Alles nur Manöver

Soldaten proben den Ernstfall

Derzeit führen die USA gemeinsam mit acht anderen Ländern eine der größten Militärübungen durch. Auch andere Staaten trainieren ihre Truppen regelmäßig. Hier Bilder aus dem fiktiven Krieg.

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Die USA sind derzeit Gastgeber einer multinationalen Übung mit 14.000 Marines, Matrosen, Fliegern, Soldaten und … (AFP)
… mehr als 25 Schiffen. Acht Länder nehmen an der Großübung zu Wasser, zu Land und in der Luft teil. Die Operation "Bold Alligator 2012" … (AFP)
… ist die größte amphibische Übung an der Ostküste Amerikas seit Beginn des Irakkriegs. Der gemeinsame Feind der noch bis zum 14. Februar … (AFP)
… andauernden Übung ist das fiktive Land "Granat". Die Übung dient dazu, die gemeinsame Schlagkraft zu testen, Strategien zu entwickeln ... (AFP)
... und die humanitäre Versorgung der von dem fiktiven Konflikt Betroffenen an Land und über das Wasser zu proben. Für die teilnehmenden ... (AFP)
... Länder Kanada, Großbritannien, Frankreich, Niederlande, Spanien, Italien, Neuseeland und Australien ist die Übung ... (AFP)
... auch eine Plattform zum Entwickeln neuer Ideen für die Zukunft ihrer Armeen und eine Möglichkeit, von der weltweit mächtigsten Armee zu lernen. (AFP)
Auch in anderen Ländern - etwa in Israel - werden die Streitkräfte immer wieder großen militärischen Tests unterzogen. (AFP)
Neben dem Umgang mit Feuerwaffen, Panzern, Geschützen und Granaten stehen dabei häufig auch ... (AFP)
…simulierte Raketenangriffe im Vordergrund. Die israelischen Streitkräfte arbeiten bei ihren Übungen … (AFP)
… häufig eng mit der US-Army zusammen. Doch auch bei anderen Armeen steht die internationale Kooperation hoch im Kurs. (AFP)
Hier proben ein pakistanischer und ein chinesischer General gemeinsam mit ihren Truppen unterschiedliche Szenarien ... (AFP)
… zur Terrorbekämpfung. Die beiden Länder möchten durch die zweiwöchigen Trainingsmaßnahmen auch ihre politischen Beziehungen stärken. (AFP)
Auch Kampfhubschrauber und Fallschirmjäger werden in den simulierten Anti-Terror-Operationen eingesetzt. China sieht darin eine … (AFP)
... große Chance, von der jahrzehntelangen pakistanischen Anti-Terror-Erfahrung zu profitieren. In Japan ... (AFP)
… fand zu Beginn des Jahres ein Manöver mit insgesamt 400 Personen ... (AFP)
... 18 Flugzeugen und 41 Fahrzeugen statt. Obwohl Japan laut Verfassung nominell keine Streitkräfte besitzt, ... (AFP)
... stellen die "Selbstverteidigungskräfte" faktisch solche dar. Japan ... (AFP)
... nimmt dadurch bei den weltweiten Militärausgaben Rang sechs ein. Die deutsche Bundeswehr ... (AFP)
... ist vermehrt auch eine Armee im Auslandseinsatz. Mehr als 7000 Soldaten beteiligen sich derzeit … (dpa)
... an Einsätzen im Ausland - so etwa im Kosovo. Die 3200 deutschen KFOR-Soldaten werden regelmäßig ... (AFP)
… trainiert um sie auf die jederzeit möglichen Kampfsituationen vorzubereiten. Sogar rund 5000 Soldaten sind derzeit in Afghanistan ...
... stationiert. Ihr Rückzug ist für 2014 angekündigt. Bis dahin müssen auch sie regelmäßig ihr Können und Wissen unter Beweis stellen - leider nicht nur in ungefährlichen Übungen. (AFP)
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Die deutsche Rüstungsindustrie boomt. Mit Waffenausfuhren im Gesamtwert von rund 3,1 Milliarden Dollar war Deutschland ...
... im Jahr 2010 der drittgrößte Rüstungsexporteur der Welt, nach den USA (6,9 Mrd.) und Russland (4,4 Mrd.).
