11.000 Euro pro Passagier

Reederei zahlt "Concordia"-Opfern Pauschale

Das Unglück der "Costa Concoria" kommt die Reederei teuer zu stehen. Wohl um den Imageschaden nicht noch zu verschlimmern, zahlt der Kreuzfahrtanbieter allen Passagieren eine pauschale Entschädigung.

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Anwälte hatten bereits Sammelklagen von Betroffenen des Unglücks vorbereitet. (AFP)
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Kräftezehrend und ermüdend ist die Arbeit der Rettungskräfte auf der "Costa Concordia". Auf das querliegende Schiff kommen sie nur mit ... (dpa)
.. einer Kletterausrüstung. Die Gefahr: Jederzeit könnte das Schiff in tiefere Gewässer hinabrutschen. Trotzdem geben die ... (dpa)
... Helfer nicht auf. Bergungsexperten arbeiten über und unter Wasser mit großem Einsatz. (dpa)
Diese Passagiere konnten sich noch aus dem Unglücksschiff retten, doch viele gelten noch als vermisst. In den Kabinen, die noch über Wasser sind, könnten ... (dpa)
... noch Überlebende sein - auch wenn die Hoffnung darauf von Tag zu Tag geringer wird. (AFP)
Die Helfer haben jetzt Löcher in das Schiff gesprengt, um schneller ins Innere zu kommen und Evakuierungswege zu verkürzen. Von Innen ... (dpa)
... drücken Möbel und Trümmerstücke gegen die Wände, die durch die Schieflage jetzt zum Boden des Schiffes geworden sind. Sie könnten jederzeit ... (dpa)
... über den Helfern zusammenbrechen. (dpa)
Immer wieder muss die Suche nach weiteren Opfern für einige Stunden unterbrochen werden. Offensichtlich hatten ... (AFP)
... die Wellen den havarierten Riesen in Bewegung versetzt - das stürmische Wetter macht den Helfern zu schaffen. Laut Polizeiangaben wurden ... (dpa)
... bis jetzt elf Tote Passagiere des havarierten Schiffes geborgen. Erst nachdem die Stabilität der ... (dpa)
... "Costa Concordia" wieder gewährleistet war, nahmen die Rettungskräfte ihre Suche nach Überlebenden und Leichen ... (dpa)
... wieder auf. Taucher klopfen dabei unter anderem den unter Wasser liegenden Teil des Schiffes ab und ... (dpa)
... achten auf erwiedernde Klopfzeichen von eingeschlossenen Passagieren. Die Taucher dringen dazu auch in das Innere vor und inspizieren ... (dpa)
... die Sektionen des Schiffes. Die Taucher wollen auch genauere Kenntnisse über die Ausmaße des Schadens an der "Costa Concordia" erhalten. Den "sofortigen" ... (dpa)
... Schaden direkt am Schiff bezifferte das Genueser Unternehmen Costa Crociere auf 93 Millionen Dollar (ca. 73 Millionen Euro). Noch vor dem Abschluss der Such- und Bergungsaktion ... (dpa)
... tritt auch die Frage nach möglichen Umweltbelastungen für die knapp 2400 Tonnen Treibstoff in den Tanks in den Vordergrund. Spezialisten sind bereits auf der Insel Giglio. Es gebe ... (dpa)
... sehr hohe Umweltrisiken für die Insel, sagte der italienische Umweltminister Corrado Clini. Die Tanks zu leeren, sei eine gefährliche Operation. Von der Strömung werde es abhängen, ob bei einer ... (dpa)
... Wasserverschmutzung womöglich das gesamte Archipel und auch die Festlandküste betroffen sein könnten. Das zuständige Hafenamt in Livorno ... (dpa)
... hat die Kreuzfahrtgesellschaft in einem Mahnschreiben aufgefordert, unter Berücksichtigung der noch laufenden Suchaktionen "das Schiff zu sichern und abzuschleppen". Offen ist, ob es etwa bei stürmischer See weiter abrutschen könnte. (AFP)
Video: "Costa Concordia" - Noch neun Deutsche vermisst

Zwei Wochen nach der Havarie der "Costa Concordia" hat die Reederei mit zwölf italienischen Verbraucherverbänden eine Pauschalentschädigung von 11.000 Euro pro Passagier ausgehandelt. Das teilte der italienische Reiseindustrieverband Astoi Confindustria mit, der die Verhandlungen koordiniert hatte.

Diese Summe für verlorene Wertgegenstände, Gepäck, seelische Beeinträchtigung durch die Havarie und den für die Kreuzfahrt bezahlten Preis "liegt über den Entschädigungsgrenzen internationaler Vereinbarungen und der gültigen Gesetze", erläuterte Astoi Confindustria in der Mitteilung. Ob eine solche Entschädigungsvereinbarung auch für deutsche Passagiere des Kreuzfahrtschiffes Gültigkeit haben könnte, war zunächst unklar. An Bord der gekenterten "Costa Concordia" waren etwa 3200 Passagiere, darunter rund 560 Deutsche. Die Entschädigung soll den Angaben zufolge auch für Kinder bezahlt werden, die kostenlos dabei gewesen seien, so dass ein Ehepaar mit zwei Kindern 44.000 Euro erhalten würde.

Die Verbraucherschutzorganisation Codacons, die an der Einigung nicht beteiligt war, empfahl Passagieren, das Angebot zunächst nicht anzunehmen und sich erst auf psychische Schäden untersuchen zu lassen. Codacons bereitet eine Sammelklage gegen den Costa-Mutterkonzern Carnival in den USA vor und fordert 125.000 Euro für jeden Passagier.

Havarie kostet Reederei Hunderte von Millionen

Der Reederei sei daran gelegen gewesen, das durch die Havarie entstandene Image nicht noch weiter zu verschlechtern, meinte die römische Tageszeitung "La Repubblica". Die Havarie werde die Reederei Costa Crociere alles in allem Hunderte von Millionen Euro kosten.

Die "Costa Concordia" hatte mehr als 3000 Touristen an Bord, als sie vor zwei Wochen vor der italienischen Insel Giglio auf einen Felsen fuhr. Das Schiff kippte zur Seite und ging teilweise unter. Bei dem Unglück starben mindestens 16 Menschen, darunter mehrere Deutsche. Weitere werden vermisst. Der Kapitän wird verdächtigt, das Schiff zu nahe an die Küste gesteuert zu haben.

Am Wrack der "Costa Concordia" wird weiter nach Vermissten gesucht. Gleichzeitig wollten die Bergungsexperten des Unternehmens Smit letzte Vorbereitungen für das von Samstag an geplante Abpumpen der etwa 2300 Tonnen Treibstoff auf den Schiffstanks abschließen.

(dpa, RTR, N24)

27.01.2012 12:10 Uhr

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