Klimafreundliches Sanieren steigert Wohnkomfort

Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.

Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

Nicht nur der Geldbeutel und die Umwelt freuen sich über eine Sanierung, auch der Wohnkomfort wird gesteigert. (Bild: dpa-infocom)

Kempten (dpa) - Steigende Energiepreise und die Klimaschutz-Diskussion haben zu einem Boom bei der Altbausanierung geführt. Hausbesitzer machen sich zunehmend Gedanken darüber, wie sie den teuren Energieverbrauch in den eigenen vier Wänden reduzieren können.

«Das ist die Zukunft. Die steigende Nachfrage an Energieberatungen zeigt ein deutliches Umdenken», sagte Martin Sambale, Geschäftsführer des Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza). Wer sein altes Gebäude mit der modernsten Technologie ausstattet, könne den Energiebedarf bis zu 90 Prozent reduzieren.

Dazu gehöre allerdings mehr, als nur die alten, undichten Fenster auszutauschen, sagt der Fachmann. «Der Effekt neuer Fenster wird oft überschätzt. An der Fassade ist viel mehr zu holen.» So sei der erste Schritt einer Gebäudesanierung eine gute Wärmedämmung. «Wer den Energiebedarf reduzieren will, muss für eine dichte Gebäudehülle sorgen.» Dazu zählt auch die Dämmung der Kellerdecke oder eines nicht ausgebauten Dachgeschosses. Ein zusätzlicher Beitrag zum Klimaschutz ist die Verwendung nachwachsender Rohstoffe wie Hanf, Kork, Holzweichfaserplatten oder Zelluloseflocken.

Zur Isolierung gehört die richtige Heiztechnik, erklärt Sambale. Durch stetig steigende Gas- und Ölpreise seien immer mehr Menschen auf der Suche nach Alternativen zu den fossilen Brennstoffen. Ob Scheitholz-, Pellet- oder Hackschnitzelheizungen, Solaranlagen oder Wärmepumpen - es gebe zahlreiche Möglichkeiten, kostengünstig und schadstoffarm zu heizen. «Was zu welchem Haus passt, hängt von den individuellen Bedürfnissen ab. Außerdem müssen die Rahmenbedingungen stimmen.»

Wer in seinem Haus Strom, Wasser und Wärme reduzieren und noch dazu einen Beitrag zum Klimaschutz leisten will, muss entsprechend investieren. «Bei einem Einfamilienhaus, das auf den modernsten Stand gebracht werden soll, kommen schnell 100 000 Euro zusammen». Es gebe aber auch deutlich günstigere Zwischenstufen bei Altbausanierungen. Beim Neubau hängen die Mehrkosten von der technologischen Ausstattung und den verwendeten Baustoffen ab.

Heizkosten sparen und die Umwelt schonen sind nach Sambales Angaben nicht die einzigen Gründe, warum viele Hausbesitzer ihre Gebäude modernisieren. Viele schätzen auch den Komfortgewinn wie angenehmeres Raumklima, weniger Zugluft und kein Kältegefühl in Wandnähe. «Und vielen ist es einfach wichtig, in einem Haus zu leben, das der Umwelt nicht schadet.»

(DPA)

11.04.2008 09:06 Uhr

N24 in den Sozialen Netzwerken:

N24 auf Facebook N24 auf Twitter N24 auf Google+
SchließenSchließen Artikel versenden

Name des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*:


Ihre Mitteilung an den Empfänger:

Es gelten unsere Allgemeinen Nutzungsbedingungen

Sie befinden sich in: Nachrichten » Panorama