Keine Veröffentlichung

Verbreitung von "Mein Kampf" verboten

Das Landgericht München hat die Veröffentlichung von Auszügen aus Adolf Hitlers Buch "Mein Kampf" verboten. Der "ungelesene Bestseller" bleibt somit weiterhin für die Öffentlichkeit unzugänglich.

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Hinweis in der Sammeledition "Zeitungszeugen" vom 05.01.2012. (Foto: DPA)
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In einer am Berliner Wannsee gelegenen Villa trafen sich am 20. Januar 1942 die Staatssekretäre der wichtigsten Reichsministerien zu einer Geheimbesprechung. Ihr Thema: die geplante Massenvernichtung ... (dpa)
... von elf Millionen Juden - der Holocaust. Doch bereits wesentlich früher beginnt das nationalsozialistische Regime, die jüdische Bevölkerung in der deutschen Einflussphäre zu terrorisieren. (dpa)
30. Januar 1933 : Reichspräsident Paul von Hindenburg beruft Adolf Hitler zum Reichskanzler. Am Tag der "Machtergreifung" marschieren Truppen der Strumabteilung (SA) durch das Brandenburger Tor. (AFP)
März 1933: Die SA errichtet die ersten Konzentrationslager (KZ) für politische Gefangene. (dpa)
1. April 1933: Die NS-Regierung ruft zum Boykott aller jüdischen Geschäfte, Ärzte, Apotheker und Rechtsanwälte auf. Juden ... (dpa)
... werden aus öffentlichen Ämtern entfernt, jüdische Künstler erhalten Auftrittsverbot. (dpa)
15. September 1933: Hitler verkündet die Nürnberger Rassengesetze. Sie ermöglichen die systematische Verfolgung der jüdischen Bevölkerung. (dpa)
9. November 1938: Während der Reichspogromnacht werden überall jüdische Einrichtungen zerstört. Wegen der zahlreichen Fensterscherben auf den Straßen wird diese Nacht auch "Reichskristallnacht" genannt. Schlägertrupps ... (dpa)
... töten 91 Juden, etwa 35.000 werden verhaftet und ins KZ gebracht. Später werden alle ... (dpa)
... jüdischen Geschäfte und Handwerksbetriebe geschlossen. Zudem dürfen Juden keine deutschen Schulen und Kulturveranstaltungen mehr besuchen. (AFP)
Januar 1939: Die Reichszentrale zur Förderung der jüdischen Auswanderung wird gegründet. Schnell ausreisen können aber nur jene, die dem Deutschen Reich ihr Vermögen ... (dpa)
... vermachen oder von ausländischen Glaubensbrüdern freigekauft werden. Zudem werden alle jüdischen politischen Organisationen aufgelöst, der Mieterschutz für Juden wird aufgehoben und ... (AFP)
... jüdischen Zahnärzten, Tierärzten, Apothekern, Heilpraktikern und Krankenpflegern wird Berufsverbot erteilt. (AFP)
30. Januar 1939: Hitler kündigt für den Fall eines Krieges "die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa" an. (dpa)
1. September 1939: Mit dem Einmarsch deutscher Truppen in Polen beginnt der Zweite Weltkrieg. (dpa)
12. Oktober 1939: Aus dem Reichsgebiet werden die ersten Juden nach Polen deportiert. Im Dezember beginnt der Abtransport von 550.000 Juden aus den angeschlossenen neuen Gebieten. (AFP)
15. November 1940: In Warschau wird ein Getto eingerichtet, in dem 400.000 Juden eingepfercht werden. (AFP)
31. Juli 1941: Reichsfeldmarschall Hermann Göring beauftragt den Chef des ... (AFP)
... Reichssicherheitshauptamtes, Reinhard Heydrich, mit den Vorbereitungen zu einer "Gesamtlösung der Judenfrage". (dpa)
