Dunkelrote Zahlen
Finanzkrise bringt Citigroup Milliardenverlust
Die Finanzkrise hat die größte US-Bank Citigroup tief in die roten Zahlen gezogen. Jetzt will das Unternehmen mehr als 13.000 Stellen streichen.
Die größte US-Bank Citigroup hat wegen der US-Immobilienkrise im ersten Quartal einen Verlust von 5,1 Milliarden Dollar (3,2 Milliarden Euro) verzeichnet. Insgesamt weitere 12 Milliarden Dollar musste das Institut abschreiben. Allein die direkten Belastungen aus der Immobilienkrise beliefen sich auf 6 Milliarden Dollar, wie die einst weltgrößte Bank mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte die Bank noch einen Gewinn von rund 5 Milliarden Dollar ausgewiesen.
Im Vergleich zum letzten Vierteljahr 2008 verringerte sich das Minus allerdings. Damals hatte die Bank nahezu 10 Milliarden Dollar verloren und rund 18 Milliarden Dollar abschreiben müssen. Die Börse reagierte erleichtert, Investoren hatten noch Schlimmeres befürchtet. Die Aktie stieg im vorbörslichen Handel. Vorstandschef Vikram Pandit, der im vergangenen Dezember den Topposten bei der Bank übernommen hatte, bekräftigte, die Citigroup werde sich weiter von nicht-strategischen Vermögenswerten trennen und in Produkte und Regionen investieren, die steigende Erträge brächten.
In der Vergangenheit hatten bereits Gerüchte die Runde gemacht, die Citigroup stelle ihre deutsche Tochter Citibank auf den Prüfstand. Aufgrund der Milliardenverluste plant die Bank mehr als 9.000 Stellenstreichungen, kündigte Finanzchef Gary Crittenden an. Die neuen Stellenstreichungen seien zusätzlich zu dem bereits im Januar angekündigten Abbau von 4.200 Jobs vorgesehen. Über die Streichung von sogar mehreren Zehntausend Stellen war mehrfach spekuliert worden.Weltweit beschäftigt die Bank derzeit knapp 370.000 Mitarbeiter.
(AP, dpa, N24)
18.04.2008 15:34 Uhr





