Akte veröffentlicht

FBI überwachte Steve Jobs

Eine Erpressung, Drogenexperimente und ein Zugang zu "Top Secret"-Akten: Das FBI hat Steve Jobs bei einer Überprüfung 1991 gründlich unter die Lupe genommen. Dabei kam auch Überraschendes zu Tage.

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Steve Jobs war für einen Beraterposten unter US-Präsident George W. Bush im Gespräch. (AFP)
Video: Die Apple-Story - Wie Steve Jobs die Welt veränderte
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Steve Jobs wird als Visionär der Computerbranche gefeiert. Zu Recht - doch nicht alle seiner Ideen konnten sich am Markt durchsetzen. Unter seiner Führung ... (Foto: AFP)
... entstand zum Beispiel 1981 der Apple III. Der Nachfolger des Erfolgsmodells Apple II war für Businesskunden gedacht. Der Computer war zu teuer und zu unzuverlässig - Apple verlor den Unternehmensmarkt an den PC. (Bild: Alexander Schaelss)
Zwei Jahre später kam "Lisa" auf den Markt. Der erste kommerziell produzierte Computer mit einer grafischen Benutzeroberfläche kostete bei seinem Start 9.995 Dollar und geriet bald in den Schatten des billigeren Macintosh, der 1984 auf den Markt kam.
1989 kehrte Jobs Apple vorerst den Rücken und arbeitete an seinem neuen Projekt NeXt. Der Computer war zwar in vielerlei Hinsicht seiner Zeit voraus. Aber auch er war zu teuer, um auf breite Akzeptanz zu stoßen. (Foto: Alexander Schaelss)
1996 kehrte Jobs zu Apple zurück. Der neue iMac brachte das Unternehmen wieder auf Gewinnkurs. Nur die kreisrunde Puck Mouse (2.v.r.) war einfach zu klein und rund für eine komportable Benutzung.
Man sieht es schon: "The Cube" gewann Designpreise. Der schmucke Tischcomputer floppte trotzdem wegen seines hohen Preises zur Jahrtausendwende auf dem Markt. (Foto: dpa)
Das iPhone sollte einer von Jobs größten Erfolgen werden. Davor gab es 2005 in Zusammenarbeit mit Motorola das iTunes-Handy ROKR. Als Musikabspiel-Gerät konnte es aber kaum ... (Foto: AP)
... mit dem iPod mithalten - dem tragbaren Mediaplayer von Apple. Das ROKR konnte nur 100 Lieder speichern. Kritiker bemängelten zudem, dass mit dem Handy das Herunterladen von Musik über das Mobilfunknetz nicht möglich war. (Foto: dpa)
Der wohl letzte Flop war das iTV, das Jobs selbst als sein "Hobby" bezeichnete. 2007 präsentierte der Apple-Chef die kleine Set-Top-Box, die an einen Fernseher oder an einen Macintosh von Apple angeschlossen werden kann. (Foto: dpa)
Mithilfe einer kleinen Fernbedienung konnte der Nutzer Musik und Filme vom PC auf dem Fernseher abspielen. Mit einem Preis von 249 Dollar war Apple TV erneut zu teuer, zudem war die Inbetriebnahme kompliziert. (Foto: dpa)
Das letzte Produkt, das unter der Ägide Steve Jobs entwickelt wurde, war das iPad 2 - obwohl erst im März 2011 vorgestellt, steht wohl jetzt schon fest: Jobs verabschiedete sich gebührend mit einem Mega-Erfolg.
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Der Apple-Gründer Steve Jobs ist am 6. Oktober 2011 gestorben. Was bleibt, sind seine Ideen, mit denen er die Welt ein Stück veränderte. Steve Jobs absolvierte nie eine Ingenieurausbildung und ist als Erfinder und... (AFP)
... Miterfinder von mehr als 300 Patenten in den USA eingetragen. Alles begann mit der Gründung von Apple. 1976 kam das erste Apple Produkt auf den Markt : der Apple I. (AFP)
Kurz darauf folgte Apple II, der anders als sein Vorgänger, für den Massenmarkt vorgesehen war. 1983 ging Apple Lisa (Foto) an den Start. Die Handhabung von Lisa, war die Grundlage für die Bedienung des heutigen Computers. (dpa)
1984 präsentierte Steve Jobs den Apple Macintosh. Er war der erste kommerziell erfolgreiche Computer mit einer grafischen Benutzeroberfläche. (dpa)
1998 kehrte Jobs nach seinem erzwungenen Abgang zu Apple zurück und stellte den iMac vor. Er gilt als eine Art Symbol des neuen Zeitalters, da in dieser Zeit viele Menschen erstmals einen Computer kauften und das Internet entdeckten. (AFP)
Doch Jobs hatte noch viel mehr vor. Anfang der 80er Jahre kaufte er dem Erfinder von "Star-Wars" eine Abteilung für Computergrafik ab. Daraus entstand das Animationsstudio Pixar. Zum größten Aktionär des Unterhaltungskonzerns... (AFP)
... und zugleich zum Milliardär wurde er mit dem Verkauf von Pixar an Disney im Jahr 2006. Steve Jobs wurde belächelt, als er 2001 den Musikplayer iPod vorstellte. Doch... (AFP)
... das Gerät wurde schnell zum Marktführer, obwohl es teurer war als Konkurrenzangebote. Mit dem Online-Shop iTunes wurde Apple 2003 zum weltgrößten Musikverkäufer. Es folgte der Vertrieb von Filmen, Softwares und Apps. (AFP)
"Wir haben das Telefon neu erfunden". So stellte Steve Jobs 2007 das iPhone vor. Auch wenn das vermessen klang: Er behielt Recht. Das iPhone war das erste Smartphone der Welt, es sollten hunderte Nachahmer folgen. (AFP)
Das Gerät setzte bei der Bedienung und beim Aussehen neue Maßstäbe. Es krempelte die gesamte Industrie um, da nicht das Gerät im Vordergrund stand, sondern die darauf installierte Software - die Apps. (AFP)