Zu den größten Herstellern mit deutscher Beteiligung gehören EADS, Rheinmetall, Krauss-Maffei Wegmann, Thyssen Krupp und Diehl Defence. (Bild: Darkone, Wikipedia, cc-by-sa 2.5)
Wertmäßig am meisten ins Gewicht fallen Flugzeuge wie der "Eurofighter" (Stückpreis rund 80 Mio. Euro) sowie Kriegsschiffe und Unterseeboote. (Bild: Markus Zinner, Wikipedia, cc-by-sa 3.0)
Der "Eurofighter" ist ebenso wie der Kampfhubschrauber "Tiger" (Stückpreis rund 45 Millionen Euro) ein Produkt des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS.
Dieser stellt auch den NATO-Transporthubschrauber NH90 (rund 16 Mio. Euro) her, der bisher von 14 Ländern in teils hohen Stückzahlen geordert wurde. (Bild: Esercito.difesa.it, Wikipedia, cc-by 2.5)
Noch weitaus teurer sind die Fregatten und Schnellboote, die in Deutschland zum Beispiel von dem Stahl- und Rüstungskonzern ThyssenKrupp ...
... produziert werden. Dieser stellt auch Kampf-U-Boote verschiedenster Klassen für den weltweiten Vertrieb her - ein Milliardenmarkt.
Heiß begehrt sind auch die Armeefahrzeuge des Münchner Herstellers Krauss-Maffei Wegmann, insbesondere der Kampfpanzer "Leopard 2". Dessen ... (Bild: Friedrich Böhringer, Wikipedia, cc-by-sa 2.5)
... hochpräzise 120-mm-Glattrohrkanone der Firma "Rheinmetall" (hier die Innenansicht) wird auch in anderen Panzern eingesetzt, so etwa im "M1 Abrams" der US-Armee.
Ebenfalls von Krauss-Maffei Wegmann stammen der Transporter Dingo, der in zahlreichen Staaten im Einsatz ist, sowie ... (Bild: ISAF Headquarters Public Affairs Office, Wikipedia, cc-by 2.0)
der Schützenpanzer "Puma", der ab 2013 nach und nach den in die Jahre gekommenen "Marder" ersetzen soll. (Bild: Sonaz, Wikipedia, cc-by 3.0)
Ebenfalls aus dem Hause Krauss-Maffei Wegmann stammt die "Panzerhaubitze 2000", die neben der Bundeswehr in drei weiteren Armeen eingesetzt wird. (Bild: Isafmedia, Wikipedia, cc-by 2.0)
Die Firma Diehl Defence aus Überlingen am Bodensee produziert Raketen wie die "IRIS-T" sowie Granaten und Munition für den weltweiten Einsatz. (Bild: Owly K, Wikipedia, cc-by-sa 3.0)
Weltweit im Einsatz ist auch das Sturmgewehr "G36" der Firma Heckler & Koch. Neben den Streitkräften wird es auch bei vielen Spezialeinheiten der Polizei genutzt.
Seit 2005 stellt Heckler & Koch das Maschinengewehr "MG4" her. Neben den deutschen Streitkräften ist dieses auch in der spanischen Armee im Einsatz. (Bild: Spike78, Wikipedia, cc-by-sa 3.0)
Ab 2012 liefert Heckler & Koch den Granatwerfer "XM25" an die US-Armee. Die programmierbare Munition soll besonders präzise Kampfhandlungen ermöglichen.
