Der Iran und der Westen
 

"Feindseligen Aktionen"

Iran droht auch Deutschland mit Ölembargo

Der Iran hat Deutschland und anderen EU-Staaten mit einem Ölembargo gedroht, sollten diese ihre "feindseligen Aktionen" fortsetzen. Großbritannien und Frankreich erhalten bereits kein Öl mehr.

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Der Iran könnte auch Deutschland bald den Ölhahn zudrehen. Damit drohte der Direktor des staatlichen Ölunternehmens NIOC. (Bild: dpa)
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Bisher war es eine Befürchtung. Seit dem Bericht der IAEA ist klar: Der Iran hat zumindest bis 2010 an der Entwicklung einer Atombombe gearbeitet. Trotzdem bestreitet... (dpa)
... Mahmud Ahmadinedschad, dass sein Land den Bau einer Atomwaffe plane. Man werde aber die zivilen Nuklearaktivitäten fortsetzen, sagte der Präsident im iranischen Staatsfernsehen. (dpa)
Israel fühlt sich von den atomaren Aktivitäten des Iran bedroht. Auch einen Militärschlag schloss Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nicht aus. Außerdem ist die Regierungsspitze angeblich empört über... (dpa)
... den ehemaligen Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Mohammed el-Baradei. Nach der Veröffentlichung des neuen IAEA-Berichts werfen sie dem früheren Leiter vor, das iranische Atomwaffenprogramm... (dpa)
... jahrelang gedeckt zu haben. Mark Regev, Sprecher des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, sagte, er wolle sich zu den Berichten nicht äußern. (dpa)
Ahmadinedschad beschuldigt ebenfalls die UN-Atomenergiebehörde. Seiner Meinung nach sei der aktuelle Gerneraldirektor der IAEA... (dpa)
... Yukiya Amano, der den Bericht veröffentlichte, nur ein Handlanger der USA. Der IAEA-Bericht habe nur das Ziel, den Druck auf den Iran zu erhöhen, so der iranische Präsident. (dpa)
Deutschland setzt ebenfalls auf verschärfte Sanktionen. "Diskussionen über militärische Optionen lehnen wir ab", sagte Bundesaußenminister Guido Westerwelle. Der richtige Weg für den Iran sei nun, ... (dpa)
... in allen Fragen seines Atomprogramms mit der IAEA zusammenzuarbeiten. Dass Moskaus Geduld nicht unendlich ist, zeigte der Kreml im vergangenen Jahr mit der international begrüßten Zustimmung für UN-Sanktionen gegen den Iran.
Die USA wollen den Druck "verstärken". "Wir schließen nichts aus, wenn es um Sanktionen geht", sagte ein US-Regierungsvertreter. Der IAEA-Bericht habe "große Besorgnis" in Washington ausgelöst.
Der britische Außenminister William Hague hat den Iran zu "ernsthaften Verhandlungen" über sein Atomprogramm aufgerufen. Sanktionen, wie das Einfrieren von Vermögen... (dpa)
... und Reisebeschränkungen für Personen, die mit dem Komplott in Verbindung stünden, seien möglich. Premierminister David Cameron machte aber deutlich, dass Großbritannien keine Aufforderungen zu militärischen Aktionen unterstützen werde.
Der französische Außenminister Alain Juppé versicherte, dass sein Land zu Sanktionen "in nie gekanntem Ausmaß" gegen den Iran bereit sei, sollte Teheran nicht die neuen Fragen zu seinem Atomprogramm beantworten. (dpa)
In einer Erklärung äußerte Juppé, dass die internationale Gemeinschaft den diplomatischen Druck auf eine neue Ebene heben sollte. Staatspräsident Nicolas Sarkozy hatte sich bereits vorige Woche für Sanktionen ausgesprochen.
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Der Atomkonflikt zwischen dem Westen und dem Iran nimmt immer schärfere Formen an. Nachdem kürzlich ...
... mehrere Flugzeugträger der USA, Frankreich und Großbritannien in den Persischen Golf eingelaufen sind, scheint ein Militärschlag gegen ...
... den Machthaber Mahmud Ahmadinedschad immer mehr in die Nähe zu rücken. Verschärft hat sich der Ton zwischen beiden Fraktionen insbesondere ...
... durch die iranische Drohung wichtige Schifffahrtsrouten zu blockieren und so den Ölhandel stark einzuschränken. DIe USA haben dies scharf kritisiert und ...
... deutlich vor den Konsequenzen gewarnt, wenn der Iran waffenfähiges Plutonium entwickeln sollte - damit könnten Raketen mit nuklearen Sprengköpfen ausgerüstet werden. Der Iran hat ...
... hingegen deutlich vor einer Invasion durch den Westen gewarnt und demonstriert in zahlreichen Miliitäraufmärschen Stärke. Laut Schätzungen verfügt die ...
... iranische Revolutionsgarde über ungefähr 523.000 Soldaten. Weitere ...
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Die iranische Regierung hat mit der Ausweitung eines Ölembargos gegen Großbritannien und Frankreich auf weitere EU-Staaten gedroht, darunter auch Deutschland. Das berichtete die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Mehr. Demnach sagte der Direktor des staatlichen Ölunternehmens NIOC, Ahmad Kalehbani, Teheran behalte sich vor, den Lieferstopp auf andere Staaten der EU zu übertragen, sollten sich diese weiterhin an "feindseligen Aktionen" gegen den Iran beteiligen. Im Konflikt um das Atomprogramm hatte das iranische Ölministerium am Sonntag mitgeteilt, dass Erdöllieferungen nach Frankreich und Großbritannien gestoppt worden seien.

