Deutschland-Premiere

"The King's Speech" kommt bei Berlinale gut an

Im Rahmen der Berlinale hat der viel gelobte Streifen "The King's Speech" Deutschland-Premiere gefeiert. Das Publikum bedachte den Film mit minutenlangem Applaus.

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Colin Firth ist der Mann der Stunde. Seine Rolle als stotternder König brachte dem Schauspieler viel Lob ein.
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Colin Firth auf der Überholspur: Als stotternder König in "The King`s Speech" räumte er nicht nur bei den Golden Globes ab, ...
...sondern auch bei den "17th Screen Actors Guild Awards", der höchsten Auszeichnung der US-Regisseure.
Geoffrey Rush konnte sich auch freuen. Er wurde für seine Rolle als Sprachtrainer als Bester Nebendarsteller ausgezeichnet.
"The King's Speech" räumt derzeit einen Preis nach dem anderen ab und ist neben "Black Swan" auch Oscarfavorit. Die wahre Geschichte des stotternden Königs hat schon jetzt viele Anhänger und Fans gefunden.
Seit seiner Kindheit leidet der Sohn des britischen König George V. an einem schweren Stottern. Auch seine erste große Rede 1925 im Wembley-Stadion, die auch noch live im Radio übertragen wird, endet im Desaster.
Mit zahllosen Experimenten und Therapieansätzen, haben die verschiedensten renommierten Ärzte versucht, Bertie zu heilen, doch alle Methoden blieben erfolglos. Er beschließt keine weiteren Behandlungen über sich ergehen zu lassen.
Doch hinter seinem Rücken nimmt seine Frau Queen Elizabeth (Helena Bonham Carter) die Sache in die Hand und besucht inkognito den Sprachtherapeuten Lionel Logue.
Logue ist ein energiegeladener, sehr direkter Australier, der überzeugt ist dem Sohn des Königs helfen zu können. Seine Bedingungen sind allerdings klar: Wie alle anderen Patienten auch, muss Bertie für die Behandlung in Logues Büro kommen.
Zuerst ist Bertie gar nicht überzeugt von Logues eigenartiger Herangehensweise. Er soll aus seinem privaten Leben erzählen und Shakespeare-Passagen vorlesen.
Nach anfänglichem Streit, kann Bertie erste Erfolge verbuchen, auch wenn das Stottern noch nicht ganz weg ist. Das Vertrauen zwischen den Männern wächst und langsam aber sicher entwickelt sich eine starke Freundschaft.
Nach dem Tod seines Vaters und der Abdankung seines Bruders Edward VIII. (GUY PEARCE), wegen dessen Liebe zur geschiedenen Bürgerlichen Wallis Simpson, wird Bertie unter dem Namen George VI. 1936 unerwartet zu Englands neuem König.
Öffentliche Auftritte und Radioansprachen lassen sich fortan noch weniger umgehen als zuvor und nicht zuletzt erhöht der drohende Krieg den Druck auf den schüchternen Regenten.
Die Zusammenarbeit und die Freundschaft mit Logue hilft Bertie dabei erheblich. Doch kurz vor der offiziellen Krönung stellt eine unerwartete Enthüllung das gegenseitige Vertrauen und damit auch Berties Kampf gegen das Stottern auf die Probe.
Drehbuchautor David Seidler litt als Kind ebenso an einem schweren Stottern. So wurde George VI., der stotternde König, der zum öffentlichen Sprechen gezwungen war, ein Kindheitsheld und Vorbild für David – und die Inspiration für den Film.
Ob "The King's Speech" auch gut genug für einen Oscar ist, wird sich am 27. Februar zeigen.
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Modisch eher schlicht zeigten sich die Schauspielerin Jasmin Tabatabei und ihr Freund Andreas Pietschmann. Im Partnerlook kamen beide im schwarzen Smoking.
Heike Makatsch bevorzugte ebenfalls einen souveränen Auftritt. Auf der Premiere des Films "Coriolanus" trug sie sehr zeitgemäß einen schwarzen Blazer über dem kleinen Schwarzen.
In einem raffiniert geschnittenen schwarzen Mantel zeigte sich auch Anna Loos an der Seite ihres Mannes, dem gut gelaunten Jan Josef Liefers.
Einen eleganten Auftritt auf dem roten Teppich hatte Hannah Herzsprung zur Premiere des Films "The Future".
Ornella Muti wagte bereits etwas mehr. Gut blondiert und mit tiefem Dekolté überraschte das Kleid des internationalen Stars durch seine asymmetrische Verarbeitung.
Ausgesprochen vergnügt zeigte sich Jens Lehmanns Frau Conny. Mit ihrem atemberaubenden schulterfreien Kleid zog sie die Blicke der Männer auf sich.
Ihrem Namen alle Ehre machte Florentine Weiss. Mit tiefem Rückenausschnitt und Orchideen im Haar verführte sie die Fotografen auf der Cinema for Peace Gala.
Begleitet von Nedad Drubniak zog es auch Tanja Buelter zu den helleren Tönen. Ihr cremefarbenens Bustierkleid war nach unten außen gestellt und mit Rüschen aus Spitze bestickt.
Esther Schweins trug ein Kleid der gleichen Farbfamilie, bevorzugte aber ein schlichteres Design. Ihr Kleid mit hohem Beinausschnitt ließ tief blicken.
Einige Stars unterstützten in diesem Jahr bewusst kleinere Labels. So verteilte Schauspielerin Jeanette Hain ("Poll") auf der Cinema for Peace Gala Kärtchen von Designerin Andrea Schelling.
Model Barbara Meier kam in einer roten Abendrobe von Stephan Pelger. Die Halbwertszeit der glamourösen Roben ist allerdings kurz: "Das Kleid gebe ich zurück", sagte die 24-Jährige. "Ein zweites Mal kann ich es nicht tragen."
Regisseurin Miranda July offenbarte unterdessen ein Faible für ausgefallene Strumpfhosen. Zur Premiere ihres Wettbewerbsbeitrags "The Future" kam sie im schwarzen, fast durchsichtigen Spitzenkleid - und einer roten Strumpfhose.
Auch in einer blauen Strumpfhose mit weißem Wellenmuster wurde sie gesichtet.
Die deutsche Unternehmerin und Rallyefahrerin Heide Hetzer trug ihre Leidenschaft als Handtasche mit sich herum. Damit reiht sie sich in die Liste der verrückt gekleideten Berlinale-Gäste ein.
Schauspielerin Katharina Thalbach kam im gepunkteten Regenmantel und gleich zwei Pünktchenkrawatten zur Premiere der Einwandererkomödie "Almanya - Willkommen in Deutschland".
Ein ausgefallenes Bild gaben auch Michel Comte und dessen Frau auf der Cinema for Peace Gala ab. Sie im weißen Pelz und er in Pluderhose. Ein Modefotograf und sein Frau - die dürfen das.
An einem etwas zweifelhaften Trend kommen anscheinend die Wenigsten vorbei: Pelz. Auch die Pop-Diva Madonna hat sich für ihren Berlin-Besuch in einen warmen langen Mantel mit Pelzkragen gehüllt.
Video: Oscar-Nominierungen - "The King's Speech" ganz vorn

