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Traum der Menschheit

50 Jahre bemannte Raumfahrt

Am 12. April 1961 startete Juri Gagarin als erste Mensch ins All. Seither sind ihm viele gefolgt: die spektakulärsten Augenblicke in der Geschichte der bemannten Raumfahrt.

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«Der erste Mensch im Weltraum!» - mit diesen einfachen Worten verkündet die kommunistische Presse der Sowjetunion am 12. April 1961 kühl ein Ereignis, das die ganze Welt bewegte. Vor 50 Jahren flog Juri Gagarin um 9:07 Uhr Moskauer Zeit mit...
...einer "Wostok"-Rakete ab.
Im vollen vollen Bewusstsein, dass der Flug auch tödlich enden kann, rief Gagarin beim Start "Los geht's!". 108 Minuten später, um 10:55 Uhr landet...
...der "Kolumbus des Kosmos", wie ihn die Zeitungen damals bejubelten, unbeschadet in dem Gebiet Saratow.
Erst 1969 konnten die USA im Wettrennen um die Eroberung des Weltraums mit der Apollo 11 einen echten Coup erringen: Als erster Mensch...
...betrat Neil Armstrong den Mond und sprach den legendären Satz: "Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein...
...großer Sprung für die Menschheit." Das nächste große Ziel ist eine bemannte Expedition...
...zum Mars. Die Vorbereitungen für eine Marsmission sind bereits im vollen Gange. Zur Zeit findet in einem Moskauer Labor...
...das Experiment "Mars 500" statt. Dort werden sechs von der Außenwelt isolierte Freiwillige den Flug zu unserem Nachbarplaneten simulieren.
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"Ich bin in den Weltraum geflogen, aber Gott habe ich dort nicht gesehen." Diese Worte wurden Juri Gagarin...
... von der Sowjetpropaganda in den Mund gelegt, nachdem...
... er am 12. April 1961 als erster Mensch die Erde umkreiste.
Die NASA sah sich nach diesem Gagarin-Schock in Zugzwang. US-Präsident John F. Kennedy verkündete am 25. Mai 1961: "Jetzt ist es Zeit...
...für ein großes, neues amerikanisches Vorhaben. (...) Ich glaube, diese Nation sollte es sich zum Ziel setzen, ...
...noch vor Ende dieses Jahrzehnts einen Menschen auf dem Mond zu landen und sicher zur Erde zurückzubringen."
8 Jahre später startete die Besatzung die Apollo-11-Astronauten Neil A. Armstrong, Michael Collins und Edwin E. Aldrin (V. l. n. r.) zum Mond...
Neil Armstrong betrat am 20. Juli 1969 als erster Mensch den Mond und kommentierte dieses Ereignis...
...mit den legendären Worten: "Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, ...
...aber ein großer Sprung für die Menschheit." Er hinterließ eine Gedenkplatte mit...
...den Worten: "Hier setzten Männer vom Planeten Erde erstmals einen Fuß auf den Mond. Juli 1969. Wir kamen in Frieden für die gesamte Menschheit."
Über eine halbe Milliarde Menschen verfolgten dieses historische Ereignis live am Fernseher.
"Houston, wir haben ein Problem." So meldete der Apollo-13-Astronaut John Swigert am 13. April 1970 die Explosion eines Sauerstofftanks an das Nasa-Kontrollzentrum.
Der erste westdeutsche Astronaut Ulf Merbold sagte: "Für mich stand fest: Wer ins All fliegt, kann keine Pfeife sein", kurz bevor er den...
...DDR-Kosmospionier Sigmund Jähn...
...im Jahre 1984 zu ersten Mal traf.
Kurz vor dem Start der Raumfähre Columbia am 16. Januar 2003...
...sagte der israelische Astronaut Ilan Ramon: "Die Chancen für einen Unfall im Weltraum sind...
...sehr gering. Was die Sicherheit betrifft, mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Sorry, aber ich habe keine Angst."
Beim Wiedereintritt in die Atmosphäre brach die Columbia auseinander...
...und die gesamte Crew starb innerhalb von Sekunden. Nach dem Absturz der Raumfähre am 1. Februar 2003...
...übermittelt George W. Bush die schreckliche Nachricht: "Die Columbia ist verloren. Es gibt keine Überlebenden."
Bei der Gedenkfeier trauerte der ehemalige US-Präsident mit den Angehörigen der verstorbenen Besatzung.
Das Denkmal für die verunglückten Columbia-Atsronauten.
1958: Die erste Mond-Sonde der USA explodiert gemeinsam mit der Trägerrakete schon 77 Sekunden nach dem Start, auch die Raketen "Pioneer" 1, 2 und 3 versagen, erst Pioneer 4 ist erfolgreich. Auf dem Bild ist Wernher von Braun an einer Karte zu sehen.
1960: Hauptmarschall Nedelin umgeht bei der Entwicklung der ersten sowjetischen Interkontinentalrakete viele Sicherheitsvorkehrungen. Durch ein Versehen werden die Triebwerke gezündet, die Explosion tötet ihn und 125 Personen.
1965: Ein unbemanntes russisches Raumschiff wird in die Umlaufbahn geschossen. Zwei Bodenstationen senden gleichzeitig Funkbefehle wodurch die Bremsraketen gezündet wurden. Die Rotation löst den Selbstzerstörungsmechanismus aus.
1966: Die zweite Sojus Kapsel soll zu einem unbemannten Testflug gestartet werden. 27 Minuten nach Abbruch des Startvorgangs, während des Enttankens, zündet der Rettungsturm, worauf die Rakete in Brand gerät und kurz darauf explodiert. Eine Person stirbt.