1. September 1941: Juden müssen von nun an den Judenstern tragen. Am 23. Oktober tritt außerdem das Auswanderungsverbot für Juden in Kraft. (dpa)
20. Januar 1942: Auf der Berliner Wannsee-Konferenz wird die organisatorisch-technische Durchführung der "Endlösung der Judenfrage" beraten. (dpa)
17. März 1942: Mit der Ankunft der ersten Deportierten im Vernichtungslager Belzec beginnt die Umsetzung des Plans der Wannseekonferenz. (dpa)
22. Juli 1942: Die ersten 5.000 Juden werden aus dem Warschauer Getto ins Vernichtungslager Treblinka abtransportiert. In den folgenden Monaten werden ihre Glaubensbrüder in Auschwitz ... (dpa)
... Chelmo, Majdanek, Sobibor und Treblinka sofort nach der Ankunft zu Tausenden vergast. Am 19. April 1943 haben sich die letzten 60.000 Juden im Warschauer Getto bewaffnet und ... (AFP)
... schlagen die eindringenden SS-Einheiten und Panzer zurück, unterliegen aber später. (AFP)
19. Juni 1943: Propagandaminister Joseph Goebbels erklärt Berlin für "judenfrei". (AFP)
12. Juli 1944: Das Lager Birkenau wird aufgelöst. 4.000 der 12.500 Insassen werden vergast, die anderen abtransportiert. Nur wenige Tage später, am 23. Juli, wird das Vernichtungslager Majdanek wird von der russischen Armee befreit. (dpa)
27. Januar 1945: Das KZ Auschwitz wird von der russischen Armee befreit. Im Lager befinden sich 5.000 Juden. Anfang des Monats wurden noch 66.020 Häftlinge gezählt. Viele starben auf einem Gewaltmarsch in Richtung Deutschland. (AFP)
April 1945: Die Briten erreichen das KZ Bergen-Belsen, die Amerikaner das KZ Dachau, die Sowjets das KZ Ravensbrück. (dpa)
8. Mai 1945: Deutschland kapituliert bedingungslos. Insgesamt wurden durch die Nazis und ihre Helfer ungefähr sechs Millionen Juden ermordet. (dpa)
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30. Januar 1933: Adolf Hitler wird zum Reichskanzler des Deutschen Reiches ernannt. In den politisch konservativen Kreisen der Weimarer Republik war man da noch zuversichtlich, dass...
...man Hitler und die nationalsozialistische Bewegung innerhalb des neuen Kabinetts zähmen konnte. Doch dies war ein Irrtum: Hitler begann...
...früh nach seiner "Machtergreifung" damit, das demokratische System zu beseitigen. Den Auftakt dafür bildete die "Reichstagsbrandverordnung". Sie trat am 28. Februar 1933 in Kraft, nachdem...
...in der Nacht zuvor ein Brandanschlag auf das Reichstagsgebäude verübt wurde. Da am Tatort der Kommunist Marinius van der Lubbe festgenommen wurde, nutzte Hitler dies als Anlass gegen seine politisch-ideologischen Gegner vorgehen zu können.
Die Verordnung setzte alle wesentlichen Grundrechte der Verfassung außer Kraft. Neben der Ausschaltung der KPD und der SPD zielte sie auch auf die jüdische Bevölkerung ab.
Weitere innenpolitische Schritte Hitlers folgten, die dem Ausbau und der Konsolidierung der NS-Herrschaft dienten. Mit dem sogenannten "Ermächtigungsgesetzes" vom 24. März 1933 wurde eine weitere Grundlage für...
...die Diktatur gelegt. Zudem entstand ein Personenkult um die Figur Hitler. Während das NS-Regime eine radikale Innenpolitik betrieb, knüpfte es außenpolitisch an die traditionellen Themen aus der Weimarer Zeit an. Oberste Priorität besaß dabei...
