Saab vor dem Aus

Automarken auf dem Friedhof

Saab ist Pleite. Doch auch andere Automarken stehen schon auf dem Autofriedhof. Hier ein kleiner Überblick über die verschollenen Automarken.

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Mit diesem Modell begann 1947 die Auto-Geschichte von Saab: Der 92 war vom Flugzeugbau inspiriert und hatte eine kuriose Besonderheit: Der Kofferraum war nur von innen zugänglich.
Der Nachfolger war der Saab 93. Der 33 PS-starke Zweitakt-Motor kam 1955 auf den Markt. Richtig populär...
...wurde der Saab 96 durch Erfolge bei internationalen Rallyes, so etwa 1962 und 1963 bei der Rallye Monte Carlo. Dass ein Saab nicht nur klasse aussieht, sondern auch richtig lange fährt...
...bewies der zwischen 1986 und 1994 gebaute 900er: Der US-Amerikaner Peter Gilbert soll mit seinem Saab 900 über 1,6 Millionen Kilometer gefahren sein. Das Cabrio ist mittlerweile zum Kultauto avanciert.
Die letzte Hoffnung von Saab ist nun der in Mexiko produzierte 9-4X. Doch die schwedische Ikone droht zu verschwinden - ein Schicksal, das auch schon andere Automarken traf.
So war die Auto Union vor dem Zweiten Weltkrieg der zweitgrößte Automobilproduzent in Deutschland. Die Auto Union war ein Zusammenschluss der …
…Konzerne Audi, DKW, Horch und Wanderer (hier ein Wanderer Sport, Baujahr 1935). Nach der Übernahme durch Volkswagen… (AP)
…verschwanden die Namen DKW und Auto Union. Aus dem DKW F102 wurde schließlich der neue Audi. Die vier Audi-Ringe erinnern heute noch an die Gründerzeit. (AP)
Ein jähes Ende erwischte auch der Bremer Autobauer Borgward. Bis heute legendär ist das Modell „Isabella“. Der Gründer… (dpa)
…Carl Friedrich Wilhelm Borgward galt zwar als erfindungsreicher Autobauer,… (dpa)
…doch als Manager hatte der Ingenieur kein glückliches Händchen: Sein Unternehmen geriet in finanzielle Schwierigkeiten und musste 1961 nach 24 Jahren schließen. (dpa)
Eine britische Traditionsmarke verschwand 2008: Rover war jahrzehntelang die britische Marke schlechthin. Im Jahr 1994… (AFP)
…wurde Rover durch BMW übernommen. 2005 musste das Unternehmen Insolvenz anmelden, so dass drei Jahre später die Namensrechte vom indischen Autobauer Tata Motors übernommen wurden. (AP)
Dass aus Niedersachsen nicht nur VW kommt, bewies zwischen 1901 und 2010 der Autobauer Karmann. 1949 startete Karmann seine Zusammenarbeit mit Volkswagen, für die der Autobauer den weltberühmten VW Käfer-Cabriolet entwarf. (dpa)
Karmann produzierte auch den Scirocco,... (dpa)
…den legendären Karmann Ghia... (dpa)
…und ab den 70er Jahren auch die 6er-Reihe von BMW. Doch als Produzent von Nischenfahrzeugen… (dpa)
…geriet Karmann immer mehr in Schwierigkeiten. 2010 wurde die Karmann-Gruppe aufgelöst. VW (hier mit Martin Winterkorn (l) und Ministerpräsident David McAllister) übernahm große Teile des Werks und will noch 2011 die Fahrzeugproduktion neu starten. (dpa)
Selbstverständlich darf die Mutter aller Fahrzeug-Auflösungen nicht fehlen: Der Trabant gilt als Auto mit Kultstatus. Von 1957 bis 1991 rollten… (AFP)
…im sächsischen Zwickau mehr als drei Millionen Trabis vom Band. Der „Trabi“ galt als… (Getty)
…sparsam und robust. Auch heute noch sieht man hier und da den „Volkswagen der DDR“: Anfang 2011 knatterten noch… (AP)
…mehr als 33.000 Fahrzeuge durch Deutschlands Straßen. (dpa)
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Anfang der 70er Jahre: Wer etwas auf sich hält, trägt Hosen mit Schlag, die Haare lang und das Hemd in knallbunt. Es ist die Hippie-Zeit - auch in Deutschland. Und jede Zeit braucht sein Gefährt. Mit dem Strandbuggy fanden auch deutsche ... (dpa)