Steve Jobs entwickelte Laptops, die leistungsstark sind, weniger Gewicht haben und Konkurrenzprodukten weit vorraus sind - wie das MacBook. (AFP)
Tablet- Computer galten nach mehreren erfolglosen Versuchen als Sackgasse. Bis Jobs das iPad vorstellte. Zahlreiche weitere Hersteller... (AFP)
... versuchen bis heute an Apples Erfolg anzuknüpfen - doch ohne Erfolg. Das iPad dominiert den Markt genauso wie das iPhone. (AP)
Jobs sah das iPad als Botschafter einer "Post-PC-Welt", in der klassische Computer weniger wichtig werden. (AFP)
Seit 2008 versuchte Jobs zu bestimmen, wie ein mobiler Computer der Zukunft aussehen soll. Er ... (AFP)
... präsentierte das MacBook Air. Es ist ein extrem dünnes Notebook im Aluminium-Gehäuse, welches unter anderem kein optisches Laufwerk mehr hat. (AFP)
Nun hat die Ära Steve Jobs ein endgültiges Ende genommen. Doch die Innovationen des Apple-Gründers werden uns noch lange erhalten bleiben. (AFP)
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Der Mitbegründer des amerikanischen Technologiekonzerns Apple ist tot. Er starb mit 56 Jahren im Kreis seiner Familie in Palo Alto. Jobs litt lange Zeit an Krebs.
Steve Jobs arbeitete jahrelang auch als Chef des Technologiekonzerns. Seine Entscheidungen formten aus einer Garagenfirma einen der wertvollsten Konzerne überhaupt.
Als Steve Jobs das Unternehmen Apple im April 1976 gemeinsam mit Steve Wozniak und Ronald Wayne gründet, haben sie eine ... (Bild: Steve Jobs 1977)
... ganz einfache Idee. Sie wollen den Computer in normale Haushalte bringen. Jeder soll damit arbeiten und spielen können.
Apple hat damit riesigen Erfolg. Allerdings führen Jobs Führungsstil und seine Produktvorstellungen auch schnell zu internen Problemen.
1985 muss Jobs Apple verlassen. In den Jahren danach baut er mehrere andere Firmen auf, darunter die Computerfirma NeXT und die Animationsfirma Pixar. (Bild: Steve Jobs 1995)
1996 übernimmt Apple Jobs Firma NeXT. Der frühere Unternehmenschef zieht in den Vorstand ein und wird 1997 erneut Chef des Konzerns. (Bild: Steve Jobs 1998)
Der Konzern, der in den 1990er Jahren mit massiven Absatzproblemen kämpft, blüht unter seiner Führung wieder auf. (Bild: Steve Jobs 2000)
In seiner Verantwortung entstehen wegweisende Produkte wie der iMac, der iPod, das iPhone, das Betriebssystem Mac OS oder ... (Bild: Steve Jobs 2004)
... auch das Musikportal iTunes. Dann der Schock: Im Jahr 2004 werden erstmals schwere gesundheitliche Probleme des Apple-Chefs bekannt.
Jobs leidet an Bauchspeicheldrüsenkrebs, meist ein Todesurteil. Nicht so bei Steve Jobs: Nach einer erfolgreich verlaufenen Operation ...
... gilt er nach eigener Aussage als geheilt und kehrt nach einer kurzen Auszeit zu Apple zurück. Die Spekulationen ...
... über seine Gesundheit reißen seitdem aber nicht mehr ab. Jeder öffentliche Auftritt des Apple-Chefs wird genau beäugt.
Jede öffentlich gezeigte körperliche Schwäche nährt die Gerüchteküche und lastet auf dem Aktienkurs des Unternehmens.
So geschehen im Jahr 2006: Bei einer Keynote im August des Jahres wirkt er auf Beobachter krank und abgemagert.
Ähnlich war es nach einem Auftritt auf der Apple Developers Conference im Jahr 2008. Während Beobachter über Spätfolgen ...
... seiner Operation spekulieren, erklärt Apple, Steve Jobs habe eine normale Viruserkrankung und nehme Antibiotika. Ende August 2008 ...
... veröffentlicht die Wirtschaftsagentur Bloomberg versehentlich einen Nachruf auf Jobs, der sich im Web rasend schnell verbreitet.
Bei einer Keynote im September 2008 scherzt Jobs über den Vorfall und lässt seinen Blutdruck auf einer Leinwand zeigen.
Dass all die Gerüchte und Spekulationen nicht völlig aus der Luft gegriffen sind, zeigt sich aber spätestens im Januar 2009.
In einem offenen Brief berichtet Steve Jobs von einer Hormonerkrankung, die für seinen Gewichtsverlust verantwortlich sei.
Später heißt es in einem internen Apple-Memo, seine Gesundheitsprobleme seien doch ernster, als er zunächst dachte. Er kündigt an, ...
... sich für mehrere Monate zurückzuziehen. Im Juni 2009 wird schließlich bekannt, dass er sich in dieser Zeit einer Lebertransplantation unterzog.
Die Operation verläuft erfolgreich und Jobs kehrt im September 2009 mit einer Apple-Präsentation in das Unternehmen und in die Öffentlichkeit zurück. Anderthalb Jahre später erneut ein Schock: Am 17. Januar ...
... 2011 nimmt sich Jobs aus gesundheitlichen Gründen erneut eine Auszeit. Auf die Gründe dafür geht er nicht näher ein, erklärt nur, so schnell wie möglich zu Apple zurückkehren zu wollen. Er bleibe aber Konzernchef und sei weiterhin ...
... an strategischen Entscheidungen beteiligt. Am 24. August 2011 erklärt er endgültig seinen Rücktritt als CEO. Zu diesem Zeitpunkt war er sich längst darüber bewusst, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleiben würde.
Bereits 2005 bemerkte er: "Der Gedanke an den Tod ist der beste Weg den ich kenne, um der Falle zu entgehen zu denken, dass du etwas zu verlieren hättest. Du bist schon nakt. Es gibt keinen Grund, nicht deinem Herzen zu folgen."