...die Revision des "Versailler Vertrages", der dem Deutschen Reich nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg auferlegt worden war. Neben der militärischen Gleichberechtigung mit den Siegermächten ging es Hitler um die Zurückgewinnung der verlorenen Gebiete.
Wien 1938: Hitler annektiert Österreich und ein "Großdeutsches Reich" gebildet. 1936 läutete bereits die Besetzung des Rheinlandes die aggressive Außenpolitik Hitlers ein. Die Siegermächte ließen beide Schritte ohne größere Proteste zu.
Die Situation drohte jedoch dann im Zuge der "Sudetenkrise" zu eskalieren. Hitler wollte das Sudetenland mit den dort lebenden Deutschen wieder in das Reich eingliedern. Als Grund nannte er angebliche tschechische Übergriffe auf die deutsche Minderheit.
Um einen neuen europäischen Krieg zu verhindern, gaben die Siegermächte den Forderungen Hitlers nach und beschlossen am 29. September 1938 auf der "Münchener Konferenz" die Abtretung des Sudetenlandes an das Deutsche Reich. Kurz darauf marschierte...
...die Wehrmacht in das Gebiet ein und wurde von der heimischen Bevölkerung jubelnd begrüßt. Hitler befand sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Höhepunkt seiner Popularität und Macht. Obwohl er aber versichert hatte, keine weiteren Forderungen zu stellen...
...marschierten fast sechs Monate nach der "Sudetenkrise" deutsche Truppen in Prag ein und besetzen die "Rest-Tscheschei". Nachdem dies von den Siegermächten geduldet wurde, richtete sich Hitlers Blick nun auf die ehemals deutschen Gebiete in Polen.
Die Grundlage für ein Vorgehen gegen Polen bildete der "Hitler-Stalin-Pakt" vom 23. August 1939. In einem geheimen Zusatzprotokoll wurde das Land zwischen Hitler und Stalin aufgeteilt.
Am 1. September 1939 zerstörten deutsche Soldaten die Grenzanlagen zu Polen und begannen mit dem Feldzug gegen den Nachbarstaat. Daraufhin erklärten Großbritannien und Frankreich dem Deutschen Reich den Krieg.
Die Luftwaffe bombardierte zahlreiche Städte in Polen. In einem "Blitzkrieg" eroberte die Wehrmacht binnen kürzester Zeit das Land vollständig. Nachdem im April 1940 auch Dänemark und Norwegen von Hitler erfolgreich besetzt wurden,...
...eroberte die Wehrmacht knapp zwei Monate später Paris. Als die Luftschlacht um England nicht gewonnen werden konnte, startete im Juni 1941 der Angriff auf die Sowjetunion. Nach anfänglichen Erfolgen kam...
...die deutsche Offensive im Winter des Jahres ins Stocken. In Stalingrad kam im Jahre 1943 dann die Kriegswende für das Deutsche Reich. Die Gegenoffensive der Roten Armee konnte lediglich verlangsamt, aber nicht gestoppt werden.
Als die Niederlage des Deutschen Reiches abzusehen war, regelten der britische Premierminister Churchill, der US-Präsident Roosevelt und der sowjetische Diktator Stalin auf der Konferenz von Jalta im Februar 1945 die Nachkriegsordnung Europas.
Anders als im Ersten Weltkrieg war diesmal auch das Deutsche Reich selbst Schauplatz des Krieges. Viele deutsche Großstädte wurden fast vollständig durch alliierte Luftangriffe zerstört. Aufgrund der aussichtlosen Lage beging Hitler am 30. April 1945...
...zusammen mit seiner Ehefrau Eva Braun im Berlin Suizid. In Hitlers politischen Testament wurde der Generalfeldmarschall Wihlem Keitel zum neuen Reichspräsidenten ernannt. Er unterschrieb...
...am 8. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht in Berlin-Karlshorst. Damit waren der Zweite Weltkrieg in Europa und die NS-Herrschaft in Deutschland beendet.
