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Science-Fiction-Komödie "Iron Sky"

Hitlers Nachkommen wohnen auf dem Mond und greifen die Welt an. Die schräge Komödie "Iron Sky" ist abgedreht und geht in die Post-Production. Der Streifen hat schon jetzt viele Fans.

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Die finnischen Filmemacher Timo Vuorensola und Samuli Torssonenhat haben sich zusammengetan und verfilmen gerade eine wahrlich abgefahrenen Geschichte: ...
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs gelingt es Nazi-Wissenschaftlern von einem geheimen Stützpunkt in der Antarktis namens ...
... "Neuschwabenland" (nicht zu verwechseln mit dem Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg), Nazi-Raumschiffe 1945 ins All zu schicken.
Auf der Rückseite des Mondes gründen sie die Militärbasis "Schwarze Sonne". Die Mission der Basis: Eine mächtige Landungsflotte bauen, ...
... die irgendwann auf die Erde zurückkehren und diese erobern soll. Im Jahr 2018 ist es schließlich soweit, die Mond-Nazis ...
... machen sich daran, die Erde zu erobern. Gleichzeitig planen die USA, zum ersten Mal seit den 1970er Jahren wieder eine bemannte Mondlandung durchzuführen.
Die Konfrontation scheint unvermeidlich, es droht der Weltuntergang. Die Hauptfiguren des Films sind ...
... der fanatische Mond-Nazi-Offizier Klaus Adler, gespielt von Götz Otto, ...
... die hübsche aber gefährliche Nazi-Blondine (darf natürlich in keinem Nazi-Film fehlen) Renate Richter, gespielt von Julia Dietze, ...
... sowie James Washington, gespielt von Christopher Kirby. Er ist ein afro-amerikanischer Astronaut, der den Mond-Nazis in die Hände fällt.
"Beim ersten Durchlesen des Drehbuchs dachte ich: Hä? Beim zweiten Mal dachte ich: Was? Beim dritten Mal dachte ich: Diese schrägen Typen musst du kennenlernen", so Kirby.
Götz Otto meinte über sein neuestes Filmprojekt: "So eine Idee kann nur von einem Finnen stammen". Mit von der Partie in "Iron Sky" sind außerdem ...
... Udo Kier als Mond-Nazi-Führer Wolfgang Kortzfleisch, ...
... Stephanie Paul als Präsidentin der USA, ...
... Michael Cullen als amerikanischer Verteidigungsminister ...
... und Tilo Prückner als Nazi-Wissenschaftler Dr. Richter.
Die Dreharbeiten haben am 17. November 2010 in Frankfurt am Main begonnen. Nach einer Weihnachtspause wird ab Januar 2011 ...
... in Australien weitergedreht. Für die Postproduktion ist ein Jahr vorgesehen. Gegen Ende 2011 soll der Film dann fertig sein.
Die Original-Fassung von "Iron Sky" wird auf Englisch sein. Ein weltweiter Vertrieb über Kinos und das Internet ist vorgesehen.
Das besondere an "Iron Sky" ist vor allem die Ausnutzung des Internets. So gehört die Produktion zu einer neuen Art von Filmen, ...
... die in Zusammenarbeit mit Online-Communities entstehen. Über die Website "Wreck-a-Movie" können Interessierte mit ihren Ideen dem Filmteam weiterhelfen.
Aber auch in Sachen Logistik hilft das Internet. Als dem Film-Team ein paar hundert Komparsen fehlten, rotteten diese sich nach einem Internet-Aufruf spontan zusammen.
Fans können sich außerdem finanziell an "Iron Sky" beteiligen: Ab 1000 Euro kann man Anteile an dem Film kaufen. Wird er ein Erfolg, gibt es auch Gewinne zurück.
Knapp 400.000 Euro sind auf diese Weise schon zusammengekommen. Laut Produktion sollen es rund eine Million werden. Insgesamt beträgt das Budget knapp sieben Millionen Euro.
Finanziert wird der Film zudem über „War Bonds“, bestehend aus vorab bezahlten Fanartikeln mit DVD und lustigen Mond-Nazi-Items ...
... wie z.B. T-Shirts, Mützen, Plakaten, und Aufnähern „Gegen Raumnazis“. Letzterer ist für drei Euro im Webshop zu haben.
Regisseur Timo Vuorensola ist einer der wichtigsten Vertreter des online-affinen Kinos. Vor einigen Jahren dreht er mehrere Folgen einer Raumschiff-Enterprise-Verarsche und stellte diese ins Internet.
„Star Wreck: In the Pirkinning“, so der Name des letzten und aufwändigsten Teils, wurde weltweit bisher acht Millionen mal heruntergeladen. Vor wiederum einigen Jahren hatten er ...
... und seine Kumpels beim Bier zwischen den Saunagängen die Idee, einen Film über Nazis auf dem Mond zu machen - die Geburtsstunde von "Iron Sky".
Video: Bitterböse Nazi-Parodie - 'Iron Sky' - Interaktive Komödie
Video: Sci-Fi-Komödie "Iron sky" - Nazi-Ufos bedrohen die Welt
Video: "Iron Sky" - Ungewöhnliche Film-Spendenaktion

