Hitlers Nachkommen wohnen auf dem Mond und greifen die Welt an. Die schräge Komödie "Iron Sky" ist abgedreht und geht in die Post-Production. Der Streifen hat schon jetzt viele Fans.
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Die Nazis haben nach dem Zweiten Weltkrieg nicht kapituliert, sie zogen sich nur zurück, um ihre Truppen neu zu formieren - und zwar auf dem Mond. Das behauptet jedenfalls Regisseur Timo Vuorensola in seinem Film "Iron Sky". Im offiziellen Blog des Filmteams gab er am 6. Februar bekannt, dass die Dreharbeiten vorbei sind. Nach 37 Drehtagen geht der schräge Streifen jetzt in die Post-Production.
Die Geschichte klingt skurril, die Zuschauer können sich auf schwarzen Humor gefasst machen: Vom geheimen Stützpunkt "Neuschwabenland" in der Antarktis starteten 1945 Raumschiffe Richtung Mond ins All. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges planen sie auf der Rückseite des Mondes in der Militärbasis "Schwarze Sonne" eine mächtige Landungsflotte zu bauen. Sie bereiten sich vor, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Bereits 2018 wollen sie den Versuch starten.
Fans tragen zum Film bei
Neben der schrägen Geschichte hat der Film noch andere Besonderheiten zu bieten: Fans und Interessierte können interaktiv an der Produktion teilhaben, mit ihren Ideen oder mit ihrem Geld. Das Team ist im wöchentlichen Kontakt mit über 150.000 Fans über die Homepage, Facebook oder über ihren Blog. Auf der Seite Wreckamovie.com konnten Interessierte ihre Ideen direkt an das Filmteam richten.
Ari-Petteri Pisiläs ist zum Beispiel der Meinung, in einer Szene aus dem All müsse unbedingt eine rotierende, deutsche Bierflasche zu sehen sein. Im Hintergrund könne "Twinkle, Twinkle Little Star" laufen, so der Vorschlag. Viele andere "Social Media"-Ideen flossen bereits in den Film ein.
Finanzierung über Fanartikel
Die ersten fünf Minuten des Films sind jetzt schon im Internet für einen Euro zu sehen. Von den 6,8 Millionen Euro Budget sollte eine Million aus "War Bonds" kommen. Im Vorhinein wurden Fanartikel rund um den Nazi-Streifen verkauft. Außerdem können Anteile erstanden werden, allerdings erst ab einem Preis von 1000 Euro.
Wer jetzt schon gespannt ist muss sich allerdings noch ein wenig gedulden. Erst Ende des Jahres wird der Streifen fertiggestellt sein. Im Blog lässt sich verfolgen, wie weit die Produktion fortgeschritten ist. Erst im Kino wird sich jedoch zeigen, welche Ideen der Fans wirklich umgesetzt wurden. Vielleicht kann man ja irgendwo im All eine rotierende, deutsche Bierflasche sehen.