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In den frühen Morgenstunden des 22. Juni beginnt der deutsche Angriff auf die Sowjetunion - die Operation trägt den Namen "Barbarossa". Drei Millionen Soldaten der Wehrmacht, unterstützt von 600.000 Soldaten aus Italien, Ungarn, Finnland, Rumänien und...
...der Slowakei rücken von der Ostsee bis zum schwarzen Meer auf das Territorium der Sowjetunion vor - die Front hat eine Breite von 2130km und ist in die Heeresgruppen Nord, Mitte und Süd aufgeteilt. Trotz zum Teil erbitteter Gegenwehr der Roten Armee...
...konnte die Wehrmacht in den ersten Wochen nach dem Angriff schnell in sowjetisches Gebiet vorstoßen und große Raumgewinne verzeichnen. Bei dem Vormarsch zeigte sich erneut die Zusammenarbeit...
...zwischen Panzerverbänden, Infanterie und Luftwaffe als besonders effektiv. Am 9. Juli 1941 meldete das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) mehr als 300.000 Gefangene, 3000 erbeutete Geschütze und 3000 zerstörte Panzer. Die Heeresgruppe Mitte...
...startete am folgenden Tag die Offensive in Richtung Smolensk. Nach der Vernichtung der sowjetischen Kräfte sollte die Wehrmacht in einem konzentrischen Angriff auf Moskau vorrücken - die Stadt war nur noch 400 Kilometer entfernt.
Entgegen der ursprünglichen Planung wurde die Heeresgruppe Mitte angewiesen, auf einen direkten Angriff Moskaus zu verzichten. Hitler befahl aufgrund von politischen und ökonomischen Überlegungen...
...am 21. August 1941 den Angriff auf die Ukraine und die Herstellung einer gemeinsamen Front mit den finnischen Truppen im Norden. Zwei Panzerdivisionen wurden dafür von der Heeresgruppe Mitte abgezogen. Ab dem 4. September...
...beschoss Artillerie der Heeresgruppe Nord Leningrad - am 6. September begann eine Serie deutscher Luftangriffe auf die Stadt. Zwei Tage später eroberte die Wehrmacht Schlüsselburg am Ufer des Ladogasees und unterbrach...
...so jede Landverbindung zu Leningrad. Damit begann die bis 18. Januar 1944 dauernde Leningrader Blockade. Schätzungen gehen von ca. 1,1 Millionen zivilen Opfern der Stadt aus, die infolge von Mangelernährung starben.
Am 26. September 1941 beendete die Heeresgruppe Süd die Schlacht um Kiew - über 660.000 sowjetische Soldaten gingen in deutsche Kriegsgefangenschaft. Bis dahin stellte der Feldzug für die Sowjetunion eine Niederlage von einmaligem Umfang dar. Der...
...Kriegverlauf löste im Deutschen Reich eine große Euphorie aus. Nachdem Hitler nun den Angriff auf Moskau befohlen hatte, kam es zur Doppelschlacht bei Wjasma und Brjansk - auch dabei gingen über...
... 600.000 Soldaten der Roten Armee in Gefangenschaft. Parallel zu den großen Eroberungen sowjetischer Gebiete begann der Holocaust - die systematische Ermordung von Millionen Menschen, die im Sinne der NS-Ideologie minderwertig waren.
Aufgrund der gewaltigen Erfolge meldete das Oberkommando der Wehrmacht schon am 10. Oktober anlässlich einer offiziellen Pressekonferenz, dass der Feldzug im Osten gewonnen sei. Doch mit dem Beginn des Winters blieb die deutsche...
...Offensive stecken. Neben dem Schnee erschwerte zusätzlich die Schlammzeit den schnellen Vorstoß der Wehrmacht. Am 5. Dezember konnte die Rote Armee mit neuen Truppen eine Gegenoffensive starten, die zum Erliegen des deutschen Vormarsches führte.
