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Ackermann geht shoppen

Deutsche Bank an Citibank interessiert

Die Deutsche Bank hat offenbar Interesse am Kauf der Citibank. Die Bank wolle damit ihr Privatkundengeschäft stärken, heißt es in unterrichteten Kreisen.

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Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann interessiert sich laut Medienberichten für die Citibank.

Die Deutsche Bank erwägt einem Pressebericht zufolge ein Gebot für Teile des Europa-Geschäfts des US-Konzerns Citigroup. Die Strategieabteilung des größten deutschen Geldkonzerns bereite sich auf eine mögliche Auktion vor, berichtet die "Financial Times Deutschland". Hintergrund sei ein Strategieschwenk von Citigroup-Vorstandschef Vikram Pandit. Er habe nach Informationen aus Finanzkreisen das Deutschlandgeschäft auf den Prüfstand gestellt - also die im Privatkundensegment aktive Citibank ebenso wie das in Frankfurt ansässige Investmentbanking.

Die Vorbereitungen der Deutschen Bank unterstrichen das Interesse des Geldkonzerns an Zukäufen im Privatkundengeschäft, heißt es. Unklar sei allerdings noch, ob Pandit tatsächlich den Verkaufsprozess für die Deutschland-Tochter anstoße und dann möglicherweise sogar gleich auch noch weitere Teile des Europageschäfts im Paket mit anbiete. "Das wäre für die Deutsche Bank dann besonders interessant", zitiert das Blatt eine mit den Vorgängen vertraute Person. Allerdings werde für den Fall auch mit zahlreichen anderen Geboten gerechnet. Die Deutsche Bank habe einen Kommentar abgelehnt.

Citibank-Gewinn schrumpft

Derweil tut sich die Citibank weiterhin schwer im hartumkämpften deutschen Privatkundenmarkt. Trotz gestiegener Kundenzahl verdiente die Deutschland-Tochter des krisengeschüttelten US-Finanzriesen Citigroup im vergangenen Jahr nach Steuern nur 365 Millionen Euro und damit fast 16 Prozent weniger als im Vorjahr. Dabei stieg die Kundenzahl der Bank mit Sitz in Düsseldorf um netto 50.000 auf 3,25 Millionen. Bei der Bilanzvorlage in Frankfurt am Donnerstag zeigte sich der geschäftsführende Vorstand Franz Josef Nick unter anderem wegen der Zuwächse im Kreditgeschäft dennoch optimistisch: "Wir haben uns in einem hartumkämpften Privatkundengeschäft sehr gut behauptet."

Spekulationen, die Citigroup könne wegen ihrer Milliardeneinbußen im Zuge der Finanzmarktkrise ihr Deutschlandgeschäft abstoßen, wollte Nick nicht kommentieren. Er betonte: "New York ist zufrieden mit den Zahlen. Man kennt dort das Wettbewerbsumfeld und weiß, dass es hier schwierig ist." Allerdings überprüfe die Citigroup derzeit ihre weltweite Strategie und wolle Anfang Mai das Ergebnis verkünden. "Bis dahin sind wir so gespannt wie Sie", sagte Nick. Hintergrund sei ein Strategieschwenk von Citigroup-Vorstandschef Vikram Pandit, nachdem das Deutschlandgeschäft auf den Prüfstand gestellt werde - also die im Privatkundensegment aktive Citibank ebenso wie das in Frankfurt ansässige Investmentbanking.

Kein Personalabbau geplant

Für 2008 zeigte sich Nick optimistisch vor allem für das Geschäft mit Ratenkrediten und Kreditkarten. Zwar werde der Wettbewerbsdruck nicht nachlassen. Doch mit einem Vorsteuergewinn nach Risikovorsorge von 643 Millionen Euro habe die Bank "ein sehr gutes Fundament für 2008 gelegt". Nick führt die Geschäfte, nachdem Citibank-Chefin Sue Harnett Ende November in die Zentrale nach New York wechselte. Derzeit werde intensiv nach einem Harnett-Nachfolger gesucht, die Bank stehe aber nicht unter Zeitdruck, sagte Nick.

In ihrem bedeutendsten Geschäftsfeld Ratenkredite sieht sich die Citibank als Marktführer. Das Ratenkreditvolumen stieg binnen Jahresfrist um 3,45 Prozent auf 9,0 Milliarden Euro. Der Marktanteil legte von 6,7 Prozent auf 7,0 Prozent zu. Nachdem das Institut wiederholt für seine Vergabepraxis bei Krediten kritisiert worden war, versicherte Nick: "Hier sind wir auf einem sehr guten Weg, noch transparenter zu werden." Die Zahl der Mitarbeiter der Citibank blieb mit gut 6.800 Mitarbeitern stabil. "Es gibt im Moment keine Pläne, Personal abzubauen", versicherte Nick.

(dpa, N24)

24.04.2008 20:45 Uhr

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