Hurrikan im Atlantik

"Katia" verliert an Stärke

Der Hurrikan "Katia" ist - nach kurzem Aufbrausen - von den US-Behörden wieder herabgestuft worden. Dennoch müssen die Bermudas weiter mit Auswirkungen des Sturms rechnen.

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Hurrikan "Katia" erreicht derzeit Windgeschwindigkeiten von bis zu 205 Stundenkilometern und wurde in die zweithöchste Gefahrenkategorie eingestuft.
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Das nationale Hurrikan-Zentrum der USA hat den Tropensturm "Irene" am späten Sonntagabend weiter herabgestuft. Nach Expertenangaben bewegte sich der Sturm nur noch mit Windgeschwindigkeiten von 85 Kilometern pro Stunde.
Mit heftigem Wind und Regenfällen erreichte "Irene" mittlerweile Kanada, rund 200.000 Haushalte waren ohne Strom.
Der Sturm hatte zuvor in den USA Strommasten umgerissen, Bäume entwurzelt ...
... und Straßen überflutet. Die traurige Bilanz: Mindestens 18 Menschen wurden getötet.
New York traf es nicht ganz so schlimm wie erwartet.
Die 350.000 Menschen, die von einem Evakuierungsbefehl betroffen waren, konnten mittlerweile in ihre Häuser zurückkehren.
In einigen Regionen sind jedoch Straßen und Schienen nach wie vor unpassierbar.
Hunderttausende Menschen wurden zum Verlassen ihrer Häuser gezwungen. Dieser Mann aus Portland/Maine konnte nicht mehr nach Hause reisen und blieb gezwungenermaßen über Nacht in einer der Notunterkünfte, denn...
... viele der amerikanischen Flughäfen blieben angsichts der drohenden Katastrophe geschlossen. Sie sollen demnächst wieder den Betrieb aufnehmen.
US-Präsident Barack Obama teilte in einer Ansprache mit: Der durch "Irene" verursachte Notstand an der Ostküste halte weiter an. Die Aufräumarbeiten würden "Wochen oder länger dauern".
Fachleute befürchten, "Irene" habe in den USA Schäden in Höhe von fünf bis zehn Milliarden Dollar (3,6 bis 7,3 Milliarden Euro) angerichtet.
Es bleibt zu hoffen, dass die Schäden nicht allzu schlimm audfallen und sich so schnell wie möglich wieder Alltag einstellt. Bis dahin freuen sich vermutlich nur die Surfer über beste Bedingungen.
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Vor fünf Jahren traf der Hurrikan Katrina auf die US-amerikanische Golfküste. Durch den Sturm und seine Folgen kamen über 1.800 Menschen ums Leben.
Mehr als 134.000 Häuser beschädigte...
...oder zerstörte Katrina.
Der Hurrikan gilt als verheerendste Naturkatastrophe in der Geschichte der Vereinigten Staaten.
Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 280 km/h und Sturmböen von bis zu 344 km/h war Katrina einer der heftigsten gemessenen Stürme im Golf von Mexiko.
Der Gesamtschaden für den Großraum New Orleans betrug 151 Milliarden Dollar - damit war Katrina der teuerste Hurrikan der US-Geschichte.
Katrina machte über eine Million Menschen obdachlos.
Viele von ihnen fanden im Superdome, dem Football-Stadion der Stadt, Zuflucht.
Schlimmer als der Sturm selbst waren allerdings die durch Katrina verursachten Überschwemmungen, ...
... 80 Prozent der Stadtgebietes von New Orleans standen unter Wasser.
Dieses Satellitenbild entstand vor der Flutwelle und ...
... dieses danach.
Auf die Wassermassen war in New Orleans niemand vorbereitet.
Konstruktionssünden an den Schutzwällen rund um die Stadt wurden zum tödlichen Verhängnis - mehr als 50 Deiche brachen.
Der damalige Präsident George W. Bush war als Krisenhelfer völlig überfordert.
Später räumte er Fehler bei der Katastrophenhilfe ein. Das bestätigte auch der "Katrina-Report" des US-Abgeordnetenhauses im Februar 2006. Der Regierung wurden Versäumnisse in 90 Fällen vorgeworfen.
Besonders hart trafen die Überschwemmungen das Stadtviertel Lower Ninth Ward in dem vorwiegend Afroamerikaner wohnten.
Auch 5 Jahre nach Beginn der Aufräumarbeiten ist das Lower Ninth Ward erst wieder zu 25 Prozent bewohnt.
Viele halb verfallenen Häuser bieten sich als Schlupfwinkel für Drogendealer an, ...
... und wo harte Drogen sind, ist die Gewalt nicht fern. Deswegen entwickelt sich New Orleans zur Mordhauptstadt der USA.
Allein für das laufende Jahr erwartet die Polizei 200 Morde. Pro Kopf der Bevölkerung hätte New Orleans damit die höchste Mordrate aller Großstädte in den USA.
Es gibt aber auch gute Nachrichten aus New Orleans: Das French Quarter mit seiner französisch und spanisch beeinflussten Architektur zieht fünf Jahre nach "Katrina" wieder hunderttausende Touristen an.
Eine der Inseln des Wiederaufbaus im Stadteil Lower Ninth Ward von New Orleans: Die gemeinnützige Organisation "New Orleans Area Habitat for Humanity" errichtete hier 72 neue Häuser.
"Lifes goes on?" - Nach fünf Jahren sind längst nicht alle materiellen Schäden von Katrina bereinigt. Und auch für die Menschen in New Orleans wird es noch lange dauern, bis wieder Normalität eintritt.

Der in Richtung US-Ostküste ziehende Hurrikan "Katia" hat wieder an Stärke verloren. Nachdem das US-Hurrikanzentrum (NHC) in Miami ihn am späten Montagabend auf die zweithöchste Kategorie vier hochgestuft hatte, stufte es den weit weg über dem Atlantik wütenden Sturm am Dienstag wieder auf Stufe drei zurück. Die Stärke des Wirbelsturms werde weiter schwankend sein, kündigte die Behörde an.

"Katia" zog laut NHC mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 205 Stundenkilometern über den Atlantik und befand sich um 11.00 Uhr MESZ etwa 625 Kilometer südlich der Bermuda-Inseln. Den Angaben zufolge war der Wirbelsturm noch zu weit von der Küste entfernt, um eine Hurrikan-Warnung auszusprechen. Die Behörde warnte aber die Menschen an der US-Ostküste sowie auf den Bermuda-Inseln, den Großen Antillen und an der Ostküste der Bahamas zur Vorsicht, da "Katia" dort eine starke Brandung auslösen werde.

Vor «Katia» war der Wirbelsturm "Irene" über die US-Ostküste hinweggezogen und hatte schwere Schäden angerichtet. Mindestens 49 Menschen starben. Die Saffir-Simpson-Skala sieht nach dem Tropischen Tief und dem Tropischen Sturm fünf Kategorien zur Klassifizierung von Hurrikanen vor.

(AFP, N24)

06.09.2011 14:56 Uhr

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