Mitte Dezember 1941 war die Gefahr der Einkesselung Moskaus gebannt. Die sowjetische Gegenoffensive, die tiefen Temperaturen von bis -35 °C und die Verzögerungen im Nachschub führten zum Scheitern der Operation. Damit hatte die Wehrmacht...
...die erste große Schlacht im Osten verloren, man spricht in der Geschichtsforschung heute von der "Kriegswende vor Moskau". Nachdem Hitler im Winter 1941 einen Haltebefehl für die Truppen an der Ostfront gegeben hatte, stabilisierte sich die Lage.
Am 21. Juli 1942 überschritten deutsche Kräfte den Don, wodurch die ersten Schritte für den Vormarsch auf Stalingrad eingeleitet wurden. Hitlers Ziel war es, die Ölquellen im Kaukasus einzunehmen und mit der Eroberung Stalingrads den sowjetischen...
...Nachschub über die Wolga zu unterbinden. Am 23. August 1942 begann die deutsche Luftwaffe mit der Bombardierung von Stalingrad. Noch am selben Tag drangen...
...deutsche Panzer in die Außenbezirke von Stalingrad ein. In erbitterten Häuserkämpfen kam die Wehrmacht nur unter hohen Verlusten voran. Schließlich wurden etwa 95 Prozent der Stadt kontrolliert - die vollständige Eroberung misslang allerdings.
Unter der "Operation Uranus" startete die Rote Armee eine große Gegenoffensive und kesselte schließlich am 22. November 1942 die 6. Armee mit ca. 250.000 Soldaten in Stalingrad ein - ein Ausbruchsversuch wurde von Hitler untersagt. Anfang Februar 1943...
...ergaben sich etwas 91.000 Soldaten der 6. Armee und gerieten in sowjetische Gefangenschaft. Sie wurden am 1. März 1943 gezwungen durch Moskau zu marschieren - etwa 6.000 überlebten. Nach dieser Niederlage leitete Hitler...
...das "Unternehmen Zitadelle" ein. Die Großoffensive startete am 5. Juli 1943 und hatte den Frontbogen um die Stadt Kursk als Ziel. Der Truppenaufmarsch bei Kursk führte zur stärksten Konzentration konventioneller militärischer Kräfte in der Geschichte.
Auf sowjetischer Seite standen 1,3 Millionen Soldaten mit 3.300 Panzern und 2.500 Kampfflugzeugen als Verteidiger gegen 900.000 Soldaten, 2.500 Panzer und 1.800 Kampfflugzeuge der angreifenden Wehrmacht gegenüber - den Sieg entschied am 16. Juli...
...die Sowjetunion für sich. Am 14. Januar 1944 begann der sowjetische Angriff auf den deutschen Belagerungsring um Leningrad - die Stadt fiel in die Hände der Sowjetunion. Die Rote Armee startete im Sommer ihre großen Sommeroffensiven und...
...die Wehrmacht musste sich immer weiter zurückziehen. Am 13. Januar 1945 eröffnete die Rote Armee die Schlacht um Ostpreußen. Die 4. Armee der Wehrmacht, die Ostpreußen verteidigte, wurde bis Ende März vernichtend geschlagen. Am 25. April...
...schloss sich der Belagerungsring um Berlin. Auf deutscher Seite kämpften neben Truppen der Wehrmacht und der Waffen-SS auch der Volkssturm und Einheiten der Hitler-Jugend. Aufgrund der aussichtlosen Lage...
...beging Hitler in seinem Bunker unter der Berliner Reichskanzlei Suizid. In seinem politischen Testament bestimmte Hitler Großadmiral Karl Dönitz zum Reichspräsidenten. Am 2. Mai gaben die letzten Verteidiger von Berlin...
