"Süßer" Angriff auf Karl-Theodor zu Guttenberg: Während eines Gesprächs in Berlin wurde der ehemalige Verteidigungsminister Opfer einer Tortenattacke. Der CSU-Politiker nahm es mit Humor.
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Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ist am Donnerstagabend in Berlin Opfer einer Tortenattacke geworden. Hinter der Aktion stecken die Gruppe "Hedonistische Internationale" (HE) und das Internet-Kollektiv Anonymous. Auf ihrer Webseite erklärte die HE, dass die "Operation Creamstorm" die Reaktion des Internets auf den Comeback-Versuch des 40-jährigen Politikers sei.
Guttenberg, der seit kurzem als "herausragender Staatsmann" ("distinguished statesman") bei dem Washingtoner Forschungszentrum Center for Strategic and International Studies arbeitet, war in Berlin, um sich mit dem Blogger und Piraten-Politiker Stephan Urbach zu einem Gespräch in einer Bar zu treffen. In seinem Blog schreibt Urbach, dass er sich mit Guttenberg, der ohne Personenschutz unterwegs war, über dessen neue Funktion als Berater der EU-Internetkommissarin Neelie Kroes unterhalten wollte.
In dem rund einminütigen Video ist zu sehen, wie einige Aktivisten die Bar stürmen und Guttenberg die Torte ins Gesicht drücken. Guttenberg versuchte, die Attacke mit Humor zu nehmen. "Da muss ich halt durch", habe er gesagt und sich anschließend das Gesicht gewaschen, sagte Urbach zum "Spiegel".
Auf ihrer Webseite schreibt die HE, dass sie Guttenberg, der im März 2011 wegen einer Plagiatsaffäre sämtliche politische Ämter niedergelegt hatte, auch in Zukunft beobachten werde: "Das ist erst der Anfang. Wir werden jeden weiteren Rückkehr-Versuch des Herren von und zu beobachten und süß torpedieren. Und nicht nur von ihm: Die politische Klasse in Berlin, Brüssel und Washington kann schonmal das Teeservice auspacken."