... Kleinstadt-Hippies zum Lebensgefühl der US-Westküste. Der Strand lag nicht am Pazifik, sondern am Baggersee. Doch das Ziel, Mädels zu beeindrucken, war hüben wie drüben dasselbe. Die Tuning-Firma Karmann erkannte den Trend und bastelte ... (dpa)
... aus der Käfer-Bodenplatte vor 40 Jahren den "Karmann GF Buggy". Die Idee mopste sich die VW-Zeitschrift "Gute Fahrt" von einem US-Bootsbauer und holte den Osnabrücker Karroseriebauer an Bord. Ursprünglich ... (dpa)
... war der "Karmann GF Buggy" zum Selbstzusammenbasteln gedacht. 3000 Mark mussten Schrauber für den Bausatz hinblättern. Nach hunderten verkauften Exemplaren bot Karmann den Strandflitzer auch fertig montiert an - für dann 8000 Mark. (dpa)
Angeboten wurde das Gefährt in Glitter-Rot, in Glitter-Blau oder in Glitter-Grün. 1974 machten Sicherheitsanforderungen und ein gewandelter Zeitgeist dem "Karmann GF Buggy" den Garaus. Die Produktion wurde eingestellt. Doch da ... (dpa)
... waren Buggys längst Legende. In zahlreichen Filmen spielten sie eine Rolle wie etwa in "Zwei wie Pech und Schwefel" mit Bud Spencer und Terence Hill. Oder in "Sonne, Sylt und kesse Krabben" mit Ingrid Steeger (vorne). (AP)
Am deutschen Ostseestrand kamen die coolen Cabrios noch einmal nach der Wende zu Ehren, als die Polizei ... (dpa)
... mit einem Buggy als Einsatzfahrzeug die Blicke auf sich ziehen konnte. Schnell ... (dpa)
... geriet da die Verbrechensbekämpfung in den Hintergrund. (dpa)
Das Prinzip Strandbuggy machten sich neben Karmann auch andere Autobauer zu eigen. So sorgte der Mini Moke in den 70ern für einiges Aufsehen. Bis heute ...
... präsentieren Designer - wie hier die Spanier von Mazel den Jav X - neue Studien. Den rasanten ...
... Fanatsien sind dabei keine Grenzen gesetzt - auch wenn das eine oder andere dann doch ...
... etwas sehr futuristisch erscheint.
Doch auch im wahren Leben kommen Abwandlungen des Buggys zum Einsatz. So bezwangen US-Soldaten 1991 in Kuwait den Wüstensand mit den geländegängigen Fahrzeugen und ...
... der US-Grenzschutz geht - hier in Begleitung des damaligen Präsidenten George W. Bush - an der Grenze zu Mexiko mit Buggys auf Patrouille.
Geradezu geschaffen sind Buggys natürlich auch für den Motorsport. Bei der Rallye Paris-Dakar und ...
... bei vielen anderen Rennen sind bis heute Buggy-Varianten zu bewundern.
Kein Wunder, sind sie doch wegen der ultrabreiten Reifen auch bei widrigsten Bedingungen einsatzfähig. Die originalen "Karmann GF Buggys" sind unter Sammlern übrigens heute heiß begehrt: Gut erhaltene Exemplare gehen für bis zu 20.000 Euro weg.
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Für jede Safari zu haben und der Geländewagen schlechthin: Der Jeep wird 70 und hat in seinen Jahren so einiges erlebt.
Ursprünglich wurde er für das US-Militär entwickelt und... (AP)
.. half mit, Europa von der Nazi-Diktatur zu befreien. Er wurde aber auch auf vielen anderen kriegerischen und zivilen Schauplätzen dieser Welt eingesetzt.
Es war einmal ein kleiner Herstellers namens Willys-Overland, dessen Erfolg anfangs gar nicht abzusehen war.
Am 27. Juni 1940 vergaben die amerikanischen Streitkräfte einen Auftrag von 16.000 „Willys MB“.
Der Autokonzern Ford half bei der Herstellung mit. Das leichte, wendige und robuste Fahrzeug bot einen Allradantrieb, 250 Kilogramm Nutzlast und eine einfache Bedienung.
Auch der Preis von rund 738 US-Dollar konnte die Generäle überzeugen.
Das Konzept hatte Erfolg und der Bedarf für die Landung der Westalliierten auf Kontinental-Europa war gewaltig. Vom "Willys MB" wurden insgesamt 350.000 Fahrzeuge für die US-Army gebaut.
