Israel plant wohl Angriff

Iran startet Manöver und warnt den Westen

Das Säbelrasseln wird lauter - laut US-Berichten fasst Israel einen Angriff noch im Frühjahr ins Auge. Israel will damit das Atomprogramm des Iran unterbinden. Doch der schlägt prompt zurück.

Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.

Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten. (AFP)
Die USA machen Ernst: Der US-Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" hat die Straße von Hormus durchquert. Ein deutliches Signal an den Iran. Dieser hatte gedroht, den Seeweg zu ... (dpa)
... blockieren. Die USA haben nun zusammen mit der "USS Carl Vinson" wieder zwei Flugzeugträger in der Region stationiert. Die "Abraham Lincoln" wurde auf ihrem Weg von britischen und französischen Kriegsschiffen begleitet.
Nach dem Abzug der "John Stennis" in den Pazifik, hat Teheran die USA davor gewarnt, neue Flugzeugträger in den Golf zu schicken. Doch trotz dieser Drohungen konnte ... (dpa)
... die "USS Abraham Lincoln" ungehindert in den Persischen Golf einlaufen. Mit der Aktion habe man "das bestehende internationale Bekenntnis, Durchfahrtrechte unter internationalem Recht zu sichern" betonen wollen, hieß es ... (AFP)
... aus dem britischen Verteidigungsministerium. (AFP)
Die amerikanische Marine ist die stärkste Marineeinheit weltweit. Eine kleine Vorstellung davon liefern allein die Flugzeugträgerverbände, die jetzt im Persischen Golf stationiert sind. (dpa)
Zur USS "Carl Vinson" gehören noch der Lenkwaffenzerstörer "USS Halsey", ... (AFP)
... der Lenkwaffenkreuzer "USS Bunker Hill" und fünf Zerstörer, sowie ... (AFP)
... acht schiffsgestützte Fliegerstaffeln. Ähnlich ausgerüstet ist auch die ... (dpa)
... "USS Abraham Lincoln": Neben sieben Zerstören begleitet sie ... (AFP)
... der Lenkwaffenkreuzer "USS Cape St. George" und ... (AFP)
... neun schiffsgestützte Fliegerstaffeln. (AFP)
Mit dieser Präsenz zeigt die US-Marine, dass sie ihre Drohung, im Falle einer Blockade der Straße von Hormus militärisch einzugreifen, mehr als ernst meint. (dpa)
Insgesamt gehören zur US-Marine mehr als 323.000 Soldaten, über 103.000 Reservisten und 285 Schiffe. Damit ist sie die personal- und kampfstärkste Marine der Welt. (AFP)
Nach Expertenansicht macht die Überlegenheit der US-Marine diese jedoch nicht unverwundbar. Die Straße von Hormus und der Persische Golf sind relativ eng und erlauben so ... (AFP)
... wenig Bewegungsfreiheit - aus strategischer und militärischer Sicht schwierig. Allerdings erzeugt sicherlich schon die enorme Ausstattung der "USS Abraham Lincoln" und der "USS Carl Vinson" ... (AFP)
... Respekt - wenn auch nicht gerade politischen. Das Säbelrasseln am Persischen Golf wird wohl weitergehen. (AFP)

Im Streit um das iranische Atomprogramm wird der Ton immer schärfer. Der geistliche Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, warnte am Freitag die USA und Israel eindringlich vor einem Krieg.

Damit reagierte er auf Berichte aus den USA, wonach Israel schon in diesem Frühjahr iranische Atomanlagen bombardieren könnte. Der Konflikt gehört an diesem Wochenende auch zu den wichtigsten Themen der Münchner Sicherheitskonferenz.

Der "Washington Post" zufolge geht US-Verteidigungsminister Leon Panetta von einer "starken Wahrscheinlichkeit" aus, dass Israel den Iran im April, Mai oder Juni angreift. Damit wolle Israel verhindern, dass der Iran Atomwaffen fertigstelle und für israelische Angriffe unerreichbare unterirdische Uranlager anlege. Auch der Fernsehsender CNN berichtete über entsprechende Pläne.

