Aus der Bronzezeit
Spektakulärer Goldschatz erstmals ausgestellt
Einer der größten prähistorischen Goldfunde in Mitteleuropa wird erstmalig ausgestellt. Der Schatz aus der Bronzezeit wurde zufällig bei Bauarbeiten an der nordeuropäischen Erdgas-Pipeline gefunden.
Erstmals seit seiner Entdeckung im vergangenen Jahr haben Wissenschaftler aus Hannover einen spektakulären Goldschatz aus der Bronzezeit vorgestellt. Einige Stücke der bei Syke im Landkreis Diepholz gefundenen Kostbarkeiten sind nach Angaben der Experten auf eine für die damalige Zeit besonders fortschrittliche Weise gefertigt worden. Die Drähte, aus denen die Goldstücke bestehen, seien gezogen und nicht wie in der Bronzezeit sonst üblich gehämmert worden. Archäologen waren im vergangenen Jahr bei Grabungen an der nordeuropäischen Erdgas-Pipeline auf den Schatz gestoßen. Er umfasst 117 einzelne Objekte.
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Goldschatz wiegt fast zwei Kilogramm
Archäologen waren 2011 bei Grabungen für die nordeuropäische Erdgas-Pipeline (NEL) auf den etwa 1,8 Kilogramm schweren Schatz gestoßen. Er umfasst 117 Objekte, von denen die jüngsten Stücke nach Angaben der Wissenschaftler aus dem 14. Jahrhundert vor Christus stammen. Außerdem deuten die Untersuchungsergebnisse darauf hin, dass das Gold ursprünglich aus Zentralasien kommt. Wie der Schatz nach Nordeuropa gelangt ist und warum er vergraben wurde, ist den Wissenschaftlern zufolge bislang unklar.
Der Fund werde die Archäologie ein ganz erhebliches Stück weiterbringen, sagte der Präsident des niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege, Stefan Winhart. Er erhofft sich von den Ausgrabungen im Zuge des Pipeline-Baus weitere wichtige Funde.
Über die Bronzezeit
Die Bronzezeit bezeichnet eine Epoche in Mitteleuropa, in der die Bronze den Stein als Hauptwerkstoff ablöste. Dabei unterteilt sich die Bronzezeit grob in drei Abschnitte: die Frühbronzezeit (etwa 2000 bis 1500 vor Christus), die Mittlere Bronzezeit (rund 1500 bis 1200 vor Christus) und die Spätbronzezeit (etwa 1200 bis 750 vor Christus).
Die Vorteile von Bronze gegenüber Stein waren eine höhere Stabilität, Wiederverwendbarkeit und eine formenreichere Gestaltung. Vor allem Schmuck, Waffen und Werkzeuge wurden aus Bronze - einer Legierung aus neun Teilen Kupfer und einem Teil Zinn - gegossen.
(DPA, N24)
22.02.2012 17:29 Uhr

Historische Persönlichkeiten

Otto von Bismarck
Otto von Bismarck (1815-1898) war seit 1862 unter König Wilhelm I. Ministerpräsident und Außenminister von Preußen. Schon früh zeichnet sich der Jurist durch seinen antiliberalen politischen Kurs aus. Als nach dem deutschen Krieg 1867 der norddeutsche Bund unter Führung Preußens gegründet wird, hat Bismarck weitgehenden Einfluss auf die Gestaltung der neuen Verfassung von 1868. Mit der Reichsgründung 1871 in Versailles wird Bismarck erster Reichskanzler des neuen Staates und die Gültigkeit seiner Verfassung wird auf das gesamte Reichsgebiet ausgeweitet. Die Gründung des Kaiserreiches 1871

Paul von Hindenburg
Paul von Hindenburg, geb. am 2. Oktober 1847 in Posen, war von 1925 bis 1934 Reichspräsident der Weimarer Republik. Der "Ersatzkaiser" wird von den demokratischen Parteien weitgehend anerkannt. Mit der Berufung Brünings zum Reichkanzler 1930 beginnt die Zeit der Präsidialkabinette. Am 30. Januar 1933 ernennt er Hitler zum Reichskanzler. Am 2. August 1934 stirbt Hindenburg in Neudeck. Die "Machtergreifung"