Der Ford GPW galt als Vorbild für den legendären "Willys MB". Doch nach Ende des Zweiten Weltkrieges stellte Ford die Jeep-Produktion ein.
Bereits während des Zweiten Weltkrieges plante Willys-Overland den Jeep zivil zu vermarkten. 1948 entstand somit der "Willys Jeepster" - damals ein Total-Flop. Heute ist das Cabrio eine gesuchte Rarität – und Vorbild für moderne Crossover-Modelle.
Nach dem Zweiten Weltkrieg verkaufte Jeep zwar weiterentwickelte Militärgeländewagen, aber auch vermehrt Zivilfahrzeuge. In den Fünfzigerjahren entstand so die CJ-Reihe. Die Grundkonstruktion blieb in allen sieben Generationen erhalten.
1950 bekam Willys-Overland vor Gericht endgültig die alleinigen Markenrechte für „Jeep“. 1953 wurde Willys von Kaiser-Frazer aufgekauft - damals entstand der Pritschenwagen "Jeep Gladiator".
In den 80ern begann dann die Generation des Cherokee. Das in seinen Dimensionen für amerikanische Verhältnisse eher klein geratene Fahrzeug...
...passte perfekt nach Europa und profitierte von dem Boom der Geländewagen in den frühen 1990er Jahren. (dpa)
Das Spitzenmodell innerhalb der Jeep-Modellpalette ist der "Commander". Die Version mit 3,0-Liter-V6-Dieselmotor von Mercedes-Benz wurde ausschließlich in Graz für den europäischen Markt produziert.
Debüt auf der Nordamerikanischen Internationalen Autoshow 2006 hatte der "Jeep Compass". Er wurde jedoch in der zweiten Jahreshälfte 2009 offiziell aus dem Programm genommen - es konnten nicht genug Käufer überzeugt werden.
Der aktuelle Jeep Wrangler hat noch viel Ähnlichkeiten mit dem damals legendären "Willys MB".
Dieser Wrangler zeigt, wie sich der Jeep zukünftig entwickeln könnte. Männlich sieht der aber ganz und gar nicht mehr aus.
70 Jahre ist der Jeep mittlerweile schon - bis heute wurden über 15 Millionen Geländewagen gebaut, in den vergangenen Jahrzehnten auch immer mehr Fahrzeuge für Privatleute.
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Ein Jaguar E-Type Coupé der ersten Serie: 1961 feierte der britische Sportwagen Premiere.
Markantes Design: Der E-Type fällt vor allem durch seine lange Motorhaube auf.
Bereits in der ersten Serie freuten sich die Sportwagen-Fans über eine offene Variante.
Eine Aquarell-Reklame zeigt den E-Type beim Familienausflug ins Grüne.
Für Werbezwecke wurde der E-Type vor allem vor gut ausgeleuchteten Gebäuden abgelichtet.
Fast 70 Prozent aller E-Type-Modelle wurden in die USA verkauft.
E-Type der zweiten Serie: 1966 entwickelte Jaguar einen 2+2-Sitzer speziell für den US-Markt.
Das 2+2-Coupé war fünf Zentimeter länger, der Radstand wurde um 23 Zentimeter gestreckt.
In der dritten Serie wurde die Spur zudem um 82 Millimeter verbreitert.
1968 gab es das erste Facelift für den Jaguar E-Type.
Die erste Serie wurde mit einem 3,8-Liter-Sechszylinder ausgerüstet, später auch mit einem 4,2-Liter-Motor
Ein altes Werbeplakat weist dezent auf den damals neuen 4,2-Liter-Motor hin
Ab 1971 feuerte die dritte Serie des E-Type ein 5,3-Liter-V12 an.
Im Vergleich zum aktuellen Jaguar XJ wirkt der E-Type wie ein Spielzeugauto.
Das Auto ist maximal 1,27 Meter hoch und damit wesentlich niedriger als der aktuelle Jaguar XJ mit rund 1,45 Meter Höhe.
Anlässlich des E-Type-Jubiläums veranstaltet Jaguar 2011 mehrere Events.
In London gab es bereits im Juni ein großes E-Type-Treffen.
Im Konvoi ging es quer durch die ganze englische Hauptstadt.
50 E-Type nahmen an der gemeinsamen Fahrt durch London teil.
Sir William Lyons, der Jaguar-Gründer, posiert neben einem E-Type.

(N24)

09.09.2011 12:29 Uhr

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