...den Widerstand auf - die Flagge der Sowjetunion wurde von Soldaten der Roten Armee auf dem Reichstagsgebäude gehisst. Am 8. Mai kapitulierte die Wehrmacht bedingungslos - damit war der Zweite Weltkrieg in Europa beendet.
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Am 13. September 1942 begann der Großangriff der Wehrmacht auf Stalingrad. In der ersten Phase zur Eroberung der Stadt an der Wolga versuchte ...
... die "Heeresgruppe Süd" mit massiven Beschuss aus Feldartellerie und Mörsern die sowjetischen Verteidigungsanlagen auszuschalten. Unterstützt wurden sie dabei durch zahlreiche Sturmkampfbomber (Stukas) der Luftwaffe und...
...Verbänden der 4. Panzerarmee, die die Invasion der Stadt vorbereiten sollten. Die ersten Kampfhandlungen der deutschen Luftwaffe und Infanteriedivisionen konzentrierten sich...
... auf die wichtigen Verkehrsknotenpunkte, wie den Bahnhöfen - Ziel war es, die Infratruktur Stalingrads unter Kontrolle zu bringen oder zu zerstören.
Für Hitler besaß die Eroberung Stalingrads aus strategischen und ideologischen Gründen eine hohe Priorität. Die Wolga war Teil eines bedeutenden...
...Nachschubweges für Rüstungsgüter nach Zentralrussland. Die Eroberung Stalingrads sollte nach Hitlers Plänen den sowjetischen Transport unterbinden und der Wehrmacht den Zugriff auf die Ölvorkommen im Kaukasus sichern. Die symbolische Bedeutung...
...des Namens Stalingrad für den sowjetischen Diktator Stalin und Hitler war zusätzlicher Anreiz beider Kriegsparteien für einen militärischen Sieg.
Nach schweren Luftangriffen rückten die ersten deutschen Soldaten der 6. Armee in die bereits schwer zerstörte Stadt vor - zu spät wurde damit begonnen die Bevölkerung zu evakuieren. Am 23. August verhängte Stalin den Belagerungszustand über die Stadt.
Die Deutsche Infanterie konnte die Stadt zu 90 Prozent unter ihre Kontrolle bringen. Eine vollständige Eroberung gelang der Wehrmacht jedoch nicht. Bei den heftigen Gefechten wechselten binnen kürzester Zeit...
...strategisch wichtige Plätze und Gebäude die Seite. Die Wehrmacht wurde von der Roten Armee in eine für sie ungewohnte Situation manövriert: dem Häuserkampf. Die deutschen Soldaten besaßen...
...keinerlei Erfahrung in dieser Form der Kriegsführung. Das bisherige Erfolgskonzept einer Offensive aus Panzern und Infanterie konnte in den engen Straßen seine Wirkung nicht entfalten. Schon bald...
...entbrannte ein erbitterter Kampf um jeden Zentimeter Boden - die Verluste auf beiden Seiten waren enorm. Weite Teile der Stadt waren überzogen mit Schützengräben und...
...übersäht von zahlreichen Scharfschützen. Ein Geländegewinn von nur 20 Metern wurde bereits als großer Erfolg gewertet, meist ging dieser durch nächtliche sowjetische Gegenangriffe wieder verloren.
Die Wehrmacht versuchte mit der Aufstellung von Stoßtrupps den Häuserkampf für sich zu entscheiden, doch die sowjetischen Truppen...
...besaßen durch die wesentlich besseren Geländekenntnisse einen entscheidenden Vorteil. Zwar gelang den deutschen Einheiten die...
...großflächige Zerstörung wichtiger Fabrikanlagen der sowjetischen Kriegswirtschaft, doch der Widerstand der Roten Armee konnte nicht gebrochen werden. Die Entscheidung zugunsten...
...der Roten Armee fiel mit ihrer Gegenoffinsive "Operation Uranus". Binnen kürzester Zeit gelang es, die 6. Armee vollständig einzukesseln. Hitler verbot die Stellungen aufzugeben und aus der Stadt zu flüchten. Der aufkommende...