Wilhelm I.
Wilhelm I. geboren am 22. März 1797 in Berlin, ab dem 18. Januar 1861 König von Preußen, sowie ab 1871 Deutscher Kaiser. Wilhelm war konservativ eingestellt und hatte wegen seiner Rolle bei der Niederschlagung der Revolution von 1848/49 den Beinamen Kartätschenprinz erhalten. Dennoch bedeutete sein Antreten als amtierender König 1858 eine gewisse Liberalisierung. Noch während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/1871 hatte er sich dem Gedanken widersetzt, zusätzlich Deutscher Kaiser zu werden, erlangte aber im Kaiserreich große Popularität. Seine Regierungszeit war wesentlich vom Wirken Otto von Bismarcks als preußischem Ministerpräsidenten und Reichskanzler geprägt. Er starb am 9. März 1888.Die Wilhelminische Ära 1890-1914

Konrad Adenauer
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Konrad Adenauer (CDU), geb. am 5. Januar 1876 war von 1949 bis 1963 erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, sowie von 1951 bis 1955 zugleich Bundesaußenminister. Seine Politik zielte auf eine stärkere Westbindung, die europäische Einigung und eine aktive militärische Rolle der Bundesrepublik in der NATO ab. 1962 wurde die christlich-liberale Koalition von der "Spiegel-Affäre" erschüttert. Einen Monat später verkündete Adenauer seinen Rücktritt zum Herbst des folgenden Jahres. Er starb am 19. April 1967.Politische Neuordnung 1945-1949
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John F. Kennedy
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John Fitzgerald Kennedy (29. Mai 1917 - 22. November 1963) war von 1961 bis 1963 der 35. Präsident der Vereinigten Staaten und Mitglied der Demokratischen Partei. Er war der jüngste ins Amt gewählte US-Präsident und prominentestes Mitglied des Kennedy-Clans - einer der politisch einflussreichsten Familien in den USA. Die Hintergründe seiner Ermordung in Dallas im US-BundesstaatTexas sind bis heute ungeklärt und Gegenstand zahlreicher Verschwörungstheorien.
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Fidel Castro
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Fidel Alejandro Castro Ruz (13. August 1926) war mit der Bewegung des 26. Juli (M-26-7) treibende Kraft der kubanischen Revolution gegen den Diktator Batista 1959 auf Kuba und wurde nach dessen Flucht neuer Präsident des Inselstaates. Er errichtete ein kommunistisches System und baute enge Beziehungen zur Sowjetunion auf. In seine politische Ära fiel die missglückte US-Invasion Kubas in der Schweinebucht, die Kubakrise und das Attentat auf John F. Kennedy.
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Nikita Chruschtschow
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Nikita Sergejewitsch Chruschtschow (15. April 1894 gregorianischer Kalender - 11. September 1971) war von 1953 bis 1964 war Parteichef der KPdSU, von 1958 bis 1964 außerdem Regierungschef der Sowjetunion. Er setzte sich nach Stalins Tod als sein Nachfolger durch und leitete die "Entstalinisierung" in der UdSSR ein. In Chruschtschows politische Ära fielen das "Berlin-Ultimatum" (1958), der Mauerbau (1961), sowie die Kuba-Krise (1962).
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Helmut Kohl
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Helmut Kohl (CDU), geboren am 3. April 1930 in Ludwigshafen (Rhein), war von 1982 bis 1998 Kanzler der Bundesrepublik Deutschland. Zusammen mit seinem Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) war er entscheidend am deutschen Wiedervereinigungsprozess 1989/90 beteiligt und trieb den europäischen Einigungsprozess maßgeblich voran. Am 17. Januar 1991 wurde Kohl zum ersten Kanzler des wiedervereinigten Deutschlands gewählt.
Der Weg zur deutschen Einheit 1982-1989
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Michail Gorbatschow
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Michael Gorbatschow, geboren am 2. März 1931 im Kaukasus, war von 1985 bis 1991 Generalsekretär der KPdSU und damit Regierungschef der Sowjetunion. Maßgeblich geprägt war seine Politik durch die die Begriffe Perestroika ("Umbau") und Glasnost ("Offenheit"). Die politischen und ökonomischen Reformen sollen Mitte der 1980er Jahre die UdSSR umfassend reformieren - die neue Politik führt zur Auflösung der Sowjetunion und ermöglicht damit die Wiedervereinigung Deutschlands. Der Weg zur Deutschen Einheit 1982-1989
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