In Niedersachsen ist auf zahlreichen Rechnern ein gefährlicher Computervirus aufgetaucht. Der PC-Schädling gibt sich als BKA-Programm aus und fordert zu einer Geldzahlung auf.
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Das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen warnt vor einem gefährlichen Computervirus. Der aggressive Virus, der sich in dem Bundesland verbreitet, sperrt Computer und fordert die Opfer per "uKash" zu einer Geldzahlung auf, damit sie den Computer wieder nutzen können, wie LKA-Sprecher Frank Federau am Donnerstag mitteilte. Bereits 40 Anzeigen seien bei den niedersächsischen Polizeidienststellen eingegangen.
Durch die Software erscheint ein Pop-Up-Fenster auf dem Bildschirm. Der darin erscheinende Text täuscht dem Nutzer vor, dass er mit seinem Computer an strafbaren Handlungen, etwa mit der Verteilung kinderpornografischen Materials sowie dem Versand von E-Mails mit terroristischem Hintergrund, beteiligt gewesen sein soll. Der Computer sei deswegen gesperrt worden. Zu sehen sind auch das Logo der Bundespolizei und des Bundeskriminalamtes (BKA). Zur Entsperrung soll der Benutzer schließlich innerhalb von 24 Stunden eine Strafe in Höhe von 100 Euro per "uKash" überweisen. Ansonsten würde die Festplatte gelöscht, heißt es.
Nach LKA-Angaben ist weder das BKA noch die Bundespolizei Urheber der Meldung. Polizeibehörden nutzten in keinem Fall Pop-Up-Fenster, in denen zur Zahlung bestimmter Beträge aufgefordert werde. Das LKA empfiehlt zum Schutz des Rechners, die Anti-Viren-Software auf dem Computer immer auf dem aktuellen stand zu halten. Die Sicherheitsbehörden prüfen derzeit noch, wie der Computer wieder von dem Virus bereinigt werden kann.