Chamenei drohte daraufhin beim traditionellen Freitagsgebet in Teheran den USA und Israel: "Schon das Nachdenken über solche Angriffe wäre für sie von Nachteil. Das Einleiten dieser Angriffe wäre zehnmal so nachteilig für sie."

Iran startet neue Manöver

Der Iran hat unterdessen hat am Samstag mit Bodenstreitkräften ein neues Manöver im Süden des Landes begonnen. Dies sagte Mohammad Palpur, der Kommandant der einflussreichen Revolutionsgarden, der Nachrichtenagentur Fars. Die Übungen sollten die Kampfbereitschaft der Truppen aufrechterhalten. Wie lange die Manöver dauern sollen, war zunächst nicht bekannt.

Auch ein Manöver an der Straße von Hormus wurde am Samstag gestartet. Die Übung werde einen Monat dauern, berichteten iranische Medien am Samstag, nannten aber keine Einzelheiten. Die Revolutionsgarde steht unter der direkten Kontrolle des geistlichen Führers Ayatollah Ali Chamenei und ist unter anderem für das Raketenprogramm des Landes verantwortlich. Das Manöver war schon seit Wochen geplant.

Die EU hatte Ende Januar ein Ölembargo gegen den Iran beschlossen. Damit soll die Regierung in Teheran dazu gebracht werden, eine internationale Kontrolle seines Atomprogramms zuzulassen.

Iran droht Westen

Der Iran hat wiederum die Europäische Union aufgefordert, ihre Entscheidung für ein Ölembargo gegen die Islamische Republik noch einmal zu überdenken. Die EU habe sich dem Druck der USA gebeugt, sagte Ölminister Rostam Kasemi am Samstag vor Journalisten in Teheran. Ohne das iranische Erdöl werde es an den internationalen Ölmärkten zu Turbulenzen kommen.

Rund 25 Prozent der iranischen Ölexporte gehen in Länder der EU. Das von den Europäern beschlossene Embargo soll am 1. Juli in Kraft treten, um den Iran im Streit über dessen Atomprogramm zum Einlenken zu bewegen.

Der Minister bezeichnete es der halbamtlichen Nachrichtenagentur Fars zufolge als sicher, dass der Iran selbst einigen EU-Ländern den Ölhahn zudrehen werde. Um welche Länder es sich handelt, sagte Kasemi nicht.

Deutschland trifft Vorbereitungen

Die Bundesregierung bereitet sich deshalb in internationalen Gesprächen auf mögliche Folgen des Öl-Embargos vor. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte der "Saarbrücker Zeitung" (Samstagausgabe) man sei wegen des Ersatzes des iranischen Öls im Gespräch mit anderen Öl-Lieferländern. "Noch wichtiger ist, dass auch die anderen Öl-Importländer die Sanktionen nicht unterlaufen und ihre Importe aus dem Iran nicht erhöhen", sagte der Minister. "Hier gibt es durchaus ermutigende Signale."

Westerwelle sagte, je mehr Länder sich weltweit an den Sanktionen beteiligten, umso Erfolg versprechender seien sie. "Der Iran hat es in der Hand, jederzeit die Sanktionen zu beenden, indem er seinen internationalen Verpflichtungen gerecht wird und nachprüfbar auf jede Option einer nuklearen Bewaffnung verzichtet", sagte Westerwelle.

(dpa, AFP, Reuters, N24)

04.02.2012 11:38 Uhr

N24 in den Sozialen Netzwerken:

N24 auf Facebook N24 auf Twitter N24 auf Google+
SchließenSchließen Artikel versenden

Name des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*:


Ihre Mitteilung an den Empfänger:

Es gelten unsere Allgemeinen Nutzungsbedingungen

Sie befinden sich in: Nachrichten » Politik