Zeitungsbericht bestätigt

Dommermuth erhöht Freenet-Gebot

Bewegung in der Telekommunikationsbranche: Der Internet-Konzern United Internet hat seine Übernahmeofferte für Freenet erhöht.

Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.

Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

United-Internet-Chef Ralf Dommermuth greift nacht Freenet.

Ein United-Internet-Sprecher bestätigte einen Vorabbericht der Tageszeitung "Die Welt", demzufolge der Preis nun bei 14 Euro je Aktie statt zuvor 12,80 Euro liege. Dies habe United-Internet-Chef Ralf Dommermuth in einem Brief an Vorstand und Aufsichtsrat von Freenet geschrieben. Darin fordere er auch eine "zeitnahe" Klarstellung zu dem von Freenet beabsichtigten Kauf des Mobilfunkproviders Debitel. Der United- Internet-Sprecher bestätigte den Inhalt des Briefes.

Die Freenet-Aktie reagierte mit einem Kurssprung auf die Nachricht. Zum Nachmittag legte sie um 7,47 Prozent auf 12,38 Euro zu. United-Internet-Papiere notierten um 3,25 Prozent im Minus bei 14,00 Euro.

United Internet wolle Freenet nur kaufen, wenn die Debitel-Übernahme ausbleibe, schreibt die Zeitung. Dommermuth will Freenet gemeinsam mit dem Mobilfunkprovider Drillisch übernehmen und anschließend aufspalten. Das Internet- und DSL-Geschäft soll an United Internet fallen, Drillisch würde die Mobilfunksparte bekommen. United Internet und Drillisch halten über eine gemeinsame Holding bereits gut 25 Prozent an Freenet.

Freenet will Debitel

Freenet-Chef Eckhard Spoerr will hingegen den Mobilfunkprovider Debitel übernehmen und verhandelt dazu mit dem Debitel-Großaktionär und Finanzinvestor Permira. Berichten zufolge sollten die Verträge ursprünglich bereits an diesem Dienstag unterschrieben werden, der Vertragsabschluss sei aber auf Freitag verschoben worden. Dadurch würde der nach der Deutschen-Telekom-Tochter T-Mobile und Vodafone D2 drittgrößte Mobilfunk-Anbieter in Deutschland mit rund 20 Millionen Kunden entstehen.

In dem Brief spricht sich Dommermuth der "Welt" zufolge deutlich gegen die Debitel-Übernahme aus. "Bitte lassen Sie sich nicht ohne Not zum Erfüllungsgehilfen von Permira und den Debitel finanzierenden Banken machen." Der Debitel-Verkauf durch Permira sei "aus der Not geboren", schreibe der United-Internet-Chef. Vor allem kritisiere er die Übernahme der enormen Schuldenlast bei Debitel. "Wenn Sie zulassen, dass zukünftig neben dem Debitel-Geschäft auch die Freenet-Assets für die Debitel-Kredite haften, dann setzen Sie alles auf eine Karte", wird Dommermuth zitiert.

(dpa, N24)

14.04.2008 17:32 Uhr

Indizes

Aktiensuche

Tops & Flops im DAX

SchließenSchließen Artikel versenden

Name des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*:


Ihre Mitteilung an den Empfänger:

Es gelten unsere Allgemeinen Nutzungsbedingungen

Sie befinden sich in: Nachrichten » Wirtschaft & Börse