Lose Kohlefaserteile

Neue Probleme bei Boeings "Dreamliner"

Neue Negativ-Schlagzeilen für Boeings Super-Flieger "Dreamliner": Kohlefaserteile im Rumpfbereich halten wohl nicht richtig zusammen. Boeing sagt, dass die Flugzeuge trotzdem sicher seien.

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Die Kohlefaserteile, die beim "Dreamliner" erstmals bei einem Verkehrsjet großflächig zum Einsatz kommen, haben bei Boeing schon öfter für Ärger gesorgt. (Bild: dpa)
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Der erste "Dreamliner" ist in Tokio gelandet. Die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) erhofft sich vom neuen Langstrecken-Flieger 787... (AP)
...neuen Aufwind. Die Boeing-Maschine startete in Everett im US-Bundestaat Washington unter dem Jubel der Arbeiter. Nun wurde... (dpa)
...sie an den ersten Kunden ausgeliefert. (AFP)
Nach dreijähriger Verspätung wurde die Maschine mit Spannung erwartet. Der 787 Dreamliner ist das erste neue Boeing-Modell seit einem Jahrzehnt. (AFP)
"Ich denke, es gibt großes Potenzial, dass dieses Flugzeug die Luftfahrt- Industrie verändern wird", sagte der ANA-Pilot nach dem ersten Flug von den USA nach Japan. (AFP)
Am 26. Oktober soll das Flugzeug bei einem Sonderflug von Tokio nach Hongkong in Betrieb genommen werden. Reguläre Inlandsflüge sind ab 1. November geplant. (AFP)
Die Fluggesellschaft ANA hat 55 Maschinen bestelt. Insgesamt sind allerdings schon mehr als 800 Bestellungen eingegangen. (AFP)
Erlebbar wird der Dreamliner für deutsche Fluggäste ab Januar, wenn ... (dpa)
...das Flugzeug zum ersten Langstreckenflug zwischen Tokio und Frankfurt am Main startet. (AFP)
Bei Langstrecken-Flügen soll die Maschine... (AP)
...Platz für 330 Passagiere haben und bis zu 20 Prozent weniger Kraftstoff verbrauchen als herkömmliche Modelle. (AP)
Der Grund dafür sind deutlich leichtere Materialien: Anstelle von ... (AFP)
... Aluminium verwendet Boeing mit Kohlenstofffasern verstärkten Kunststoff. (AFP)
Und besser Durchatmen sollen Insassen auch können: Der Luftdruck in der Kabine soll dem in einer Höhe von 6.000 Fuß (1.800 Meter) statt wie bisher 8.000 Fuß (2.400 Meter) entsprechen. (AP)
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Nichts weniger als das ultimative Flugerlebnis versprechen die Macher von "Legenden der Luftfahrt 3D". Die 3D-Dokumentation begleitet den Chefpiloten der Boeing 787 "Dreamliner", ...
... Mike Carriker (r.), durch die Entwicklungsphase der neuen Boeing. Auf der Suche nach dem optimalen Flugzeug griffen die Ingenieure auch auf Innovationen aus der Geschichte der Luftfahrt zurück.
So nimmt der Film seine Zuschauer mit auf waghalsige Looping-Manöver im hölzernen Stearman-Doppeldecker, dessen leichte und doch robuste Konstruktion Entwickler seit 70 Jahren ...
... inspiriert. Im Best-Of der Luftfahrt nicht fehlen darf natürlich der Nervenkitzel beim markerschütternden Start eines Harrier-Düsenjets ...
... oder die Ruhe eines sanft gleitenden Schleicher-Segelfliegers. Für viele gilt sie als schönstes Propellerflugzeug aller Zeiten: ...
... die Lockheed Super Constellation. Sie steht symbolisch für den amerikanischen Wohlstand der 1950er, in denen das Fliegen zur Cocktailparty wurde.
Inspiration holten sich die Ingenieure der Boeing 787 aber auch in der Natur. Die Knochenstruktur eines Spatzes oder Albatrosses ist beispielsweise leicht ...
... und trotzdem im Stande, die dauerhafte Belastung während des Flugs auszuhalten. Die Flügel der Vögel sind flexibel ...
... und anpassungsfähig gegenüber dynamischen Änderungen der Luft, thermischen Einflüssen und – vor allem – der sich ändernden Geschwindigkeit.
Um diese Eigenschaften so gut es geht nachzuahmen, nutzen Passagierflugzeuge wie der Dreamliner oder der Airbus 380 Laminate, Verbundstoffe und neue Metalllegierungen. Der Rumpf der Boeing 787 ...
... besteht als erstes Großraumflugzeug überhaupt aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (s. Foto). "Legenden der Luftfahrt 3D" erklärt die technischen Grundlagen, ...
... indem die Dokumentation einen Blick hinter die Kulissen der großen Flugzeughersteller wirft. Und wo es um jüngste Errungenschaften der Aviatik geht, darf er nicht fehlen: ...
... der Airbus A380. Der zweistöckige Megaliner von der Höhe eines achtstöckigen Hauses sprengt als Flugzeug der Superlative die bisherigen Grenzen technischer Machbarkeit.
Seit seinem ersten kommerziellen Flug 2007 steht der Megaliner wie kaum ein anderes Flugzeug im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. 13 Jahre tüftelten Experten an dem Riesenadler, bevor ...
... 2001 die finale Entwicklungsstufe erreicht wurde. Sowohl der A380 wie auch die Boeing 787 sollen Langstreckenflüge effizienter machen - das betrifft vor allem den Treibstoffverbrauch.
Der Boeing 787 Dreamliner erreicht bei mittlerer Größe eine Reichweite von bis zu 15.750 Kilometern und transportiert bis zu 330 Passagiere. Der Treibstoffverbrauch der 787 ...
... liegt um bis zu 20 Prozent unter dem anderer Flugzeuge vergleichbarer Größe. Das Flugzeug, dessen Entstehung die Macher des Films mitbegleiteten, ...
... erhob sich am 15. Dezember 2009 zum ersten Mal in die Lüfte. Anders als der Airbus befindet sich der Dreamliner aber immer noch in der Testphase.
"Legenden der Luftfahrt 3D" kommt nach vier Jahren Produktionszeit am 23. Dezember in die deutschen Kinos.

