Japan leidet noch immer

Drei Monate nach dem Tsunami

Am 11. März 2011 bebte vor Japan die Erde, ein verheerender Tsunami walzte einen ganze Landstrich aus. Auch das AKW Fukushima wurde erfasst. Bis heute sind die Schäden in dem Inselstaat zu sehen.

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Stunde Null: Mit dem 11. März 2011 beginnt für Japan eine neue Zeitrechnung. Ein Erdbeben der Stärke 9,0 erschüttert das Meer ...
... vor dem Inselstaat und löst eine verheerende Tsunami-Welle aus. Mit ungeheuerlicher Wucht ...
... wälzt die Wasserwand die östlichen Küstenregionen nördlich der Hauptstadt Tokio nieder. Vor allem in den Provinzen ...
... Iwate und Miyagi bleibt kaum ein Stein auf dem anderen. Rund drei Monate nach der Katastrophe ...
... stehen die Menschen noch immer vor den Resten ihrer Existenz. Noch immer türmen sich ...
... Trümmer auf, noch immer werden Tote geborgen. Laut Schätzungen haben ...
... 25.000 Menschen ihr Leben verloren, kurz nach dem Desaster ...
... müssen 80.000 Menschen in Notunterkünften untergebracht werden. Und noch immer ...
... haben Tausende keine neue Behausung gefunden. Luftbildaufnahmen ...
... verdeutlichen die Wucht und das Ausmaß der Zerstörung. Container ...
... liegen durcheinandergewürfelt in der Landschaft, als handele es sich um Bauklötze für Kinder. Ganze ...
... Fuhrparks von Autos sind weit von ihrem ursprünglichen Standort weggespült worden und ausgebrannt. Nur langsam ...
... gelingt es, in der Katastrophenregion wieder so etwas wie Ordnung herzustellen. Die hygienischen Verhältnisse sind ...
... vielerorts noch immer jenseits des für eine Industrienation Zumutbaren. Wenn dass alles wäre, wäre die Situation für Japan wohl innerhalb von Monaten kontrollierbar, doch ...
... weit schlechter absehbar sind die Folgen der atomaren Katastrophe, die mit dem 11. März 2011 ihren Lauf nahm. Der Tsunami ...
... trifft auch auf das Atomkraftwerk von Fukushima. Mehrere Explosionen zerstören die Anlage.
Nach Wochen räumte der Betreiber Tepco ein: Gleich in den ersten Stunden ...
... nach dem Unglück ist es zu mehreren Kernschmelzen gekommen. Immer wieder werden neue, traurige ...
... radioaktive Rekordwerte gemessen. Erst ein Monat nach dem Atomunglück ...
... wird ein 20 Kilometer breiter Ring um die Atomanlage zum Sperrgebiet erklärt. Die Informationspolitik des Betreibers Tepco ...
... ist ein Farce. Immer wieder kommen neue verheerende Details zutage. Die Unternehmensführung muss sich immer wieder mit demütigen Gesten bei den Menschen entschuldigen. Unterdessen ...
... versuchen bis heute Mitarbeiter von Tepco, die Lage in der Anlage unter Kontrolle zu bekommen. Dabei sind ...
... die Arbeiter immensen Gesundheitsrisiken ausgesetzt, waten oft knöchelhoch in atomar verseuchter Brühe.
Dieses Bild zeigt das Innere eines der Reaktorgebäude. Auf ...
... dieser Aufnahme einer Spezialkamera mit derselben Einstellung ist die Strahlenbelastung zu erkennen. Die Katastrophe erschüttert nicht nur Japan, sondern ...
... hinterlässt auch Spuren im Rest der Welt. Gebannt verfolgen die Menschen rund um den Globus die Situation in Japan. Und in Deutschland ...
... überdenkt die Regierung Angela Merkels ihre Atompolitik - auch unter dem Eindruck von massiven Protesten der Bevölkerung. Auch für Deutschland gilt daher: Nach ...
... dem 11. März 2011 ist viele nicht mehr so, wie es einmal war.
Video: Verstrahlt - Die Atomkatastrophe von Fukushima
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Bilder des Schreckens und des Beginns der verheerenden Atomkatastrophe in Fukushima. Bislang unveröffentlichte Aufnahmen von Überwachungskameras zeigen, wie am 11. März die Tsunamiwelle ...
... auf die Küste zurollt. Im Vordergrund sind Öltanks in der Nähe von Block 5 zu sehen. Die Begrenzungsmauer kann die Wassermassen nicht stoppen und ...
... zerbricht unter der unvorstellbaren Kraft. Nahezu ungehindert ...
... kann das Wasser auf die Anlage strömen und schwemmt mit sich, was sich ihm in den Weg stellt. Bald schon ...
... ist die gesamte Ebene unterhalb der Straße mit Wasser gefüllt. Als das Wasser ...
... an die Böschung schwappt, werden Vans und Geländewagen zum Spielball der Wellen als seien es Spielzeugautos. Eine ...
... zweite Kamera zeigt Bilder aus dem Inneren des Atomkomplexes in der Nähe von Block 4. Unaufhaltsam ...
... steigt der Wasserspiegel. Auch hier umtost das Meerwasser die von Menschenhand erschaffene Technik, die den ...
... Naturgewalten nicht standhält. Was hier zu sehen ist, ist ...
... der Anfang einer tiefsten Krisen Japans und des unbeirrbaren Fortschrittglaubens der Menschheit.
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(N24)

09.06.2011 17:10 Uhr

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