Für 100 Milliarden DM

Erhard wollte Deutsche Einheit kaufen

Seit fast 21 Jahren ist Deutschland wieder vereint. Ex-Bundeskanzler Ludwig Erhard plante bereits in den 1960er die Wiedervereinigung - und wollte die Sowjetunion dafür "bezahlen".

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Deutsche Wiedervereinigung bereits in den 1960ern? Ludwig Erhard hielt es für möglich.
Video: 20 Jahre Deutsche Einheit - Wulff legt Schwerpunkt auf Integration
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Sie sind die Köpfe der Einheit: Vorne weg ...
... Einheitskanzler Helmut Kohl.
Den Weg zur Deutschen Einheit gestalteten ebenfalls maßgeblich der damalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher und ...
... der ehemalige Ministerpräsident der DDR Lothar de Maizière, die zusammen ...
... am 12. September 1990 in Moskau den Deutschlandvertrag unterzeichneten.
Bei einer Gesprächspause während der Verhandlungen zeigte sich eine äußerst entspannte Atmosphäre zwischen Genscher, Kohl und ...
... dem sowjetischen Staatspräsidenten Michail Gorbatschow.
Auch Günther Krause und ...
... Wolfgang Schäuble gehören zu den Akteuren der Wiedervereinigung: ...
Sie waren die Verhandlungsführer der beiden deutschen Staaten und trafen sich im August 1990, um den Einigungsvertrag zu unterschreiben.
Diese Frau gehört ebenfalls zu den Figuren der Wiedervereinigung: Die ehemalige und erste frei gewählte DDR-Volkskammerpräsidentin. Sie war, da die Funktion des Staatsrates auf den Volkskammerpräsidenten übertragen wurde, ...
... das letzte Staatspberhaupt der DDR.
Der damalige US-Präsident Georg Bush senior hat mit Kohl und Gorbatschow als dritter wichtiger Weltpolitiker die Wiedervereinigung und das Ende des Kalten Krieges ermöglicht.
Ihnen wurde jetzt in Berlin das Denkmal "Väter der Einheit" gewidmet.

Bundeskanzler Ludwig Erhard (CDU) soll in den 60er Jahren nach einem "Spiegel"-Bericht erwogen haben, die deutsche Wiedervereinigung durch Milliardenzahlungen an die Sowjetunion zu erlangen. Dies gehe aus neu zugänglichen Akten des US-Geheimdiensts CIA und des Washingtoner Außenministeriums hervor, berichtete das Magazin. Die US-Amerikaner seien als potenzielle Vermittler in die von ihnen als "Erhard-Plan" bezeichneten Überlegungen eingeweiht gewesen. Als Zahlungssumme habe der damalige Kanzleramtschef Ludger Westrick dem Bonner US-Botschafter George McGhee "zweieinhalb Milliarden Dollar pro Jahr für zehn Jahre" genannt, damals rund hundert Milliarden D-Mark.

US-Diplomaten hätten in ihren Dossiers und Protokollen den Plan jedoch als "unausgegoren und unrealistisch" eingestuft und ihm "fast keinerlei" Erfolgsaussichten eingeräumt. McGhee habe gar von "erheblicher politischer Naivität" gesprochen, schrieb das Blatt. Tatsächlich wurde die Wiedervereinigung dann erst nach dem Fall der Mauer erreicht, am 3. Oktober 1990, der sich an diesem Montag zum 21. Mal jährt.

(dpa, N24)

01.10.2011 13:21 Uhr

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