangte. Inzwischen gibt es Heidi sogar als Plüschtier. Nach Angaben des Zoos kommen alle Einnahmen im Zusammenhang mit dem Opossum Artenschutzprojekten zugute. Auch der Sender ABC wird demnach dafür spenden.

(AFP, N24)

11.02.2011 22:05 Uhr

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