Gefährlicher Virus

LKA warnt vor falschem BKA-Popup

In Niedersachsen ist auf zahlreichen Rechnern ein gefährlicher Computervirus aufgetaucht. Der PC-Schädling gibt sich als BKA-Programm aus und fordert zu einer Geldzahlung auf.

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Ein in Niedersachsen aufgetauchter neuer Computervirus will die Internetnutzer um Geld erleichtern.
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Gestohlene Musikdateien, Nachfotos im Internet, Lügen auf der Facebook-Seite: Viele Promis sind ...
... in den vergangenen Jahren Opfer von Hackern geworden, mit teils sehr unangenehmen Folgen. So hatten ...
... im Jahr 2010 zwei deutsche Jugendliche private Dateien von Lady Gaga, Justin Timberlake, Kesha ...
... Rihanna und Kelly Clarkson gestohlen. Mit dabei waren unveröffentlichte Songs und teils freizügige Privatfotos.
Viele der gestohlenen Dateien landeten im Internet - die beiden Täter vor Gericht. Sie sollen einen fünfstelligen Schaden verursacht haben.
Den amerikanischen Rapper Kanye West ließen Hacker über seine Twitter-Seite verkünden, dass er in einem Pornofilm mitspielen werde.
Popdiva Madonna dichteten Scherzkekse in privaten Mails die Schweinegrippe an. Und eine weitere Pop-Blondine, die Skandalnudel Britney Spears, ...
... musste sogar durch die Hand von Hackern sterben - zumindest laut einer eingeschmuggelten Kurznachricht auf ihrer Twitter-Seite.
Nachwuchsstar Justin Bieber wollte in einer Internet-Umfrage die Stationen seiner nächsten Tour abklären. Dank Hackern landete Nordkorea ganz oben auf der Liste.
Biebers aktuelle Freundin, die Sängerin Selena Gomez, ließen Hacker bereits kurz nach dem Bekanntwerden ihrer Beziehung über Twitter das Liebes-Aus verkünden.
Der Hotelerbin Paris Hilton haben Hacker rund 500 Kontaktdaten aus dem Handy geklaut und im Web veröffentlicht, darunter viele Handynummern von Promis.
Popsternchen Miley Cyrus hatte es 2007 noch schlimmer erwischt. Ein US-Hacker hatte freizügige Fotos aus ihrem E-Mail-Postfach geklaut und ins Internet gestellt.
Auch von Lindsay Lohan waren im Jahr 2007 Nacktbilder im Internet gelandet. Zudem spionierte der Hacker die privaten Nachrichten der Schauspielerin aus.
Ende 2010 gelangten auch freizügige Fotos von Christina Aguilera ins Web. Offenbar war der PC ihrer Stylistin gehackt worden. Wieso diese solche Bilder hatte, ließ Aguilera offen.
Auch Altrocker Axl Rose sammelte bereits Erfahrungen mit einem Hacker. Der hatte über die Twitter-Seite des Stars den Ausfall einer geplanten "Guns N'Roses"-Tour verkündet.
2009 verkündeten Hacker auf der Website des FC Schalke 04 den Rauswurf von Stürmerstar Kevin Kurányi - auch dies natürlich ein Fake.
Auch Politiker sind vor Cyber-Angriffen nicht gefeit. So verbreitete 2009 ein Hacker über Barack Obamas Twitter-Konto Fake-Nachrichten.
Aus dem Yahoo-E-Mail-Postfach von Sarah Palin klaute ein US-Hacker im Jahr 2008 private Mails und Fotos. Und auf der ...
... Facebook-Seite des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy verkündeten erst kürzlich Hacker dessen Verzicht auf eine weitere Amtszeit.

Das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen warnt vor einem gefährlichen Computervirus. Der aggressive Virus, der sich in dem Bundesland verbreitet, sperrt Computer und fordert die Opfer per "uKash" zu einer Geldzahlung auf, damit sie den Computer wieder nutzen können, wie LKA-Sprecher Frank Federau am Donnerstag mitteilte. Bereits 40 Anzeigen seien bei den niedersächsischen Polizeidienststellen eingegangen.

Durch die Software erscheint ein Pop-Up-Fenster auf dem Bildschirm. Der darin erscheinende Text täuscht dem Nutzer vor, dass er mit seinem Computer an strafbaren Handlungen, etwa mit der Verteilung kinderpornografischen Materials sowie dem Versand von E-Mails mit terroristischem Hintergrund, beteiligt gewesen sein soll. Der Computer sei deswegen gesperrt worden. Zu sehen sind auch das Logo der Bundespolizei und des Bundeskriminalamtes (BKA). Zur Entsperrung soll der Benutzer schließlich innerhalb von 24 Stunden eine Strafe in Höhe von 100 Euro per "uKash" überweisen. Ansonsten würde die Festplatte gelöscht, heißt es.

Nach LKA-Angaben ist weder das BKA noch die Bundespolizei Urheber der Meldung. Polizeibehörden nutzten in keinem Fall Pop-Up-Fenster, in denen zur Zahlung bestimmter Beträge aufgefordert werde. Das LKA empfiehlt zum Schutz des Rechners, die Anti-Viren-Software auf dem Computer immer auf dem aktuellen stand zu halten. Die Sicherheitsbehörden prüfen derzeit noch, wie der Computer wieder von dem Virus bereinigt werden kann.

(dapd, N24)

14.04.2011 13:42 Uhr

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