Kein Geld für Benzin
Bundespolizei muss mit Fahrrad auf Streife
Der Bundespolizei fehlt das Geld für Benzin. Wegen Einsparungen und hoher Spritpreise wurde eine Kilometerbegrenzung für Autofahrten eingeführt. Zudem werden Streifen teilweise per Fahrrad gefahren.
Die Bundespolizei hat nach Gewerkschaftsangaben Probleme bei der Versorgung mit Kraftstoff. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) erklärte, "massive Haushaltseinsparungen als Folge der Finanzkrise und die hohen Spritpreise" führten zu großen Schwierigkeiten. Bei Streifenfahrten der Bundespolizei würden Kilometerbeschränkungen gesetzt, die nur bei "konkreten Einsatzlagen" überschritten werden dürften. Zudem würden verstärkt Streifenfahrten auf dem Fahrrad angeordnet.
Josef Scheuring, Vorsitzender des GdP-Bezirks Bundespolizei, verwies auf die Verantwortung der Politik und forderte, "dass man der Bundespolizei Geld zum notwendigen Tanken zur Verfügung stellt". Dazu könnten Mittel aus "Zusatzeinnahmen, die auch der Bundeshaushalt aus den hohen Spritpreisen erzielt", verwendet werden. Dass bereits im Monat April des Haushaltsjahres der Spritverbrauch bei der Bundespolizei eingeschränkt werden müsse, "das habe ich in meinen fast 40 Dienstjahren noch nicht erlebt", sagte Scheuring.
Die Bundespolizei selbst widersprach am Donnerstag den Aussagen der Gewerkschaft. Zwar müsse die Bundespolizei wie viele anderen Behörden sparen. Alle notwendigen Einsatzfahrten würden jedoch weiter durchgeführt, erklärte die Bundesbehörde in einer Mitteilung.
(dapd, N24)
21.04.2011 15:48 Uhr