Kalehbani sagte, der Preis für ein Barrel Rohöl könnte durch das Embargo auf über 150 Dollar steigen. An den Märkten in Asien stieg der Ölpreis bereits am Montag auf 105 Dollar pro Barrel. Neben Deutschland nannte die iranische Regierung Spanien, Niederlande, Griechenland, Italien und Portugal als Abnahmeländer iranischen Öls in der EU. Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi prognostizierte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA, die diplomatische Verstimmung zwischen der EU und dem Iran werde nicht lange anhalten. "Die Beziehungen zwischen Iran und Europa können nicht lange ruhen", zitierte ihn die Agentur. Europa brauche Iran wie auch umgekehrt, sagte Salehi und bezeichnete beide Seiten als "Komplementärteile".

Unterdessen reagierte die französische Regierung gelassen auf den angekündigten Lieferstopp. Er habe keine Konsequenzen für die Wirtschaft des Landes, teilte das französische Außenministerium am Montag mit. Entsprechend der im vergangenen Monat verabschiedeten Sanktionen gegen Teheran habe Frankreich den Kauf von iranischem Erdöl bereits eingestellt. Die Sanktionen sollten den Iran dazu bringen, "die Verhandlungen über sein Nuklearprogramm wieder aufzunehmen", sagte Ministeriumssprecher Vincent Floreani.

(dapd, N24)

20.02.2012 19:18 Uhr

Hintergrund

öffnenschließenUrsprung des Atomprogramms

Das iranische Atomprogramm umfasst nach offizieller Verlautbarung die Bemühungen, die Energieversorgung des Landes um die Nutzung der Kernenergie zu ergänzen. Der Grundstein des iranischen Atomprogramms wurde mit US-amerikanischer Hilfe gelegt. 1959 war der Universität Teheran im Rahmen des "Atoms for Peace"-Programms von Präsident Dwight D. Eisenhower ein Forschungsreaktor geschenkt worden.

Quelle: Wikipedia


öffnenschließenUnter Atomwaffen-Verdacht

Der Iran steht im Verdacht, die Entwicklung von Atomwaffen anzustreben, wobei die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) diesen Vorwurf stützt. Nach US-Angaben hatte der Iran bis in die späten 1970er während der Schah-Diktatur ein Atomwaffenprogramm in Betrieb, das danach unterbrochen wurde. Von offizieller Seite wird die Entwicklung von Atomwaffen zurückgewiesen.

Quelle: Wikipedia


öffnenschließenAtomwaffensperrvertrag unterzeichnet

Am 1. Juli 1968 unterzeichnete der Iran den Atomwaffensperrvertrag, der nach der Hinterlegung der Ratifizierung bei den Signaturstaaten am 5. März 1970 für den Iran in Kraft trat.[4] Signaturstaaten haben dem Vertrag zufolge das Recht, Kernenergie ausschließlich für zivile Zwecke einzusetzen. Jedwede militärische Nutzung ist untersagt und mit Sanktionen bedroht.

Quelle: Wikipedia


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