...strenge Winter mit Temperaturen von bis zu Minus 40 Grad kostete zahlreiche deutsche Soldaten das Leben, da sie nicht mit entsprechender Kleidung ausgestattet waren. Trotz der aussichtslosen Lage...
...weigerte sich der Rest der 6. Armee zu kapitulieren. Erst nach der letzten Großoffensive der Roten Armee stellten die meisten Soldaten die Kampfhandlungen ein. Insgesamt gingen schätzungsweise 91.000 Wehrmachtssoldaten in Gefangenschaft,...
...unter ihnen der Oberbefehlshaber Friedrich Paulus, der noch am 29. Januar von Hitler per Funkspruch zum Generalfeldmarschall befördert worden war, um seinen Durchhaltewillen zu steigern. Von den Gefangenen überlebten nur 5.000 den Krieg.
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Am 8. September 1941 beginnt die Heeresgruppe Nord mit der Blockade Leningrads. Die Wehrmacht bildet mit Unterstützung...
...von finnischen Truppen einen Blockadering. Somit werden alle Landverbindungen von der Millionenstadt abgeschnitten. Im Chaos des ersten Kriegswinters konnte ein rechtzeitiger Evakuierungsplan nicht beschlossen werden. Lediglich...
...die Befestigung der Stadt durch breit angelegte Panzersperren sollte eine Invasion der Wehrmacht abwenden. Stationierte Soldaten der Roten Armee sicherten...
...strategische Übergange mit Panzerabwehrgeschützen. Zudem wurde die Bevölkerung angewiesen...
...eine Reihe von Schützen- und Panzergräben auszuheben, um den Vormarsch der Wehrmacht aufzuhalten oder zu verlangsamen. Die Einnahme Leningrads, das "Unternehmen Nordlicht" wurde von der Wehrmacht allerdings nie realisiert. Hitler verzichtete...
...aufgrund hoher Verluste auf deutscher Seite bewusst auf eine Einnahme der Stadt - die Blockade sollte so lange aufrechterhalten werden bis die Bevölkerung dem Hungertod erlegen war. Zunächst...
...musste die Zivilbevölkerung mit den Lebensmitteln auskommen, die noch in der Stadt aufzufinden waren. Die einzige verbliebende Route bildete der Weg über den gefrorenen Ladoga-See - bald von der Bevölkerung als "Straße des Lebens" bezeichnet.
Die Blockade wurde von zahlreichen Bombardements der Luftwaffe begleitet. So wurden viele Lebensmittellager zerstört und die Situation zusätzlich verschärft. Bis zum Ende des Jahres fielen 66.200 Brandbomben auf Leningrad. Im Januar 1942...
...versuchte die Rote Armee mit einer Gegenoffensive Leningrad aus der Blockade zu befreien. Sie scheiterte jedoch an schlechter Planung der sowjetischen Befehlshaber und an erbitterter Gegenwehr der Wehrmacht. Ein weiterer...
...Versuch der Roten Armee im August des Jahres 1942 wurde erneut von der Wehrmacht vereitelt. Die vollständige Blockade hielt noch bis zum Frühjahr 1943 an. Erst danach gelang es den sowjetischen Soldaten...
...einen Landkorridor zu öffnen - dieser lag allerdings in Reichweite der deutschen Artillerie. Die dramatische Lage der Wehrmacht an der Ostfront führte im Herbst 1943 zu einer Schwächung der stationierten Verbände. Im Januar 1944 konnte die Blockade...
...im Zuge einer Großoffensive der Roten Armee aufgehoben werden. Nach fast 900 Tagen endete die Blockade Leningrads - Schätzungen zufolge verloren während dieser Zeit 1,1 Millionen Zivilisten ihr Leben.

