Wirtschaftsweise

Nur noch 0,9 Prozent Wachstum 2012

Die fünf Wirtschaftsweisen haben eine merkliche Abschwächung des Wachstums in Deutschland auf 0,9 Prozent im kommenden Jahr vorausgesagt. Auch das ifo-Institut sagt düstere Zeiten voraus.

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Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen trotz europäischer Schuldenkrise nicht mit einem Konjunktureinbruch in Deutschland.

Die fünf Wirtschaftsweisen erwarten eine merkliche Abschwächung des Wachstums in Deutschland auf 0,9 Prozent im kommenden Jahr. Dennoch dürfte die Arbeitslosigkeit leicht sinken. Das geht aus dem Jahresgutachten hervor, das der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Bundeskanzlerin Angela Merkel übergaben.

Deutschland könne zwar das starke Wachstum von drei Prozent in diesem Jahr nicht halten, die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sei aber "besonders erfreulich", schrieben die Wirtschaftsweisen. Sie erwarten einen Rückgang der Zahl der registrierten Arbeitslosen von 100.000 auf durchschnittlich 2,9 Millionen in 2012.

Ifo-Institut prophezeit düstere Zeiten

Die Konjunkturaussichten für die Euro-Zone werden immer düsterer. Das Wirtschaftklima habe sich deutlich eingetrübt, erklärte das Münchner Ifo-Institut. Der Index für das vierte Quartal sei auf 83,7 von 110,6 Punkten im Vorquartal gesunken und liege damit weit unter dem langfristigen Durchschnitt. "Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die konjunkturelle Abschwächung im Euroraum weitergehen wird", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn zur Umfrage unter 273 Experten aus internationalen Unternehmen und Instituten.

In Griechenland, Portugal und Spanien wurde die aktuelle Wirtschaftslage erneut am schlechtesten beurteilt. Aber auch in Frankreich, Irland und Italien werde die Situation als eher schwach angesehen. Die Europäische Zentralbank schließt eine Rezession in der Euro-Zone zum Jahresende nicht mehr aus und hat deshalb vorige Woche den Schlüsselzins im Währungsraum überraschend auf 1,25 Prozent gesenkt.

(AFP, dpa, N24)

09.11.2011 11:41 Uhr

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