Hin zur Qualität

Aldi Nord plant Rekordinvestitionen

Die Kaufgewohnheiten der Bundesbürger haben sich gewandelt. Discounter verlieren zunehmend in der Gunst, denn die Kunden verlangen Qualität. Aldi-Nord will sich jetzt neu erfinden.

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Die über Jahrzehnte erfolgsverwöhnte Discount-Kette sieht sich zurzeit wachsenden Herausforderungen gegenüber. Konkurrenten wie Lidl oder die Edeka-Tochter Netto haben Boden gutgemacht.

Die Discount-Kette Aldi-Nord plant nach Informationen der "Lebensmittelzeitung" das größte Investitionsprogramm der Firmengeschichte. Europaweit solle das gesamte Filialnetz attraktiver gemacht werden, berichtete das Branchenblatt in seiner Online-Ausgabe. In Deutschland würden die Filialen flächendeckend mit Backautomaten ausgestattet.

"Wir wollen Aldi nicht neu erfinden, aber wir wollen uns zeitgemäßer präsentieren", zitierte die Zeitung einen Aldi-Top-Manager. Von Aldi-Nord war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die über Jahrzehnte erfolgsverwöhnte Discount-Kette sieht sich zurzeit wachsenden Herausforderungen gegenüber. Konkurrenten wie Lidl oder die Edeka-Tochter Netto haben Boden gutgemacht. Außerdem haben die großen Supermarktketten wie Edeka oder Rewe sich inzwischen auf die Billig-Konkurrenz eingestellt und bieten Hunderte von Eigenmarken an, deren Preise sich am Aldi-Niveau orientieren.

Käufer setzen wieder auf Qualität

Verschärft wird die Situation noch durch einen Wandel in den Kaufgewohnheiten der Bundesbürger. "Insgesamt verlieren die Discounter Marktanteile, weil die Verbraucher mittlerweile wieder mehr auf Qualität und weniger auf den Preis achten", zitierte die "Welt" den Konsumforscher Wolfgang Adlwarth von der Marktforschungsgesellschaft GfK.

Hier wolle Aldi-Nord, dem viele Branchenbeobachter bislang einen recht "altbackenen" Auftritt bescheinigen, nun gegensteuern und sich frischer und ansprechender präsentieren, berichtete die Lebensmittelzeitung. Sämtliche Eigenmarken würden überarbeitet und das Frische-Sortiment ausgeweitet.

Auch das Weinangebot solle aufgewertet werden. Die rund 5.000 Standorte sollten so schnell wie möglich umgerüstet werden. Nach Einschätzung von Fachleuten werde Aldi-Nord dafür einen hohen dreistelligen Millionenbetrag ausgeben müssen, berichtete das Fachblatt.

(dapd, N24)

22.11.2011 14:00 Uhr

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