Tausende Neuseeländer haben heute mit Glockenläuten und Schweigeminuten der Opfer des schweren Erdbebens vor einem Jahr gedacht. Bei dem Beben waren 185 Menschen ums Leben gekommen.
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Neuseeland hat am ersten Jahrestag des schweren Erdbebens von Christchurch der Opfer gedacht. Tausende kamen in der zweitgrößten Stadt des Landes zu einer Gedenkfeier unter freiem Himmel zusammen. Viele der Anwesenden hatten Freunde und Bekannte verloren, als am 22. Februar vergangenen Jahres um 12.51 Uhr (Ortszeit) die Erde bebte und die Innenstadt schwer verwüstet wurde. Das Epizentrum lag nur wenige Kilometer vom Stadtkern entfernt. Es war nach dem Beben in Hawke's Bay 1931 die zweitschwerste Naturkatastrophe seit Beginn der Aufzeichnungen in Neuseeland.
Die meisten der 185 Opfer, darunter viele Ausländer, hatten in einstürzenden Gebäuden den Tod gefunden. Die sterblichen Überreste der letzten vier nicht identifizierbaren Opfer waren erst am Dienstag auf einem Friedhof in einem gemeinsamen Grab beigesetzt worden.
Christchurch wird wieder aufgebaut
Bei der Gedenkfeier in einem Park in Christchurch wurden die Namen der 185 Opfer verlesen. Auf Flüssen und Kanälen wurden Blüten ins Wasser gestreut. Die Glocken läuteten 185 Mal, um an die Opfer zu erinnern. Auf dem inzwischen aufgeräumten Gelände der völlig zerstörten Oxford Terrace Baptist-Kirche wurden 185 leere weiße Stühle aufgestellt.
Christchurch hat in den Monaten nach der Katastrophe tausende Nachbeben erlebt, darunter ein besonders starkes kurz vor Weihnachten. In mehreren Stadtteilen ist der Boden so instabil geworden, dass vorerst keine Häuser mehr gebaut werden können. Regierungschef John Key betonte jedoch, Christchurch werde wieder aufgebaut. Den 22. Februar 2011 bezeichnete er als einen der schwärzesten Tage in der Geschichte des Landes.