Eine der meistverbreiteten Panzerabwehrwaffen weltweit ist die "MILAN" des europäischen Herstellers MBDA, der auch in Deutschland produziert. Über EADS ist auch Deutschland daran beteiligt. (Bild: Comm2007, Wikipedia, cc-by-sa 3.0)
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In Las Vegas (USA) hat die 34. Waffenmesse "Shot" (Kurzform für "Shooting, Hunting, Outdoor Trade") begonnen - das Mekka für Amerikas Waffenfreaks. Die Besucher sind... (AFP)
... von den Exponaten begeistert. Auf Deutsche kann diese Zurschaustellung von Waffen, Munition und Gegenständen für den Überlebenskampf nur befremdlich wirken. (AFP)
So wie diese Figuren, die als Zielscheibe für Schützen dienen und sogar "bluten" können, wenn sie getroffen werden. Die diesjährige "Shot"-Messe ist... (AFP)
... mit 1.600 Ausstellern und mehr als 30.000 Waffen die größte professionelle Waffenausstellung. Kein Wunder, denn... (AFP)
... die USA sind das Land mit den meisten Waffen: Knapp 40 Prozent aller zivilen Schusswaffen weltweit befinden sich hier - das sind etwa 270 Millionen Stück. (AFP)
Das amerikanische Waffenrecht ist eines der liberalsten auf der Welt. Sogar in der Verfassung ist das Recht, eine Waffe zu besitzen, fest verankert. National... (AFP)
... und international gibt es jedoch Debatten über das amerikanische Waffenrecht, da die Zahl der Toten durch privaten Waffenbesitz in den letzten Jahren drastisch gestiegen ist. Nach Angaben... (AFP)
... des waffenkritischen "Brady Centers" sterben jedes Jahr mehr als 30.000 Menschen durch Schusswaffen - das sind 105 Menschen am Tag, 15 von ihnen sind Kinder oder Jugendliche. (AFP)
Waffenbefürworter halten dagegen, dass Waffen nötig seien, um sich und sein Umfeld zu beschützen. In drei Staaten dürfen Bürger sogar ohne eine Sondergenehmigung ... (AFP)
... verdeckt eine Waffe tragen. Damit das auch so bleibt, setzen sich Verbände wie die NRA (National Rifle Association) politisch dafür ein, dass der Erwerb und Gebrauch von Schusswaffen nicht angetastet wird. (AFP)
Auf der Messe wird es deshalb wohl auch kaum jemanden geben, der sich für eine Einschränkung des Waffengesetzes einsetzen würde. (AFP)
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Barack Obama kämpft für eine Welt ohne Nuklearwaffen. Ein schwieriges Unterfangen: Obwohl die Menge der Sprengköpfe weltweit abnimmt, steigt die Zahl der Atomwaffen-Staaten. Doch welche Staaten besitzen eigentlich Atomwaffen?
Im Atomwaffensperrvertrag von 1968 werden jene Staaten als Kernwaffenstaaten bezeichnet, die bis zum 1. Januar 1967 eine Kernwaffe hergestellt oder gezündet haben. Demnach gibt es fünf sogenannte "Offizielle Atommächte":
Zunächst die USA. Um die gewünschte internationale Transparenz im Abrüstungsprozess zu fördern, veröffentlichte die US-Regierung ihren aktuellen Bestand: die USA besitzt aktuell 5113 einsatzfähige nukleare Sprengköpfe. Nach Angaben des ...
... US-Verteidigungsministeriums haben sie jedoch ihr Atomwaffenarsenal seit dem Kalten Krieg um 84 Prozent reduziert. Die größte Atommacht sind sie nicht. Die meisten nuklearen Sprengköpfe besitzt ...
... Russland. Experten gehen von bis zu 10.000 Atomsprengköpfen aus. Seit dem Ende des Kalten Krieges setzt jedoch auch Russland auf Abrüstung. 2002 schlossen Russland und die USA das SORT-Abkommen zum Atomwaffenabbau.
Im April 2010 folgte mit dem START-Nachfolgeabkommen der nächste Schritt der Abrüstung. Die beiden früheren Erzfeinde bekannten sich damit zur Führerschaft im Abrüstungsprozess und wollen Vorbild für die übrigen Atommächte sein.
Frankreich ist ebenfalls eine offizielle Atommacht. Die Anzahl der nuklearen Sprengköpfe wird auf ca. 300 geschätzt. Sie besitzen vor allem U-Boote, die Atomsprengkörper abschießen können.
Vierter im Bunde der Atommächte ist die Volksrepublik China mit ca. 200 Atomsprengköpfen. Sie besitzt eine große Flotte von Atom-U-Booten, die atomare Waffen transportieren und abschießen können.
Die letzte offizielle Atommacht ist Großbritannien. Experten gehen von ungefähr 160 nuklearen Sprengköpfen aus. Neben den offiziellen Atommächten gibt es faktische Atommächte, die sich weigern den Atomwaffensperrvertrag zu unterzeichnen. Einer dieser ...
