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Great Barrier Reef

Größtes Meeresschutzgebiet der Welt

Australien will am berühmten Great Barrier Reef das größte Meeresschutzgebiet der Welt schaffen. Im Korallenmeer soll eine Fläche von 990.000 Quadratkilometern zum Schutzgebiet erklärt werden.

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Das Great Barrier Reef soll zum größten Meeresschutzgebiet der Welt erklärt werden. (dpa)

Die australische Regierung will am berühmten Great Barrier Reef das größte Meeresschutzgebiet der Welt schaffen. Im Korallenmeer am weltweit größten Korallenriff vor der Nordostküste des Landes soll eine Fläche von 990.000 Quadratkilometern, fast dreimal so groß wie Deutschland, zum Schutzgebiet erklärt werden. Dieses soll sich über das gesamte Korallenmeer vom Great Barrier Reef bis zu den Salomon-Inseln südöstlich von Papua-Neuguinea, Neukaledonien und Vanuatu im Südpazifik erstrecken.

Erdölsuche soll verboten werden

Die Suche nach Erdöl- und Gasvorkommen soll im Schutzgebiet verboten werden. Außerdem soll es neue Beschränkungen für den Fischfang geben. In der vorgeschlagenen Schutzzone liegen Korallenriffe, kleine Sandinseln, Tiefseeebenen und -gräben. Das Gebiet ist Heimat für zahlreiche einzigartige und bedrohte Tierarten, darunter Haie, Buckelwale und Meeresschildkröten.

Der Ozean versorge Australien mit Nahrungsmitteln und Ressourcen und er sei ein „Ort der Erholung“, sagte Umweltminister Tony Burke. „Wir können uns aber keine Nachlässigkeit erlauben.“ Die Regierung will nun drei Monate über die genaue Ausgestaltung der Schutzzone beraten und dann eine endgültige Entscheidung bekanntgeben.

UNESCO-Weltnaturerbe ist von Versäuerung bedroht

Umweltschützer begrüßten die Ankündigung der australischen Regierung. Imogen Zethoven von der Pew Environment Group sagte, um das Korallenmeer langfristig zu schützen, müsse der Schutz aber noch strenger sein. Der Biologe Terry Hughes von der James Cook University in Townsville und Cairns kritisierte, dass der Fischfang nur in der Hälfte des Schutzgebiets verboten werden solle.

Das Great Barrier Reef ist UNESCO-Weltnaturerbe und zählt mit seiner bunten Unterwasserwelt zu den Hauptattraktionen der australischen Tourismusindustrie. Das Riff mit seinen 400 Korallen- und 1500 Fischarten ist aber durch die Erwärmung, Versäuerung und Verschmutzung der Meere bedroht.

(N24, AFP)

05.12.2011 08:17 Uhr

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