Nach Rassismusvorwürfen

Terry ist nicht mehr Englands Kapitän

Die Vorwürfe sind zu gravierend: John Terry hat seine Kapitänsbinde in der englischen Fußball-Nationalmannschaft wegen angeblich rassistischer Beschimpfungen verloren.

Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.

Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

John Terry und Nationalcoach Fabio Capello (r.): Der Italiener hat die FA-Empfehlung bereits akzeptiert und wird einen neuen Kapitän benennen. (Bild: dpa)

John Terry ist nicht mehr Kapitän der englischen Fußball-Nationalmannschaft. Das teilte der englische Verband FA am Freitag auf seiner Homepage mit. Terry ist demnach von seinen Verpflichtungen als Mannschaftsführer der Nationalelf entbunden, bis alle Anschuldigungen gegen ihn aus der Welt geschafft sind, schrieb die FA. Terry muss sich für angebliche rassistische Beschimpfungen gegen einen Gegenspieler vor Gericht verantworten.

Nationalcoach Fabio Capello habe die Empfehlung des Verbandes akzeptiert und werde einen neuen Mannschaftsführer benennen, hieß es in der Mitteilung. Damit wird Terry das englische Team auch nicht bei der kommenden Europameisterschaft in Polen und der Ukraine als Kapitän auf das Feld führen, da das Verfahren gegen den Abwehrspieler am vergangenen Mittwoch auf Juli und damit auf die Zeit nach der EM verlegt worden war.

Man habe die Entscheidung lange abgewogen, sei allerdings zu dem Schluss gekommen, dass Terry aufgrund seiner Verantwortung auf und neben dem Platz das Amt momentan nicht ausüben könne. "Die Entscheidung ist aufgrund des hohen Anforderungsprofils an einen Kapitän der englischen Nationalmannschaft gefallen und wegen der zusätzlichen Pflichten, die auf den Kapitän vor und während der EM zukommen", schrieb die FA. Der Entzug des Kapitänsamts sei allerdings in keiner Weise mit einer Schuldzuweisung an den 72-fachen Nationalspieler gleichzusetzen.

Terry streitet alles ab

Der Abwehrspieler des FC Chelsea war in die Schlagzeilen geraten, weil er in einem Premier-League-Spiel im vergangenen Oktober gegen die Queens Park Rangers seinen Gegenspieler Anton Ferdinand rassistisch beleidigt haben soll. Dafür muss sich Terry, der die Vorwürfe vehement abstreitet, auch juristisch verantworten. In einer ersten Anhörung am Mittwoch plädierte Terry, der nicht persönlich erschien, über seinen Anwalt auf nicht schuldig. Im Falle einer Verurteilung droht dem Fußballprofi eine maximale Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 3.000 Euro.

Terry verliert das Amt des Mannschaftsführers bereits zum zweiten Mal. Bereits 2010 hatte der Innenverteidiger kurz vor der WM in Südafrika die Binde abgeben müssen, nachdem eine angebliche Affäre Terrys mit der Ex-Freundin eines Nationalmannschaftskollegen publik geworden war. Im März 2011 war Terry allerdings wieder zum Kapitän ernannt worden.

(dapd, N24)

03.02.2012 15:19 Uhr

N24 in den Sozialen Netzwerken:

N24 auf Facebook N24 auf Twitter N24 auf Google+
SchließenSchließen Artikel versenden

Name des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*:


Ihre Mitteilung an den Empfänger:

Es gelten unsere Allgemeinen Nutzungsbedingungen

Sie befinden sich in: Nachrichten » Sport