Strafe für Tricksereien
Citigroup muss Millionenstrafe zahlen
Wegen Tricksereien mit Immobilienkrediten und staatlichen Bürgschaften muss die Citigroup mehr als 158 Millionen Dollar Strafe zahlen. Die Bank hatte mögliche Kreditrisiken verschwiegen.
Der Citigroup kommt ein schlampiger Umgang mit staatlich abgesicherten Hauskrediten teuer zu stehen. Die US-Großbank zahlt in einem Vergleich 158,3 Millionen Dollar (117,7 Mio Euro), wie die Bundesstaatsanwaltschaft von Manhattan bekanntgab. Der Betrag ist Wiedergutmachung und Strafe zugleich. Die Citigroup-Tochtergesellschaft Citimortgage räumte in dem Vergleich ein, dass viele der Kredite, die sie von der staatlichen Wohnungsbaubehörde FHA hatte absichern lassen, nicht den Ansprüchen genügt hätten.
Viele der wackeligen Kredite konnten von den Schuldner später nicht bedient werden - und der Staat musste für die Verluste aufkommen. Wegen ähnlicher Vorwürfe hatte die Bank of America in der vergangenen Woche 1 Milliarde Dollar zahlen müssen. Auch die Deutsche Bank war ins Fadenkreuz der Staatsanwälte geraten. Die 2007 übernommene Tochtergesellschaft MortgageIT soll sich ebenfalls Kreditabsicherungen erschlichen haben.
Die Ermittler reichten im Mai vergangenen Jahres Klage ein; die Deutsche Bank wies die Vorwürfe von Anfang an zurück. Die US-Justiz fährt derzeit einen harten Kurs gegen die Bankenwelt, um sie für die Ursachen und Folgen der Finanzkrise zur Rechenschaft zu ziehen. Die Anstrengungen gipfelten in einem 25 Milliarden Dollar schweren Vergleich mit den fünf größten Kreditgebern des Landes wegen Verfehlungen auf dem US-Häusermarkt. Banken hatten etwa säumige Schuldner illegal aus ihren Häusern vertrieben.
(dpa, N24)
16.02.2012 11:04 Uhr