Damit ist dem englischen Verleger Peter McGee "die Herstellung und Verbreitung kommentierter Auszüge aus "Mein Kampf" verboten", wie es in einer Mitteilung des Gerichts vom Mittwoch hieß. Der Verlag reagierte gelassen. Man wolle sich erst einmal die Argumentation des Gerichts anhören, sagte ein Sprecher.

Grüne fordern ein Konzept

Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) begrüßte die Entscheidung. "Es ist gut, dass es dem Verlag jetzt gerichtlich verboten ist, diese Hetzschrift zu verbreiten", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. "Der Freistaat Bayern wird auch in Zukunft sein Urheberrecht verteidigen." Das Ministerium hat als Rechtenachfolger des Eher-Verlags der Nationalsozialisten die Urheberrechte an "Mein Kampf" geerbt.

Die Grünen im bayerischen Landtag forderten ein Konzept zum Umgang mit "NS-Druckerzeugnissen": "Die Verbots- und Tabuisierungspolitik des Finanzministeriums ist nichts anderes als ein Ausdruck von Hilflosigkeit im Umgang mit den historischen Hetzdokumenten aus der Nazizeit", sagte Sepp Dürr. Es mache keinerlei Sinn, sich formalistisch hinter dem Urheberrecht zu verschanzen.

Britischer Verleger bereits vor dem Urteil auf Deeskalationskurs

McGee, der seiner Wochenzeitung "Zeitungszeugen" Auszüge aus der Hetzschrift beilegen wollte, war schon vor dem Urteil zurückgerudert und hatte angekündigt, die Zitate nicht zu veröffentlichen, solange der Rechtsstreit läuft. Am Donnerstag sollen die Originalzitate nun unleserlich erscheinen - nicht geschwärzt, aber mit einer Art Nebel überzogen. "Wir müssen sicherstellen, dass wir unsere Hauptveröffentlichung "Zeitungszeugen" nicht in Gefahr bringen", sagte McGee der Nachrichtenagentur dpa. "So lange das juristische Verfahren läuft, werden wir nur eine Version auf den Markt bringen, in der die Zitate nicht lesbar sind."

Nachdem das bayerische Finanzministerium juristische Schritte eingeleitet hatte, schien ihm das Risiko der Veröffentlichung zu groß. McGee, der seinen Kunden diesen Schritt in einem Brief erklärte, wollte damit verhindern, dass der Freistaat Bayern die Exemplare am Kiosk beschlagnahmt. In dem Brief an seine Kunden räumte McGee ihnen allerdings die Möglichkeit ein, mit einem frankierten Rückumschlag ein leserliches Exemplar der "Mein Kampf"-Broschüre anzufordern.

"Zeitungszeugen" schon früher im Visier Bayerns

Vor rund drei Jahren hatte der Freistaat schon einmal Publikationen der "Zeitungszeugen" von der Polizei am Kiosk beschlagnahmen lassen. "Das Ganze war absurd und wäre zum Lachen, wenn die Thematik insgesamt nicht so ernst wäre", sagte der britische Verleger. Auch damals ging es um die Frage der Urheberrechte. McGee wehrte sich vor Gericht und gewann gegen den Freistaat in zwei Instanzen. "Die Aktion der Staatsregierung hat unserem Ruf sehr geschadet", betonte er. Auch finanziell sei der Schaden groß gewesen.

Urheberrecht von "Mein Kampf" erlischt 2015

Dieses Mal ist die rechtliche Lage allerdings eine andere. Im Fall der Publikationen von 2009 - damals handelte es sich um den kommentierten Nachdruck von Nazi-Zeitungen - war das Urheberrecht bereits erloschen. Bei "Mein Kampf" ist das erst im Jahr 2015 der Fall, 70 Jahre nach Hitlers Tod. McGee beruft sich diesmal auf das Zitierrecht. Schließlich wolle sein Verlagshaus Albertas Limited nur Ausschnitte veröffentlichen, nicht das ganze Buch. "Wir müssen nicht bis 2015 warten", betonte er. "Das Zitierrecht erlaubt uns, auch heute schon Ausschnitte zu veröffentlichen. Das gilt für andere Bücher ja auch." Genau das sah das Landgericht München aber anders und befand am Mittwoch, "dass die geplante Publikation nicht vom Zitatrecht gedeckt ist".

Mehr zum Thema: N24 History Spezial - Das Unternehmen Barbarossa

(DPA, N24)

25.01.2012 21:20 Uhr

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