Begeistert und mit minutenlangen Ovationen hat das Berlinale-Publikum die Deutschland-Premiere des britischen Films "The King's Speech" gefeiert. In einer Sondervorführung wurde das für zwölf Oscars nominierte Werk von Regisseur Tom Hooper im Friedrichstadt-Palast während der Filmfestspiele außer Konkurrenz gezeigt. Die minutenlangen Ovationen und Bravo-Rufe galten vor allem den beiden Hauptdarstellern Colin Firth und Helena Bonham Carter, die den Film selbst in Berlin vorstellten. Er läuft an diesem Donnerstag (17. Februar) in den deutschen Kinos an.

Zu den Premierengästen gehörten auch Außenminister Guido Westerwelle (FDP), der die Filmcrew vor der Vorstellung begrüßte, Kultur-Staatsminister Bernd Neumann (CDU) und der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier. Auch die deutsche Film-Prominenz war mit Iris Berben, Katja Riemann oder Heino Ferch vertreten.

Colin Firth in der Rolle des stotternden britischen Königs Georg VI., der mit Hilfe des unorthodoxen australischen Therapeuten Lionel Logue gegen seine Sprachbehinderung ankämpft, ist für einen Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert. Firth rühmte die Berlinale als "unglaubliches Festival", bei dem er schon mehrmals zu Gast gewesen sei. Das Publikum sei wundervoll, so der Brite.

Originalzitate aus Tagebuch

Regisseur Hooper erinnerte an die Entstehungsgeschichte des Drehbuchs von David Seidler, der selbst als Kind gestottert habe. Sozusagen als Therapie hörte er die Radioansprachen von König Georg IV, der seinem Volk im Zweiten Weltkrieg Mut zusprach und zum Widerstand gegen Nazi-Deutschland aufrief. Dieser König, der durch eisernen Willen und mühevolles Üben sein Stottern überwand, sei für David zu seinem Helden und Vorbild geworden und habe ihn zu dem Drehbuch inspiriert.

Später habe Seidler durch Familienangehörige von Logue Zugang zu einem Tagebuch über die Sprachtherapie des Königs erhalten und Originalzitate der beiden in das Drehbuch eingeflochten. Den König und Logue habe eine lebenslange Freundschaft verbunden.

(dpa, N24)

17.02.2011 07:18 Uhr

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