Der "Dreamliner" bereitet Boeing schon wieder Kopfzerbrechen. Nach Angaben des US-Flugzeugbauers ist bei der Produktion des hochmodernen Langstreckenfliegers etwas schief gelaufen.

Das Problem sei aber erkannt und die Reparatur mache Fortschritte, erklärte der Airbus-Rivale und betonte, die Flugzeuge seien nichtsdestotrotz sicher. Nach einem Bericht der in Sachen Boeing meist gut informierten "Seattle Times" halten Kohlefaserteile im hinteren Rumpfbereich nicht richtig zusammen. Das Fachmagazin "Flightglobal" berichtete von mindestens drei Maschinen, die betroffen seien. Boeing selbst gab keine Details preis.

Die Verbundmaterialien, die beim 787 "Dreamliner" erstmals bei einem Verkehrsjet großflächig zum Einsatz kommen, hatten Boeing schon so manchen Ärger bereitet und milliardenschwere Mehrkosten verursacht. Das Flugzeug wurde erstmals im September mit mehr als drei Jahren Verspätung ausgeliefert. Auch das Airbus-Gegenstück A350 liegt hinter dem Zeitplan zurück.

Bislang wurden Flugzeuge zum überwiegenden Teil aus Aluminium gefertigt. Die Hersteller müssen mit Kohlefaserteilen erst noch Erfahrungen sammeln. Das Material wird eingesetzt, weil es leichter ist als Alu, was in Zeiten steigender Spritpreise bei den Fluggesellschaften gut ankommt.

(dpa, N24)

06.02.2012 17:08 Uhr

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