Angesichts der Schulden- und Finanzkrise in ihren Heimatländern suchen mehr Griechen und Spanier ihr Glück in Deutschland. Die Zuwanderung aus den beiden Eurokrisen-Ländern schnellte nach oben.
Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.
Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:
Die Zahl der Einwanderer blieb aber trotz hoher Zuwachsraten gering. Aus Griechenland kamen 84 Prozent mehr Einwanderer als im ersten Halbjahr 2010 - das war ein Anstieg um 4100 Griechen. Die Zuwanderung aus Spanien legte um 49 Prozent oder 2400 Personen zu. Griechenland und Spanien sind mit Arbeitslosenquoten von über 18 Prozent und fast 23 Prozent die Schlusslichter in der Europäischen Union. Ob die neuen Einwanderer hierzulande erwerbstätig sind, ergibt sich aus der Statistik nicht.
Auch aus den Ländern, die 2004 der EU beigetreten waren, stieg die Zahl der Einwanderer überdurchschnittlich um 30 Prozent. Die Statistiker sehen darin eine Folge der Freizügigkeit, mit der am 1. Mai dieses Jahres die letzten Schranken zum deutschen Arbeitsmarkt gefallen waren.
Insgesamt zogen nach den vorläufigen Ergebnissen im ersten Halbjahr 435.000 Personen nach Deutschland, darunter 381.000 Ausländer. Das waren 68.000 (plus 19 Prozent) Zuzüge mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Da sich die Zahl der Fortzüge kaum veränderte, kamen unter dem Strich 135.000 mehr Menschen nach Deutschland als fortzogen. Der Überschuss stieg somit um 122 Prozent oder 61.000 Personen.