Die Nazis haben nach dem Zweiten Weltkrieg nicht kapituliert, sie zogen sich nur zurück, um ihre Truppen neu zu formieren - und zwar auf dem Mond. Das behauptet jedenfalls Regisseur Timo Vuorensola in seinem Film "Iron Sky". Im offiziellen Blog des Filmteams gab er am 6. Februar bekannt, dass die Dreharbeiten vorbei sind. Nach 37 Drehtagen geht der schräge Streifen jetzt in die Post-Production.

Die Geschichte klingt skurril, die Zuschauer können sich auf schwarzen Humor gefasst machen: Vom geheimen Stützpunkt "Neuschwabenland" in der Antarktis starteten 1945 Raumschiffe Richtung Mond ins All. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges planen sie auf der Rückseite des Mondes in der Militärbasis "Schwarze Sonne" eine mächtige Landungsflotte zu bauen. Sie bereiten sich vor, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Bereits 2018 wollen sie den Versuch starten.

Fans tragen zum Film bei

Neben der schrägen Geschichte hat der Film noch andere Besonderheiten zu bieten: Fans und Interessierte können interaktiv an der Produktion teilhaben, mit ihren Ideen oder mit ihrem Geld. Das Team ist im wöchentlichen Kontakt mit über 150.000 Fans über die Homepage, Facebook oder über ihren Blog. Auf der Seite Wreckamovie.com konnten Interessierte ihre Ideen direkt an das Filmteam richten.

Ari-Petteri Pisiläs ist zum Beispiel der Meinung, in einer Szene aus dem All müsse unbedingt eine rotierende, deutsche Bierflasche zu sehen sein. Im Hintergrund könne "Twinkle, Twinkle Little Star" laufen, so der Vorschlag. Viele andere "Social Media"-Ideen flossen bereits in den Film ein.

Finanzierung über Fanartikel

Die ersten fünf Minuten des Films sind jetzt schon im Internet für einen Euro zu sehen. Von den 6,8 Millionen Euro Budget sollte eine Million aus "War Bonds" kommen. Im Vorhinein wurden Fanartikel rund um den Nazi-Streifen verkauft. Außerdem können Anteile erstanden werden, allerdings erst ab einem Preis von 1000 Euro.

Wer jetzt schon gespannt ist muss sich allerdings noch ein wenig gedulden. Erst Ende des Jahres wird der Streifen fertiggestellt sein. Im Blog lässt sich verfolgen, wie weit die Produktion fortgeschritten ist. Erst im Kino wird sich jedoch zeigen, welche Ideen der Fans wirklich umgesetzt wurden. Vielleicht kann man ja irgendwo im All eine rotierende, deutsche Bierflasche sehen.

(N24)

12.02.2011 17:39 Uhr

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