Januar 1967: An Bord einer Apollo-Kommandokapsel bricht während einer Startsimulation der auf dem Starttisch stehenden Rakete Feuer aus. Die drei Astronauten (v.l.n.r.) Roger B. Chaffee, Edward H. White und Virgil Grissom sterben.
April 1967: Beim Wiedereintritt von Sojus 1 treten im Orbit Stabilisationsprobleme auf. Bei der Landung versagen Haupt-, Reserve- und Hilfs-Schirm, die Landekapsel stürzt ab. Der Kosmonaut Vladimir Komarov stirbt beim Aufprall.
November 1967: Der Pilot eines amerikanisches Raketenflugzeug verliert in 80 km Höhe die Kontrolle über das Flugzeug, es zerbricht beim Wiedereintritt in die Atmosphäre, der Pilot stirbt. Auf dem Bild ist Neil Armstrong 1960 zu sehen.
1970: Bei der geplanten Mondlandung von Apollo 13 explodiert nach 56h einer der beiden Sauerstofftanks an Bord. Mit Hilfe zahlreicher improvisierter Reparaturen und unter Ausnutzung der Mondgravitation kehren die 3 Astronauten lebend zur Erde zurück.
Juni 1971: Bei der Landung der Rückkehrkapsel des Raumschiffs Sojus 11 öffnet sich ein Frischluftventil zu früh und die Atemluft entweicht. Da die drei Kosmonauten noch ohne Druckanzüge fliegen, ersticken sie nach wenigen Sekunden.
März 1980: Beim Auftanken einer Rakete kommt es auf der Startrampe in der sowjetischen Raumfahrtbasis Plessezk zu einer Explosion, 48 Menschen werden getötet.
September 1983: Während des Starts gerät die Trägerrakete von Sojus T-10-1 auf dem Starttisch in Brand und explodiert. Das Raumschiff mit den Kosmonauten wird durch das automatisierte Rettungssystem von der Rakete gezogen, die Besatzung bleibt unverletzt.
Januar 1986: 73 Sekunden nach dem Start in 15 Kilometer Höhe .....
... explodiert die Raumfähre "Challenger" ...
... alle sieben Besatzungsmitglieder kommen ums leben. Es ist die bis dahin schwerste Katastrophe in der amerikanischen Raumfahrtgeschichte. Grund für die Explosion war das Versagen eines oder mehrer Dichtungsringe in einer der seitlichen Feststoffraketen
Januar 1995: Eine chinesische Trägerrakete vom Typ „CZ-2E“ stürzt nach dem Start ab. Trümmer töten 20 Bewohner eines Dorfes.
Februar 1996: Wenige Sekunden nach dem Start vom Raumfahrtzentrum Xichang kommt eine chinesische Rakete vom Kurs ab ...
... und schlägt in ein nahes Dorf ein und explodiert. China spricht offiziell von 6 Toten, inoffizielle Quellen sprechen von bis zu 500 Toten.
Oktober 2002: Eine Sojus-U-Rakete stürzt nur Sekunden nach dem Start in Plessezk zurück auf die Startplattform und explodiert. Ein Soldat wird durch die Explosionsdruckwelle in einem benachbarten Gebäude getötet.
Februar 2003: Beim Start der amerikanischen Raumfähre Columbia werden einige Kacheln des Hitzeschildes beschädigt. Das führt bei der Rückkehr und Wiedereintritt in die Atmosphäre zur Zerstörung der Raumfähre, ...
... sechs amerikanische und ein israelischer Astronaut sterben.
August 2003: Eine schwere Explosion einer Rakete der brasilianischen Weltraumbehörde zerstört im Norden Brasilliens eine zehn Stockwerke hohe bewegliche Montagestruktur. 21 Menschen starben, als eines der vier Triebwerke der Rakete unbeabsichtigt ...
... zündete und die gesamte Rakete zur Explosion brachte. Die Explosion verursachte ein Feuer im nahegelegenen Dschungel und erzeugte eine große Rauchwolke. Es war der dritte Versuch der Brasilianer, eine Rakete eigener Bauart in den Orbit zu starten.
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In einem Moskauer Forschungslabor findet ein außergewöhnliches Experiment statt. Sechs Astronauten simulieren in einem speziellen Container eine Reise zum Mars und leben dabei für anderthalb Jahre in völliger Isolation.
Alleine bei der ESA bewarben sich für dieses Projekt 300 Kandidaten von denen es vier in die engere Auswahl schafften. Mit dabei ist auch...
...der deutsche Oliver Knickel.
Lediglich drei Quadratmeter groß sind die Einzelzimmer der Teilnehmer. Neben einem einem Bett ist jeder Bereich...
...mit einem Stuhl und einem Tisch ausgestattet. Der Tagesablauf ist strikt organisiert und die Crew arbeitet fast den gesamten Tag...
...auf engsten Raum zusammen. Dabei werden die Astronauten wie bei einer realen Mission zahlreiche Experimente durchführen und müssen sich regelmäßig gesundheitlichen Tests unterziehen.
Das Forschungslabor bietet für die Crew zusätzlich einen Gemeinschaftsraum, einen Sport- und einen Medizinbereich. Sobald die virtuelle Reise zum Mars abgeschlossen ist, werden die Astronauten 30 Tage lang...
...den Aufenthalt auf der Marsoberfläche trainieren. Unter möglichst realen Bedingungen soll das Team auf den Ernstfall vorbereitet werden. Bei ihren Außeneinsätzen werden sie...
...von einem eingerichteten Control-Center ständig überwacht und mit Anweisungen versorgt. Dieser Kommunikation ist wie bei einer realen Mission der einzige Kontakt zur Außenwelt.
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(N24)

11.04.2011 22:20 Uhr

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