... Staaten ist Israel. Der Besitz von Kernwaffen wird von Israel bislang weder bestätigt noch geleugnet. Das Land hat in den 1950er Jahren mit der Entwicklung von Atombomben begonnen und soll seit 1967 über funktionsfähige Sprengköpfe verfügen. In ...
... Dimona, einer Stadt im Süden des Landes, wurde ein Atomreaktor entdeckt, in dem aller Vorraussicht nach waffenfähiges nukleares Material produziert wird. Schätzungen sprechen von 200 Sprengköpfen im israelischen Besitz.
Auch Indien besitzt Atomwaffen. Mehrere unterirdische Atombombentests beweisen das gefährliche Eigentum. Man geht von ca. 100 Atomsprengköpfen in Indien aus. Als Reaktion auf das indische Atomwaffenprogramm ...
... forcierte auch Pakistan die Entwicklung eigener Atomwaffen.1985 wurde erstmals Uran angereichert, seit 1998 besitzt das Land nachweislich zwischen 60 und 100 nukleare Sprengköpfe.
Pakistan gilt mit als das gefährlichste Land der Welt, da das Risiko besteht, dass die Atomwaffen allzuleicht in extremistische Hände fallen könnten. Besonders die Taliban-Rebellen rücken näher und könnten Zugriff auf die Nuklearwaffen bekommen.
Neben den bestätigten Atomwaffen der offiziellen und nicht-offiziellen Atommächten gibt es Staaten, die unter starkem Verdacht des Atomwaffenbesitzes stehen. So auch Iran. Irans Präsident Ahmadinedschad streitet die Vorwürfe dennoch vehement ab.
Im Iran existieren bislang zwei noch nicht im Betrieb befindliche Kernkraftwerke sowie vier Anlagen zur Urananreicherung. Das Land bestreitet, Atomwaffen entwickeln zu wollen. Dennoch drängt die internationale Gemeinschaft darauf, dass ...
... Iran sein Atomprogramm einstellt, beziehungsweise bei der zivilen Nuklearnutzung mit seinen Nachbarstaaten zusammenarbeitet.
Ein weiterer Verdächtiger ist Syrien. Israelische Kampfflugzeuge zerstörten nach eigenen Angaben 2007 eine Atomanlage (siehe Luftbild), die zur Gewinnung von Uran genutzt worden sein soll. Erklärtes Ziel Syriens ist es, Atomwaffen zu entwickeln.
Experten halten es ebenfalls für möglich, dass Nordkorea und sein diktatorischer Regierungschef Kim Jong-il über genug angereichertes Uran für den Bau von bis zu zwölf Atombomben verfügen soll.
1985 ist Nordkorea zwar dem Atomwaffensperrvertrag beigetreten, erklärte jedoch 2003 den Austritt. Es verwies die Inspekteure der Internationalen Atomenergie-Agentur des Landes und gab eine heimliche Nuklearrüstung zu.
Aus Sorge vor einer iranischen Atombombe zeigen auch Länder wie Saudi-Arabien und Ägypten Interesse an einer Uran-Anreicherung. Ägypten schloss für sein friedliches ziviles Atomprogramm eine Kooperation mit Russland.
Außerhalb von Testgeländen haben bislang nur die USA Atomwaffen eingesetzt. Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs ließ US-Präsident Harry S. Truman zwei Atombomben auf Japan abwerfen. Hiroshima und Nagasaki waren das Ziel.
Deutschland hat nie selbst Atomwaffen produziert. Hierzulande lagern jedoch amerikanische Nuklearwaffen, wie beispielsweise im Fliegerhorst Büchel/ Rheinland-Pfalz (siehe Luftbild).
Den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnete Deutschland 1969. Mittlerweile haben ihn 200 Staaten unterzeichnet. Der Vertrag verbietet den fünf offiziellen Atommächten Nuklearwaffen oder die Technik weiterzugeben. Allen anderen Ländern ist es untersagt, ...
... derartige Waffen zu erwerben, zu entwickeln und zu besitzen. Trotz dieser Vereinbarung ist es ein langer Weg, solange es Staaten gibt, die sich widersetzen und den offiziellen Atomstaaten eine Abrüstung aus Abschreckungsgründen erschweren.
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(N24)

09.02.2012 21:14 Uhr

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