Die US-Bundespolizei FBI hat 1991 Apple-Gründer Steve Jobs ausführlich durchleuchtet, als er im Gespräch für einen Beraterposten beim Weißen Haus war. Die jetzt veröffentlichte fast 200 Seiten starke FBI-Akte enthält bereits Details, die der breiten Öffentlichkeit erst mit Erscheinen der Steve-Jobs-Biografie im Herbst vergangenen Jahres bekanntwurden. Neu ist, dass Jobs von 1988 bis 1990 eine Freigabe für geheime Informationen der Stufe "Top Secret" hatte, sowie die Geschichte von einer Bombendrohung, mit der 1985 unter anderem vom Apple-Gründer eine Million Dollar erpresst werden sollte.

Den damaligen Ermittlungsunterlagen zufolge, die Teil von Jobs' FBI-Akte sind, rief ein Unbekannter im Februar 1985 bei Apple an und behauptete, er habe Bomben in drei Häusern deponiert. Das Geld sollte in einem Zug übergeben werden. Sollten die Behörden informiert werden, drohte er, an einem nicht genannten Ort einen weiteren Sprengsatz zu zünden. Jobs und die anderen Erpressungsopfer schalteten trotzdem das FBI ein. Es wurden allerdings weder Bomben noch der Erpresser gefunden.

"Pixar" sollte FBI-Software schreiben

Den "Top Secret"-Zugang bekam Jobs nach Informationen des Blogs "Gizmodo", weil seine Firma Pixar - damals noch Jahre von ihrem ersten großen Animationsfilm entfernt - dem US-Geheimdienst Software zur Bearbeitung von Satellitenaufnahmen anbieten wollte.

Das FBI befragte 1991 mehr als 30 Weggefährten, ehemalige Kollegen und auch Nachbarn von Jobs. Ziel war nicht nur, vor einer Berufung in ein Beratergremium des damaligen US-Präsidenten George Bush Meinungen über den Apple-Gründer einzuholen - es sollte auch festgestellt werden, ob es in seiner Vergangenheit etwas gab, weswegen er erpresst werden könnte. In die Akte kamen dabei seine Experimente mit Marihuana und LSD in der Jugendzeit, die Geschichte von seiner Tochter, die er zunächst nicht unterstützte, sowie die Kritik einiger einstiger Mitstreiter, die ihn für unehrlich und manipulierend hielten. Für den Beraterjob empfahlen auch sie ihn trotzdem.

(dpa, N24)

10.02.2012 06:58 Uhr

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